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Neuartige mobile Schutzmauer soll vor Tsunamis schützen und dabei Strom erzeugen

Japanische Wissenschaftler:innen versuchen, das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden. Sie planen eine Schutzmauer für Tsunamis, die sich selbst ausfährt und nebenher Energie erzeugt. So soll es funktionieren.

2 Min.
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Um Häfen vor schweren Fluten wie auf diesem Symbolfoto zu schützen, arbeiten japanische Wissenschaftler:innen an mobilen Dämmen, die auch Strom erzuegen können. (Foto: Colin Ward / Shutterstock)

„Japans Häfen liegen in Gebieten mit einem hohen Risiko für Küstenkatastrophen”, schreiben japanische Wissenschaftler:innen des Tokyo Institute of Technology am Anfang einer Studie (aus dem Japanischen übersetzt). Durch Erdbeben ausgelöste Tsunamis oder Taifune bedrohen die Küstengebiete. Um sie zu schützen, gibt es in den Städten Minamiawaji und Ofunato bereits auf den Meeresboden installierte, ausfahrbare Dammmauern.

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Der Vorteil: Durch die Technik werden weder Seefahrt, noch Natur oder der Ausblick auf die See gestört. Nachteile gibt es aber auch. So sei Strom von Nöten, um die Mauer wieder abzusenken. Fällt der während oder nach einer Katastrophe aus, müssen die Schiffe in den Häfen bleiben. Hier kommt ein praktischer Lösungsansatz ins Spiel.

Mobile Mauer erzeugt Strom

So planen die Forscher:innen die Installation eines beweglichen Dammes, der sich selbst mit Strom versorgen kann. Der könnte vor allem in großen Häfen mit breiter Einfahrt zum Tragen kommen. Denn hier reicht ein einzelnes Element als Schutzmauer nicht aus. Stattdessen müssen mehrere der mobilen Dämme nebeneinander platziert werden.

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Damit diese sich nicht gegenseitig beim Ein- und Ausfahren beschädigen, braucht es einen gewissen Freiraum zwischen den Elementen. Diese Lücke wollen die Wissenschaftler:innen nutzen, um kleine Turbinen zur Stromerzeugung unterzubringen. Dadurch sollen sie die Winden antreiben, die die Dämme ein- und ausfahren lassen.

Der Vorteil: Derartige Lösungen könnten auch das Hinterland mit Strom versorgen. Je nach Lage und Gezeitenunterschied sei es möglich, dass die Turbinen mehr als 1.000 Kilowattstunden zusätzlichen Strom erzeugen – wenn es zu einer Springtide (oder Springflut) kommt. Bei einer Nipptide sind jedoch nur maximal 500 Kilowattstunden möglich.

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Nicht überall einsetzbar

Die Mauer müsste außerdem ausgefahren sein, um den Strom zu generieren. Die Wissenschaftler:innen stellen sich deswegen einen Einsatz über Nacht vor. Es bleibt nicht das einzige Hindernis. Laut der Studie ist die Lösung nur für 23 von 56 japanischen Häfen geeignet. Nur sie böten das Potenzial für die ausreichende Stromerzeugung. 20 dieser 23 Häfen waren aber in der Vergangenheit vom Nankai-Trog-Erdbeben betroffen und liegen in Tsunamigebieten.

Bevor die erste stromerzeugende Mauer aber in Betrieb genommen werden kann, müssen die Wissenschaftler:innen zunächst eine Reihe technischer Probleme lösen und die Funktionen bei Demonstrationstests klären.

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