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Dank neuer Methode: James-Webb-Teleskop könnte bald Leben fremden Planeten nachweisen

Forscher haben eine Technik entwickelt, um Leben auf fernen Planeten zu entdecken. Sie ist mit dem James-Webb-Teleskop kompatibel – und könnte schon bald die Geheimnisse außerirdischen Lebens lüften.

2 Min. Lesezeit
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Findet James Webb bald Leben im All? (Bild: Dima Zel / Shutterstock)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Technik entwickelt, die es ermöglicht, Leben auf anderen Planeten nachzuweisen. Das Besondere an dieser Methode ist, dass sie mit der aktuellen Technologie, wie dem James-Webb-Space-Telescope (JWST), kompatibel ist und somit in den kommenden Jahren angewendet werden könnte.

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Die Forscher konzentrieren sich dabei auf die Analyse der Atmosphäre von Planeten, insbesondere auf das Vorhandensein oder Fehlen von Kohlenstoffdioxid. Ein signifikant geringerer Kohlenstoffdioxidgehalt im Vergleich zu benachbarten Planeten könnte auf große Ozeane hindeuten.

Julien de Wit, Assistenzprofessor für Planetenwissenschaften am MIT, betont in einem Blogpost die Bedeutung dieser Entdeckung: „Der Heilige Gral in der Exoplanetenwissenschaft ist die Suche nach bewohnbaren Welten und der Existenz von Leben. Alle bisher diskutierten Merkmale waren außerhalb der Reichweite der neuesten Observatorien. Jetzt haben wir eine Methode, um herauszufinden, ob es flüssiges Wasser auf einem anderen Planeten gibt, etwas, das wir in den nächsten Jahren erreichen können.“

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Die Erde hat wenig Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre

Die Forscher des MIT haben ihre Theorie durch die Untersuchung unseres eigenen Sonnensystems entwickelt, insbesondere durch den Vergleich der Planeten Venus, Mars und Erde. Alle drei sind felsige Planeten in der gemäßigten Zone unserer Sonne, doch ein auffälliger Unterschied ist der deutlich geringere Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre der Erde im Vergleich zu Venus und Mars.

Die Wissenschaftler führen das auf die Existenz der Ozeane auf der Erde zurück, die über Milliarden von Jahren große Mengen an Kohlenstoffdioxid aufnehmen. Diese Prozesse tragen wesentlich zur Klimaregulierung bei und erhalten die Bewohnbarkeit unseres Planeten.

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Sollte dieses Merkmal also auf anderen Planeten entdeckt werden, könnte das ein Hinweis auf große Ozeane sein.

Nächster Schritt: Leben

Obwohl das Vorhandensein eines Ozeans und eines milden Klimas auf einem Planeten vielversprechende Anzeichen für Leben sind, bedeuten sie noch nicht zwangsläufig, dass dort tatsächlich Leben existiert.

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Die Forscher haben jedoch einen Ansatz entwickelt, um auch das herauszufinden. Ihr Schlüssel liegt in der Untersuchung von Ozon in der Atmosphäre. Ozon wird von Lebewesen produziert und ist einfacher zu entdecken als Sauerstoff, ein weiteres potenzielles Zeichen für Leben.

Amaury Triaud von der University of Birmingham im Vereinigten Königreich erklärt: „Wenn wir Ozon sehen, sind die Chancen ziemlich hoch, dass es mit Kohlendioxid verbunden ist, das von Leben verbraucht wird. Und wenn es Leben ist, dann ist es herrliches Leben. Es wären nicht nur ein paar Bakterien. Es wäre eine planetarische Biomasse, die in der Lage ist, eine riesige Menge an Kohlenstoff zu verarbeiten und damit zu interagieren.“

Die Erkenntnisse wurden von den MIT-Forschern in einer Studie zusammengefasst, die im Journal Nature Astronomy veröffentlicht wurde.

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