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Google führt strengere Kommunikations-Richtlinien ein

(Foto: dpa)

Google hat kürzlich seine Community-Richtlinien für seine Mitarbeiter aktualisiert. Die neuen „Regeln“ betreffen auch die interne Kommunikation unter den Mitarbeitern.

Seit der Gründung von Google im Jahr 1998 hat sich einiges getan in der Welt. Vor allem in den vergangenen Jahren sind die großen Tech-Unternehmen verstärkt in die Kritik geraten. Fake News, Hassrede, große Machtkonzentration – nicht nur Google ist von den öffentlichen und politischen Debatten betroffen.

Dieser Zeitgeist hat auch Einfluss auf die Kommunikation in den Unternehmen selbst – auch bei Google. Ein Konzernmitarbeiter berichtet gegenüber Spiegel Online, dass sich etwa auf den internen Kommunikationsplattformen des Unternehmens zunehmend „Unhöflichkeit“ ausgebreitet habe.

Der Konzern hat reagiert und neue Kommunikationsregeln festgelegt, die auch die interne Kommunikation betreffen. Das zeigen entsprechende Auszüge aus den Community-Guidelines.

„Die Arbeit bei Google bringt eine enorme Verantwortung mit sich. Jeden Tag verlassen sich Milliarden von Menschen auf uns, um qualitativ hochwertige und zuverlässige Informationen zu erhalten. Es ist wichtig, dass wir dieses Vertrauen honorieren und die Integrität unserer Produkte und Dienstleistungen wahren. Die folgenden Richtlinien sind offizielle Richtlinien und gelten, wenn Sie am Arbeitsplatz kommunizieren“, heißt es im Einführungsteil der neuen Richtlinien.

Alles, was nicht die Arbeit betrifft, ist irrelevant

Gleich im ersten Abschnitt geht es dann um Respekt untereinander. Dort heißt es: „Respektiere den Nutzer, (…), respektiert euch gegenseitig. Unsere Werte bestimmen, wie wir uns bezüglich unserer Mission verhalten. Wir müssen sie auch persönlich leben, um sie auch als Kollektiv zu vertreten.“

In den folgenden Abschnitten geht es dann auch direkt um die interne Kommunikation. „Unsere Hauptverantwortung ist es, die Arbeit zu erledigen, für die wir jeweils eingestellt wurden, und keine Arbeitszeit für hitzige Debatten über arbeitsferne Themen aufzuwenden“, steht in Abschnitt 2 der Richtlinien – eine relativ klare Ansage an alle Google-Mitarbeiter, ausufernde politische Debatten zumindest einzuschränken.

Update: Der Artikel wurde nochmal überarbeitet. In einer früheren Version des Textes war noch von einem „Maulkorb“ für die Mitarbeiter die Rede.

Zum Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Martin
Martin

Ich lese gerne Artikel auf eurer Seite … aber dieser ist einfach nur an den Haaren herbeigezogen und auch noch komplett aus dem Kontext gerissen. Laut der NYT (dort ist das Thema wesentlich besser aufgearbeitet) ging es um politische Diskussionen.

https://www.nytimes.com/2019/08/23/technology/google-culture-rules.html

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BWelzel
BWelzel

„Content-Fabrik-Richtline: t3n will clicks, egal zu welchem Preis!“

Oder anders gefragt: welche Drogen bekomme ich dafür, das ich bei t3n Überschriften auf Bildzeitungsniveau und Inhalte aus dem Reich der Fantasie produziere?

Lieber Brian, vielleicht einfach mal selbst die Community Guidelines LESEN, intellektuell verarbeiten und dann erst kritisch hinterfragen, statt sich einen Pseudo-Skandal aus den Fingern zu saugen.

Und ähnliche Guidelines hat nahezu _jedes_ Unternehmen, einfach weil es Regeln benötigt, wenn viele Menschen auf engen Raum miteinander interagieren.

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Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Tja, schon meine Oma wusste dass man über alles sprechen (im Sinne von: sich vernünftig unterhalten) kann – außer über Religion und Politik.^^

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