Anzeige
Anzeige
Fundstück

Millennials aufgepasst: Forschungsteam will die perfekte Avocado kreieren

Eine Avocado, die besonders gut schmeckt, die perfekte Textur hat und resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist? Das wollen Forscher:innen dank einer fast vollständigen Genom-Analyse schaffen.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Vor allem wegen ihrer gesunden Fette ist die Avocado zum Hype-Food geworden. (Foto: Shutterstock/Larisa Blinova)

Auf Toast, im Sushi oder als Guacamole: Die Avocado ist in den letzten Jahren zum krassen Hype-Food geworden. Die Anbauzahlen sind enorm gestiegen – und damit auch die Zahl der Früchte, die aussortiert werden, weil sie beschädigt sind.

Anzeige
Anzeige

Ein Doktorand der University of Queensland hat jetzt erforscht, wie das Genom der weltweit am meisten angebaute Sorte aufgebaut ist. Seine Ergebnisse zu den verschiedenen Eigenschaften der Frucht sollen dabei helfen, die Sorte künftig zu optimieren.

Der Bauplan der Avocado: Jetzt ist er fast vollständig kartiert

Hinter der Doktorarbeit von Onkar Nath steckt jahrelange Forschung im Team. Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen am Department of Agriculture & Fisheries der australischen University of Queensland hat der Gartenbau-Student untersucht, wie eine Avocado der Sorte Hass mit „außergewöhnlichen Geschmack, Textur und Schädlingsresistenz“ gezüchtet werden könnte.

Anzeige
Anzeige

Die Grundlage für so eine Züchtung ist das Genom der Avocado. Um damit arbeiten zu können, muss die genetische Zusammensetzung der Avocado zunächst genau kartiert werden – dieser Aufgabe hat sich Nath gewidmet.

„Unser Hass-Genom ist zu 98 Prozent vollständig – das erste in der Welt mit einer solchen Komplexität – und wir wissen jetzt, welche Gene für welches Merkmal verantwortlich sind“, erklärt er in einer Pressemitteilung zu seiner Forschung.

Anzeige
Anzeige

Forschungsarbeiten, die auf Naths Erkenntnissen aufbauen, könnten künftig für „Verbesserungen bei vielen nützlichen Eigenschaften wie Baumhöhe, Architektur und Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten“ sorgen. So ließe sich die „Produktivität und Nachhaltigkeit in den Betrieben zu verbessern, einschließlich der Steigerung der Effizienz in Bezug auf Zeit, Arbeit und Land.“

Avocados in Australien: Nicht alle geernteten Früchte sind brauchbar

Laut dem Fachverband Avocados Australia haben australische Landwirte in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 78.085 Tonnen Avocados produziert. Das entspräche einem Wert von 563 Millionen Australien-Dollar (rund 366 Millionen Euro) – doch es landen längst nicht alle im Verkauf. Bei jeder Ernte müssen Früchte aussortiert werden, zum Beispiel weil sie Druckstellen haben oder von Insekten befallen sind.

Anzeige
Anzeige

Für die Produktion von Avocados braucht es zudem jede Menge Wasser. In ein Kilo fließen je nach Standort rund 1.000 Liter. Damit sind die grünen Beeren zwar beispielsweise deutlich sparsamer unterwegs als Röstkaffee – pro Kilo können hier bis zu  21.000 Liter fällig werden –, verglichen mit Kartoffeln (255 Liter pro Kilo) und anderem Gemüse sind Avocados aber durchaus durstige Zeitgenossen.

Das heißt auch: Mit jedem Kilo Avocados, das bei der Ernte aussortiert wird, wird Wasser verschwendet. Ein guter Grund für Züchter:innen und die Wissenschaft, nach Wegen zu suchen, die Ernte zu optimieren.

Doch nicht nur die Landwirtschaft soll vom neu erstellten Gen-Bauplan profitieren: Für die Ernährungswissenschaft könnten sich jetzt beispielsweise neue Perspektiven auf die verschiedenen Fett- und Zuckerbausteine der Avocado ergeben.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige