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Neue Studie über die Milchstraße: Masse viel kleiner als gedacht

Untersuchungen mit einem Funkinterferometer zeigten, dass die Materiespeicher der Milchstraße viel kleiner sind als erwartet: Demnach gibt es dort 40 Prozent weniger Materie als in vergleichbaren Teilen des Universums.

Von Hannah Klaiber
1 Min. Lesezeit
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Sind wir bislang von falschen Annahmen über die Masse der Milchstraße ausgegangen? An diesem einzigartigen Blick eines Sonnenaufgangs, vom Weltraum aus gesehen – Erde und Milchstraße inklusive –, ändern die Studienerkenntnisse nichts. (Bild: Shutterstock/Nuttawut Uttamaharad)

Die Astrophysiker:innen verwendeten das Deep Synoptic Array (DSA), um die Menge an Materie im Lichthof der Milchstraße zu messen. Das Funkinterferometer, das speziell für die Fast-Radio-Burst-Erkennung (FRB) und direkte Lokalisierung entwickelt wurde, arbeitet von Kalifornien aus und verfolgt die Radioblitze bis zu ihren Heimatgalaxien zurück. Zudem kann das DSA auch die Menge an Materie zwischen den Galaxien und dem Detektor berechnen – ein Nebeneffekt, der der Studie zugutekam.

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Wenn Taschenlampen durch den Nebel leuchten

Die Studie, die unter dem Titel „Deep Synoptic Array Science: Ein 50 Mpc schneller Radio Burst schränkt die Masse des zirkumataktischen Mediums der Milchstraße ein“ auf dem Portal Arxiv vorveröffentlicht wurde, beschäftigte sich mit der Frage, wie viel Materie die FRB-Strahlung absorbierte.

Für Nichtastronom:innen erklärt es das Tech-Portal BGR anschaulicher: „Stellen Sie sich das vor, als würden Sie mit einer Taschenlampe durch den Nebel leuchten, um festzustellen, wie dick er ist.“

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Die überraschende Entdeckung: Die Milchstraße hat weitaus weniger Materie als der Rest des Universums. Der Lichthof der Milchstraße besteht demnach nur aus etwa 9,6 Prozent baryonischer Materie. Der Begriff der baryonischen Materie beschreibt aus Atomen aufgebaute Materie (in Unterscheidung zu dunkler Materie, dunkler Energie und elektromagnetischer Strahlung). Im sichtbaren Universum gibt es mehr Baryonen als Antibaryonen, diese Asymmetrie nennt man Baryonenasymmetrie.

Lichthof der Milchstraße besteht nur aus 9,6 Prozent baryonischer Materie

„Unsere Ergebnisse stützen Szenarien, die üblicherweise von Galaxien­bildungs­simulationen vorhergesagt werden, in denen Rückkopplungsprozesse baryonische Materie aus den Halos von Galaxien wie der Milchstraße vertreiben“, heißt es in der vorveröffentlichten Studie, der weitere Untersuchungen folgen sollen. In jedem Fall zeigen die Ergebnisse bereits jetzt, wie einzigartig unsere Galaxie im Vergleich zu anderen ist.

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Erst vor Kurzem hatten Forscher:innen ein weiteres Jahrhunderträtsel um die Milchstraße gelöst: Sie fanden die Antwort auf die Frage, warum die Satellitengalaxien rund um die Milchstraße scheinbar auf einer Ebene liegen.

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