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Jeder zehnte junge Arbeitnehmer kündigt, weil ihm das Büro nicht gefällt

Jungen Arbeitnehmern ist ein modernes Büro sehr wichtig. (Foto: Shutterstock-YAKOBCHUK VIACHESLAV)

Zwar verbringen Arbeitnehmer sehr viel Zeit im Büro, jedoch gefällt es ihnen dort oftmals gar nicht. Und das liegt vor allem auch an der Gestaltung des Arbeitsplatzes.

Was früher einmal das Dienstauto war, ist heute wohl der Arbeitsplatz. Den Rückschluss lässt zumindest eine neue Umfrage des Coworking-Anbieters Mindspace zu. Fast jeder siebte Deutsche (13 Prozent) und sogar jeder fünfte Millennial (18,4 Prozent) hat schon einmal einen potenziellen neuen Job aufgrund des schlechten Büro-Designs oder der -Ausstattung abgelehnt. Für jeden Zehnten (10,8 Prozent) aus der Generation Y war das Büro-Design sogar schon einmal ein Kündigungsgrund. Während der Suche nach einem neuen Job ist der Standort des Arbeitsplatzes und die Nähe zu Restaurants und Geschäften für jeden siebten Millennial (14 Prozent) wichtig. Das Büro, so scheint es, wird somit allmählich auch zu einem Lifestyle-Faktor.

Das Büro als Lifestyle-Faktor, Wohlfühloase und Ideenschmiede

Facebook-Büro in New York: Der Arbeitsplatz als Ort der Begegnung. (Foto: Peter Foley/Wall Street Journal)

„Arbeitgeber müssen erkennen, wie wichtig ein schönes und modernes Büro für das Arbeitsklima, die Produktivität und die Mitarbeiterbindung ist“, so Bastian Bauer, General Manager Germany bei Mindspace. „Vor allem mit Blick auf die Millennials, die hinsichtlich des Fachkräftemangels und des ‚War of Talents‘ eine entscheidende Rolle spielen, müssen Arbeitgeber mehr Wert auf ein ästhetisches Büro und eine kollaborative Arbeitsumgebung legen.“ Oftmals fehle es im schon an den Basics. So hat nur jeder Dritte (30,9 Prozent) überhaupt einen Laptop, mit dem er ortsunabhängig arbeiten kann. Home-Office ist somit für 70 Prozent der Befragten schon mal überhaupt gar kein Thema. Für viele junge Arbeitnehmer ein riesiges Manko.

„Arbeitgeber müssen erkennen, wie wichtig ein modernes Büro für die Mitarbeiterbindung ist.“

Ein wichtiger Faktor ist auch der Austausch im Team, um neue Ideen zu generieren und den Horizont zu erweitern. Unternehmen sind deshalb gut beraten, Orte der Begegnung einzurichten. Die Teeküche mit Sitzbänken gehört da fast schon zum Standard. Das ein oder andere Büro wartet mit einladenden Dachterrassen auf. Oder mit Räumen, in denen Mitarbeiter sich sportlich betätigen können – etwa beim Tischtennis. Fast jeder Zehnte (9,7 Prozent) stimmt allerdings zu, dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes überhaupt nicht dazu ermutigen würde, sich mit Kollegen auszutauschen. Arbeitgeber lassen da viel Potenzial ungenutzt, um ein loyales Team-Gefüge aufzubauen.

Neben zwischenmenschlichen Faktoren wirkt sich das Büro aber auch auf das Wohlbefinden jedes einzelnen Mitarbeiters aus. Bei den Millennials leider oftmals negativ, wie die Umfrage ergab. Fast jeder siebte 18- bis 34-Jährige (14 Prozent) fühlt sich durch die Arbeitsumgebung gestresst. Sogar jeder Vierte (24,9 Prozent) in dieser Altersgruppe findet das Design, die Gestaltung und den Komfort des Büros ermüdend. In der Altersgruppe der über 45-Jährigen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Nur jeder Fünfte (20 Prozent) der Befragten fühlt sich durch die Arbeitsumgebung inspiriert. Vor allem wer in kreativen Berufen arbeitet, wird in wenig aktivierenden Umfeldern kaum neue Impulse entwickeln können.

Büros, in denen die Arbeit Spaß macht
Das Office von 22squared.

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Übrigens, dass Kreativität bestimmte Rahmenbedingungen braucht, weiß auch die Arbeitsplatzforscherin Beatriz Arantes. Sie erklärt im t3n-Interview, wie Originalität funktioniert und was sie unbedingt benötigt. Lies auch: „Kreativität kann nur entstehen, wenn Menschen etwas zugetraut wird“

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Eine Reaktion
Christian

Ist die Studie von Mindspace denn offen zugänglich und wenn ja wo?

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