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Meta: Kryptowährung Diem ist nun offiziell Geschichte

Nach dem Druck von Regulierungsbehörden und mehreren Abgängen hochrangiger Mitarbeiter:innen gibt die von Meta unterstützte Kryptowährung Diem nun offiziell ihr Ende bekannt.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Mark Zuckerbergs Traum von Diem ist ausgeträumt. (Foto: Shutterstock / Frederic Legrand – COMEO)

Die Organisation, die hinter Diem steht, gab am Montag offiziell bekannt, dass sie ihre Vermögenswerte für rund 200 Millionen US-Dollar an die auf Kryptowährungen spezialisierte Bank Silvergate verkauft hat. Mit Silvergate hatte Diem im Jahr 2021 eng zusammengearbeitet, um einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin auf den Markt zu bringen.

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„Von Anfang an konzentrierte sich das Diem-Projekt darauf, die Vorteile der Blockchain-Technologie zu nutzen, um ein besseres und integrativeres Zahlungssystem zu entwickeln“, schreibt der Diem-CEO Stuart Levey in einer Pressemitteilung. Die Mitarbeiter:innen der Diem Association hätten die Vision mit Entschlossenheit verfolgt, sowohl Verbraucher:innen und Unternehmen erhebliche Vorteile zu bieten, als auch eine Zahlungslösung für all diejenigen zu finden, die derzeit vom traditionellen Finanzsystem ausgeschlossen würden.

Die Entscheidung, Diem zu verkaufen, sei getroffen worden, nachdem „aus unserem Dialog mit den Bundesbehörden klar geworden war, dass dieses Projekt nicht vorangetrieben werden konnte“, heißt es weiter. Der Verkauf von Diems Vermögenswerten markiert nun das Ende einer Anstrengung, die rückblickend von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.

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Zahlungsmittel nach Meta-Regeln

Schon im Jahr 2019 hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg seine Pläne für einen digitalen Stablecoin präsentiert – damals noch unter dem Namen Libra. Der Stablecoin sollte mit vielen Partnern zusammen die Finanzdienstleistungswelt revolutionieren. Für die Stabilität wollte die Initiative den Token durch einen Korb von weltweiten Währungen stützen. Allerdings reagierte die Finanzwelt auf dieses Vorhaben alles andere als gelassen, denn: Wer wollte schon ein Zahlungsmittel, das den Regeln von (damals noch) Facebook unterliegt?

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Aus Libra wird schließlich Diem

US-Regulierungsbehörden stoppten Mark Zuckerbergs Plan, der schließlich das Design von Libra änderte, eine Kopplung an den US-Dollar bekannt gab und Libra in Diem umbenannte. Zudem wurde die Investmentbank Silvergate Capital damit betraut, die Ausgabe von Diem zu organisieren.

2021 gaben schließlich mehrere hochrangige Mitarbeiter:innen ihren Rückzug aus dem Projekt bekannt, unter anderem der Ideengeber David Markus. Dass er dies mit schwerem Herzen tat, wird aus seinem aktuellen Tweet deutlich, in dem er Stellung zum Ende von Diem bezieht:

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„Wir alle haben unser ganzes Herz, Blut, Schweiß und Tränen für das gegeben, was ich immer Libra nennen werde. Wir waren von der Mission getrieben und aus den richtigen Gründen dabei (die heute genauso gültig sind wie damals).“

Widerstand vom Weißen Haus

Im November 2021 hatte das US-Finanzministerium erklärt, dass Stablecoins reguliert werden sollten. Wie Barrons kürzlich berichtete, gibt es zudem Pläne vom Weißen Haus, Bundesbehörden anzuweisen, Kryptowährungen aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ zu regulieren.

Während Metas Projekt mit Diem ein für allemal beendet ist, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Silvergate oder eine andere Institution die Idee wiederbelebt. Denn auch, wenn die Verbindung zwischen Meta und Diem ein Vorantreiben unmöglich machte, war Diem transparenter und regulierungsfreundlicher als viele existierende Stablecoins.

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