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Model 3 treibt Aktie: Tesla ist jetzt fast so viel wert wie GM und Ford zusammen

Tesla-Chef Elon Musk beim „Goldenen Lenkrad“ der Autobild in Berlin. Dort ließ Musk die Bombe platzen: Die Gigafactory 4 entsteht bei Berlin. (Foto: dpa)

Nach dem Erreichen der Ziele für 2019 und der Auslieferung erster Model 3 aus der Gigafactory in China ist die Tesla-Aktie im Höhenrausch – und Tesla so viel wert wie GM und Ford zusammen.

Im vergangenen Jahr ging es für den Elektroauto-Pionier Tesla in Sachen Börsen-Performance auf und ab. Im Sommer war die Tesla-Aktie kurzzeitig unter die Marke von 180 US-Dollar gerutscht. In den vergangenen Monaten ging es jedoch deutlich nach oben. Nachdem Tesla etwas überraschend doch noch knapp das 2019er-Ziel von 360.000 bis 400.000 ausgelieferten Elektroautos erreicht hat, gab es schon einen Freudensprung. Am Dienstag legte die Aktie dann noch einmal deutlich zu und ging mit knapp 470 Dollar aus dem Handel.

Tesla an der Börse 84,5 Milliarden Dollar wert

Das bedeutet nicht nur einen neuen Rekordwert, sondern auch, dass sich die Marktkapitalisierung von Tesla auf gut 84,5 Milliarden Dollar beläuft. Damit ist der Elektroauto-Hersteller fast so viel wert wie die Traditionsautobauer GM und Ford zusammen. Bis zum Erreichen dieser Marke fehlen Tesla nur noch zwei Milliarden Dollar, wie CNBC berichtet. GM ist demnach aktuell rund 50 Milliarden Dollar wert. Ford kommt auf eine Marktkapitalisierung rund 36,5 Milliarden Dollar.

Allerdings entspricht die Marktkapitalisierung nicht dem tatsächlichen Wert eines Konzerns, sondern dem Wert der an der Börse gehandelten Werte. Unter Berücksichtigung von Eigenkapital, Fremdkapital und Barmitteln übertreffen die Traditionskonzerne Tesla noch deutlich. Laut dem Finanzdatenanbieter Factset wäre Ford insgesamt 154 Milliarden Dollar wert, GM rund 132 Milliarden Dollar. Teslas Bewertung beläuft sich demnach auf rund 92 Milliarden Dollar.

Tesla-Konkurrenz mit Problemen in China

Allerdings könnte Tesla in den kommenden Monaten weiter aufholen. Denn während es für den Elektroautobauer in China derzeit gut läuft, kämpfen viele andere westliche Autokonzerne aktuell mit Problemen in China. GM etwa erwartet einen weiteren Rückgang der Marktentwicklung. Schon für 2019 verbuchte der Konzern bei den Verkäufen dort ein Minus im zweistelligen Bereich. Für Ford erwarten Analysten ebenfalls Rückgänge bei den Verkaufszahlen in China. Nicht zuletzt der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China drückt zudem auf die Aussichten.

Für Tesla scheint es derzeit dagegen gut zu laufen. Tesla-Chef Elon Musk hatte am Dienstag im Rahmen eines Events die ersten Model 3 aus der neuen Gigafactory in China an die Kunden übergeben. Die ersten Elektroautos waren dort Ende Dezember vom Band gelaufen. Aktuell werden dort laut Tesla mehr als 1.000 Fahrzeuge pro Woche gebaut. Diese Zahl soll ab 2021 verdoppelt werden. Tesla will zudem sein China-Geschäft in den kommenden Jahren weiter ausbauen. In Brandenburg will Tesla ebenfalls eine Gigafactory errichten.

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