Anzeige
Anzeige
Interview

Marketing-Experte erklärt: So nutzt du dein Werbebudget im KI-Zeitalter

Patrick Stoltze kennt sich mit Ad-Tech aus: Als Country-Manager für das zentrale und das östliche Europa bei der Ad-Tech-Firma Integral Ad Science gibt er Tipps für den effizienten Einsatz von Werbebudgets. Dabei spielt auch KI eine Rolle.

4 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Patrick Stoltze arbeitet als Country-Manager CEE beim Ad-Tech-Unternehmen Integral Ad Science. (Foto: Integral Ad Science)

Die wirtschaftliche Lage drückt auf alle Bereiche – natürlich merken das auch Marketer. Die Branche ändert sich aktuell. Werbetreibende stehen vor der Herausforderung, ihr Budget umso effizienter einsetzen zu müssen. Patrick Stoltze, Country-Manager für das zentrale und das östliche Europa bei der Ad-Tech-Firma Integral Ad Science, gibt dafür Tipps und spricht auch über die Rolle von künstlicher Intelligenz.

Anzeige
Anzeige

t3n: Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, das spürt natürlich auch die Werbebranche. Wie können Werbetreibende aktuell ihr Budget effizient einsetzen?

Patrick Stoltze: Wenn ich mir derzeit den Bereich Media-Quality anschaue, geht es viel um Brand-Safety, um die DNA einer Marke zu schützen. Es geht nicht nur um eine Kostenkomponente, sondern darum, wie ich am Ende des Tages mehr effizient ausgesteuerte Working-Media kreiere. Dafür brauche ich verzahnte Optimierungslösungen und eine offene, transparente Kommunikation aller Marktteilnehmer. Gerade im Bereich Media-Qualitätsmessung und ‑Verification geht es auch darum, Technologie bereitzustellen, um eine möglichst große Media-Effizienz anzubieten. Das kann ich nur, wenn ich mit den werbetreibenden Agenturen genauso auf Augenhöhe wie mit den Vermarktern spreche, um beide Seiten zusammenzuführen. Nur so haben alle eine realistische Erwartungshaltung und betreiben kein gegenseitiges Fingerpointing. Die Kommunikation sehe ich, neben den technischen Komponenten, als wichtig an. Dazu gehört auch, mit allen Marktteilnehmern in den Austausch zu gehen, um die vom Markt identifizierten und akzeptierten Standards auch zu implementieren.

Anzeige
Anzeige

t3n: Sie sagen, es geht um das Miteinanderreden – das ist meist leichter gesagt als getan. Wie gelingt dieser Austausch, um alle auch bei komplexen Themen mitzunehmen?

Patrick Stoltze: Es sind mehrere vielschichtige Systeme, die beim Thema Brand-Safety und Suitability bedacht werden müssen. Genau an diese Komplexität müssen wir ran: Für Automotive-Hersteller sind damit etwa andere Dinge verbunden als für einen Schokoladenhersteller. Diese Unterschiede müssen bedacht werden, es muss globale Standards für alle geben. Dafür müssen wir alle diese Komplexität erst einmal verstehen und lernen, die richtigen Fragen zu stellen.

Anzeige
Anzeige

t3n: Was heißt das konkret für Vermarkter und Advertiser?

Patrick Stoltze: Vermarkter wollen sicherstellen, dass sie ihre Inhalte entsprechend aussteuern können, während Advertiser Sorge vor Einbußen haben. Dazu kommt das komplexe geopolitische Umfeld. Ein Beispiel: Wenn wir als Vermarkter komplett auf News-Inhalte verzichten, haben wir ein großes Problem, was die Monetarisierung von sehr relevantem Content angeht. Genauso möchte ich als Werbetreibender mich nicht zu sehr in meiner Reichweite beschneiden. Ich kann nicht einfach Themen generell ausblenden und muss mir als Werbetreibendem sehr bewusst sein, welches Umfeld für mich attraktiv ist, in dem ich effizient werben kann.

Anzeige
Anzeige

Patrick Stoltze arbeitet als Country-Manager CEE beim Ad-Tech-Unternehmen Integral Ad Science. (Foto: Integral Ad Science)

t3n: Was sind denn die richtigen Fragen für die Brand-Safety?

Patrick Stoltze: Da würde ich gern auch auf den Begriff Brand-Suitability eingehen: Wir brauchen das Grundverständnis, dass ein gewisser Content für Marke A passen kann, aber nicht für Marke B. Auf der Basis muss ich mich fragen, welches Umfeld für mich erst einmal juristisch möglich ist. Die zweite Frage ist: Wo sehe ich meine Brand? Wo sehe ich die Marke als geschützt an? Dazu gehört auch, zu wissen, wo ich aktiv sein und Haltung zeigen möchte. Da sind wir sicherlich schnell in dem Bereich der Diversity, Inclusion und Corporate Social Responsibility.

t3n: Abgesehen von den Fragen kommt es auch auf die technischen Lösungen an, etwa auf das Trendthema KI. Wie arbeiten Sie damit, wo kommt die Technik an Grenzen?

Anzeige
Anzeige

Patrick Stoltze: Künstliche Intelligenz und Machine-Learning sind schon Komponenten, die wir einsetzen. Wir haben im Laufe der letzten Jahre mehrfach weitere Firmen akquiriert und in unsere Kernprodukte integriert, die mittlerweile auch in lokaler Sprache selbstlernende Produkte sind, basierend auf Natural Language Processing. Die Technologie ist selbstlernend und lernt auch, Emotionen zu bewerten.

t3n: All die Entwicklung kostet ja Geld. Macht das diese Angebote für Werbetreibende nicht teurer?

Patrick Stoltze: Natürlich kommen neue Produkte und Entwicklungen mit entsprechenden infrastrukturellen und technischen Kosten. Mit Blick auf die Effizienz geht es da um den Einzelfall. Nehmen wir ein Kampagnenbeispiel: Wir haben einen effektiven TKP von einem Euro und eine Fraud-Rate von einem Prozent. Ist es dann sinnvoll, ein zusätzliches Produkt gegen die Fraud-Optimierung zu nutzen, das mehr als 90 Cent kostet? Die Antwort ist Nein, es macht nicht pauschal immer Sinn. Denn es würde den Anteil an effizientem Working-Media nicht unbedingt erhöhen. Dafür muss ich schauen, ob ich zusätzliche Produkte nutze, die dazu führen können, dass am Ende des Tages mehr meines Investments als wirkliches Media-Invest bei dem Publisher landet und ich eine größere Sichtbarkeit in einem markenkonformen Umfeld gewinne. Dabei muss ich dann auch die Vollkostenberechnung bedenken.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige