News

Milliarden-Startup Bolt: Das ist der jüngste Einhorn-Gründer Europas

Bolt-Gründer und CEO Markus Villig. (Bild: Bolt)

Mit 19 hat Markus Villig den Uber-Rivalen Bolt (früher Taxify) aus der Taufe gehoben. Sechs Jahre später gilt der Este als jüngster Gründer eines milliardenschweren Unternehmens in Europa.

Der bis vor wenigen Monaten unter dem Namen Taxify firmierende Fahrdienstleister und E-Tretroller-Anbieter Bolt ging im Jahr 2013 an den Start. Da hatte sein Gründer Markus Villig, damals 19-jährig, gerade nach einem Semester Informatik die Uni im estnischen Tartu abgebrochen. Sechs Jahre später ist der heute 25-Jährige laut einer Untersuchung des estnischen Startup-Netzwerks Lift99 der jüngste Gründer eines milliardenschweren Unternehmens in Europa, wie CNBC berichtet.

Bolt: Villig startete mit 5.000 Euro

Gestartet war Villig mit einem Darlehen seiner Familie in Höhe von 5.000 Euro. Mit dem Geld entwickelte er nach dem Schulabschluss den ersten Prototyp der App, die jetzt in 100 Städten in 30 Ländern weltweit genutzt wird. Eigenen Angaben zufolge hat Bolt 25 Millionen Kunden und beschäftigt 500.000 Fahrer. In Deutschland bietet Bolt seine Fahrvermittlung nicht an. Die Autos mit dem grünen Schriftzug mit dem Punkt unter dem Buchstaben O fahren aber zum Beispiel in Wien, Prag, Paris oder London.

Inspiriert wurde Villig eigenen Angaben nach von dem Erfolg des 2004 in Estland gegründeten Kommunikationsdienstes Skype. Das Unternehmen habe ihm gezeigt, dass ein Tech-Unternehmen überall gestartet werden könne. Außerdem, so Villig gegenüber CNBC, habe er erkannt, dass sich große Dinge mit einem kleinen Team umsetzen ließen. An dem Grundsatz, möglichst wenig Geld auszugeben, auch nicht für kostspielige Marketingkampagnen, hält Villig bis heute fest. Wichtiger ist es laut dem Gründer, die Bedürfnisse der Kunden im Fokus zu haben. Bolt zeigt auch, dass der Kundenfokus nicht auf Kosten der für den Dienst arbeitenden Fahrer gehen muss. Der Taxidienst nimmt etwa nur eine Gebühr von 15 Prozent, während Uber hier 25 Prozent verlangt.

Expansion in weitere Transportsektoren geplant

Nach der Expansion in die Bereiche E-Tretroller und Essenslieferungen hat Villig mit Bolt noch viel vor. Dabei geht es um weitere Formen des Transports, konkret wurde Villig dabei noch nicht. Er rät Gründern aber, bei der Auswahl des Namens darauf zu achten, dass dieser die Vision widerspiegele. Auch solle man nicht davor zurückschrecken, diesen Namen zu ändern, wenn die Vision größer werde. Entsprechend erklärt Villig auch die Namensänderung von Taxify in Bolt. Der Gründer stellt aber auch klar, dass es für Bolt noch jede Menge Potenzial im Bereich der Fahrdienstvermittlung gebe.

Zu den Investoren von Bolt gehören der chinesische Fahrdienstvermittler Didi Chuxing und Daimler sowie TMT Investments. Für 2017 meldete Bolt einen Umsatz von 18 Millionen Euro.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Taxihype und Investoren

Es ist schon verdächtig, dass so gut wie jede Firma rund um Taxigeschäft sehr schnell den Unicorn-Status bekommt. Und wenn man für 2017 einen Umsatz von nur 18 Millionen Euro meldete, wie kann man gleich 2018 zu einem Unicorn werden?

Antworten
Lisa Meier

Bin gespannt, ob die Company irgendwann nach Deutschland kommt.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung