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Angriff mit Office-Dokumenten: Microsoft meldet neu entdeckte Sicherheitslücke

Eine neu entdeckte Sicherheitslücke kann über manipulierte Office-Dokumente ausgenutzt werden. Aber es gibt Möglichkeiten zum Schutz vor solchen Angriffen.

2 Min. Lesezeit
Office-Dokumente können Angreifern als Einfallstor dienen. (Foto: Wachiwit / Shutterstock.com)

Laut Microsoft wird die zugrundeliegende Sicherheitslücke bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt. Betroffen von der Schwachstelle sind Windows 8.1 bis Windows 10 sowie Windows 2008 und 2019. Konkret befindet sich die Lücke in der Browser-Engine MSHTML. Angreifer können die über ein ActiveX-Steuerelement in Office-Dateien integrieren. Abhängig von den Sicherheitseinstellungen kann dann beim Öffnen fremder Code auf dem Zielrechner ausgeführt werden.

Standardmäßig sollte das allerdings nicht passieren, weil Office-Dokumente aus dem Internet normalerweise in einem abgesicherten Modus geöffnet werden. Außerdem sollen laut Konzernangaben auch die beiden Sicherheitstools Defender Antivirus und Defender for Endpoint in der Lage sein, entsprechende Angriffe zu erkennen und abzuwehren.

Microsoft: So schützt ihr euch zusätzlich gegen die Office-Attacke

Nächste Woche sollte es ein Sicherheits-Update für Windows geben, mit dem die Lücke geschlossen wird. Bis dahin könnt ihr euch laut Microsoft aber auch dadurch vor der Schwachstelle schützen, indem ihr die Installation von ActiveX-Steuerelementen im Internet Explorer deaktiviert. Dazu müsst ihr den folgenden Text mit der Dateiendung .reg abspeichern. Danach öffnet ihr die Datei per Doppelklick und fügt sie der Windows Registry hinzu. Im Anschluss ist ein Neustart des Systems notwendig.


Windows Registry Editor Version 5.00

 

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\0]

"1001"=dword:00000003
"1004"=dword:00000003

 

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\1]

"1001"=dword:00000003
"1004"=dword:00000003

 

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\2]
"1001"=dword:00000003
"1004"=dword:00000003

 

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\3]
"1001"=dword:00000003
"1004"=dword:00000003

Entdeckt wurde die Lücke von dem Sicherheitsanbieter Expmon. Der konnte die Schwachstelle nach eigenen Angaben mit Office 2019 unter Windows 10 ausnutzen und warnt auf Twitter: „Da es derzeit noch keinen Patch gibt, empfehlen wir Office-Benutzern dringend, bei Office-Dateien äußerst vorsichtig zu sein.“

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