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Eine neue Ära für Joomla: So gut ist die neue Benutzer- und Rechteverwaltung

Lange Zeit galt das Benutzer-Management von Joomla als Achillesverse des CMS. Vermeintlich einfache Szenarien konnten nur umständlich mit gesonderten Erweiterungen aufgebaut werden. Einem Kunden einen Download zur Verfügung zu stellen, den nur er zu Gesicht bekommt, war mit Bordmitteln beispielsweise unmöglich. Mit der neuen Version 1.6 hat das ein Ende. Dieser Beitrag zeigt, warum es sich lohnt, einen Blick darauf zu werfen.

Eine neue Ära

Mit dem Erscheinungstermin von Joomla 1.6 am 10. Januar kam das System mit hunderten neuen Funktionen. Neben der Möglichkeit, verschachtelte Kategorien für die Beiträge anzulegen, gilt die neue Benutzerverwaltung als Kernerneuerung. Die Zugriffskontrolle (engl. ACL = Access Controll Lists) zur Anzeige und Bearbeitung von Inhalten ist nun fein einstellbar und Benutzer lassen sich komfortabel in eigene Gruppen konfigurieren. Die Zwangseinteilung der Zugriffsebene in „öffentlich“, „registiert“ und „spezial“ ist aufgebrochen und kann jetzt beliebig erweitert werden. Szenarien, wie eingangs erwähnt, sind mit etwas Einarbeitung leicht realisiert.

Die „gute“ alte Zeit?

Benutzermenü unter Joomla! 1.5
Benutzermenü unter Joomla! 1.5

Im Backend von Joomla fand admin - so hieß zwangsweise der erste angelegte User in 1.5 - die Benutzerverwaltung unter dem Punkt Site > Benutzer. Dort erschien ihm eine Liste aller im System angelegten User mit der Option, sie zu bearbeiten oder neue anzulegen. Sieben Benutzergruppen standen ihm dabei zur Verfügung. Jede Gruppe hatte ihre eigenen Rechte. Eigene Gruppen mit eigenen Rechten konnte admin nicht erstellen. War ihm die Einteilung der Gruppen nicht genung, musste er in den sauren Apfel beißen und umfangreiche Erweiterungen nachinstallieren. Das bedeutete weitere Einarbeitungszeit.

Das ist neu

Benutzermenü unter Joomla! 1.6
Benutzermenü unter Joomla! 1.6

Während der Installation von Joomla! 1.6 darf der Administrator nun seinen Namen frei wählen. Er heißt jetzt nicht mehr admin sondern vielleicht Klaus. Loggt Klaus sich mit Passwort im Backend ein, so steht ihm die Benutzerverwaltung als eigener Punkt zur Verfügung. Unter Benutzer findet er die Liste wie gewohnt aus 1.5. Hinzugekommen sind die beiden Punkte Benutzergruppen und Zugriffsebenen. Und ein weiterer Punkt, der in 1.5 noch unter Werkzeuge zu finden war, steht dem Klaus ebenfalls zur Verfügung: Massenmail. Darunter ist es ihm möglich, allen Benutzern einer Gruppe eine Nachricht zu senden. Massenmail dient als interner Newsletter.

Ein neuer Benutzer wird angelegt.
Ein neuer Benutzer in Joomla wird angelegt.

Will Klaus einen neuen Benutzer anlegen, bleibt es zurerst wie gehabt: Es werden Name, Benutzername, Passwort und E-Mail-Adresse des neuen Mitglieds abgefragt. Zudem kann eingestellt werden, ob ihm System-E-Mails zugestellt werden sollen oder ob der Account gesperrt wird. Der neue User wird danach einer Gruppe zugeordnet. Klaus kann dabei auf vorangelegte Gruppen zurückgreifen, die sich an der Vorgängerversion anlehnen.

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4 Reaktionen
Arne

Hallo Alexander,

sorry, da hab ich wohl genau diesen einen Satz mit den Zugriffsebenen überlesen. Das scheint das zu sein, was ich meinte.

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Alexander Schmidt

@Arne: Was meinst Du mit „Bereich eines Seitenbaums“? Mit selbst erstellten Zugriffsebenen (im Zusammenhang mit Gruppen und Benutzer) kann man jetzt explizit eine Seite, ein Modul, ein Menüpunkt etc. für eine einzige Person, Gruppe oder Ebene freigeben. Du kannst damit ganz eigene Bereiche schaffen, so wie auf Seite 2 beschrieben.

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Arne

Ist ja schön, dass Joomla nun auch im Jahre 2000 ankommt mit der Benutzerverwaltung, aber das ist doch mehr eine Bereinigung als ein "ausgeklügelte Usermanagement". Für den Anspruch den Joomla stellt braucht es nicht mehr als diese Basis-Verwaltung, klar, aber unter "ausgeklügelt" würde ich mir zumindest eine rudimentäre Implementation von Access Control Lists oder so vorstellen. Einfach global für alle Inhalte "darf schreiben" festzulegen lässt viele es schon deshalb nicht benutzen, weil Benutzer so nicht auf Bereiche des Seitenbaums beschränkt werden können. Nur so als Beispiel.

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Akif Sahin

Meine Erfahrung mit Joomla ist, dass es weiterhin einfach viel zu kompliziert ist, um eine breite Verbreitung erfahren zu können. Die Usability ist aber nur ein Faktor für dieses CMS.

Ich kenne massen von Präsenzen die mit Joomla liefen und ständig gehackt wurden. Es war zwischenzeitlich so, dass es fast jede Woche eine neue Version gab, die Fehler beseitigen sollte. Anscheinend tun sich die Leute auch mit dem Update sehr schwer...

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