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Magneten statt Kälberserum: Neue Wachstumsmethode für Laborfleisch

Forscher:innen der National University of Singapur (NUS) wollen die Herstellung von Fleisch aus Zellkulturen revolutionieren, indem sie wachstumsfördernde Moleküle mit Magneten gewinnen.

Von Hannah Klaiber
1 Min.
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Fleisch soll im Labor bald noch tierfreundlicher und kostensparender hergestellt werden (Bild: HQuality / Shutterstock)

Im Labor auf Zellbasis gezüchtetes Fleisch ist im Gegensatz zu konventioneller Tierhaltung nicht nur tierfreundlicher, sondern wegen des geringeren Ausstoßes von Kohlenstoff auch besser für die Umwelt. Zudem wird das Risiko minimiert, dass Krankheiten übertragen werden. Doch bisher kommt die Herstellung von Fleisch im Labor nicht ohne tierische Produkte aus.

So werden Zellen von Rindern mit Kälberserum genährt, das aus dem Blut eines Fötus gewonnen wird. Die darin enthaltenen Proteine regen das Wachstum an. Doch die Gewinnung von Serum ist nicht nur wenig tierfreundlich, sondern auch kosten- und zeitintensiv.

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Tierisches Gewebe wird einem Magnet ausgesetzt

Die Wissenschaftler:innen der National University of Singapur (NUS) wollen das fötale Serum langfristig durch myogene Stammzellen ersetzen, die sie aus Skelettmuskeln und Knochenmark der Tiere gewinnen. Die Stammzellen ernten sie, indem sie tierisches Gewebe magnetischen Impulsen aussetzen.

„Als Reaktion auf eine kurze 10-minütige Exposition gegenüber den Magnetfeldern setzen die Zellen eine Vielzahl von Molekülen frei, die regenerative, metabolische, entzündungshemmende und immunitätssteigernde Eigenschaften haben“, erklärt Prof. Alfredo Franco-Obregón. Die so gewonnenen Moleküle, stimulieren als sogenannte Sekretome wiederum das Wachstum des Laborfleisches.

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„Die wachstumsfördernden Sekretome können im Labor sicher, bequem und kostengünstig geerntet werden“, so Franco- Obregón weiter. „Auf diese Weise werden die myogenen Stammzellen als nachhaltiger und grüner Bioreaktor fungieren, um die nährstoffreichen Sekretome für die Herstellung von zellbasiertem Fleisch in großem Maßstab für den Verzehr zu produzieren“.

Positiver Nebeneffekt für die Medizin?

Die Sekrotome sollen zudem noch einen Nebeneffekt haben. Sie beschleunigen laut NUS die Erholung und das Wachstum kranker Zellen. So könnten sie nicht nur im Fleischlabor, sondern auch in der regenerativen Medizin eingesetzt werden.

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