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N26 kündigt in den USA jedem 10. Mitarbeiter

Valentin Stalf, Gründer von N26, in den Geschäftsräumen der Bank. (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Die Digitalbank N26 hat in den USA zehn Prozent der Mitarbeiter gekündigt. Es ist das wohl erste Mal, dass das Banking-Startup einen solchen Schritt geht – und gerade angesichts des investierten Geldes unverständlich.

Zieht sich die Expansion von N26 in die USA doch länger hin und verläuft nicht wie geplant? Das zumindest lässt ein Schritt vermuten, den das Unternehmen jetzt in den USA vollzogen hat. Neun der 90 Mitarbeiter, also immerhin jeder Zehnte, müssen laut einem exklusiven Bericht von FinanceFwd gehen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte das gegenüber dem Medium.

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In Europa hat N26 Kurzarbeit beantragt und verzichtet aktuell weitgehend auf Neueinstellungen, heißt es. Doch der Schritt in den USA wirft einige Fragen auf: Läuft das US-Geschäft weniger rund als erwartet? Leidet das Unternehmen trotz der erst vor wenigen Tagen gemeldeten neu eingesammelten 92 Millionen Euro an knappen Ressourcen? Oder anders gefragt: Wie passen die beiden Schritte zusammen? Schon vergangene Woche hatte Finanz-Szene.de analysiert, dass auch das Berliner Vorzeige-Fintech nur mit Wasser kocht und die Zeichen eher auf Konsolidierung stehen könnten.

Läuft das N26-Geschäft in den USA wie erwartet?

Infolge der Entlassungen der Funktionen, die laut FinanceFwd in Europa in Kurzarbeit geschickt wurden, müssen die europäischen Partner nun einiges aus der Berliner Zentrale erledigen – namentlich wird hier das Recruiting genannt. Wie man allerdings gerade Personalangelegenheiten aus der Ferne regeln will, bleibt offen.

Doch da ist noch mehr: Die USA sind – anders als beispielsweise der britische Markt, von dem sich das Unternehmen im Kontext des vollzogenen Brexit vor einigen Wochen verabschiedet hat – ein Markt, der regelrecht funktionieren muss, will man seinen Stellenwert als weltweit erfolgreiches Vorzeige-Startup behalten. 250.000 Kunden vermeldete das Unternehmen Anfang des Jahres im US-Markt. Das lässt vorsichtig gesprochen noch reichlich Luft nach oben und ist definitiv weniger, als Fintech-Experten (auch aus dem Unternehmen selbst) im Vorfeld erwartet haben dürften. Wie es nach dem kürzlichen Abgang einer Führungskraft, die unter anderem das Brasilien-Geschäft launchen sollte, dort aussieht, ist ebenfalls offen.

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