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James-Webb-Teleskop präsentiert spektakuläres Bild von den Ringen des Uranus

Das James-Webb-Teleskop hat bereits in der Vergangenheit spektakuläre Bilder geliefert. Nun zeigt das scharfe Auge im Weltall etwas, das extrem schwierig auf Foto zu bannen ist: die Ringe und die saisonalen Polkappen des Uranus.

Von Stefica Budimir Bekan
2 Min.
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Das James-Webb-Teleskop liefert ungeahnte Einblicke in die Tiefen des Weltalls. (Foto: Vadim Sadovski / Shutterstock)

Ein Tag auf Uranus dauert etwa 17 Stunden. Der Planet rotiert also relativ schnell um seine eigene Achse. Das macht es extrem schwierig, ein einfaches Bild des gesamten Planeten aufzunehmen. Stürme und andere atmosphärische Merkmale sowie die Monde des Planeten bewegen sich sichtbar innerhalb von wenigen Minuten.

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Dem James-Webb-Teleskop ist es dennoch bereits Anfang des Jahres Zeit gelungen, 11 der 13 Ringe des Uranus sichtbar zu machen – ebenso wie Wolken in einem der vielen Stürme des Eisriesen.

Aufnahme des Weltraumteleskops zeigt Ringe und Monde des Uranus

Nun präsentiert das Weltraumteleskop erneut eine faszinierende Aufnahme des Planeten, der den Wissenschaftler:innen immer noch jede Menge Rätsel aufgibt. Darauf zu sehen sind die schwachen inneren und äußeren Ringe des Uranus, einschließlich des schwer fassbaren Zeta-Rings, sowie 14 seiner 27 Monde. Es sind sogar einige kleine Monde innerhalb der Ringe zu erkennen.

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Außerdem ist es James Webb gelungen, die Stürme des Uranus und andere atmosphärische Merkmale, einschließlich der saisonalen Polarkappen, zu erfassen. Bei der Aufnahme handelt es sich um eine Erweiterung der zweifarbigen Ausgabe, die im April dieses Jahres veröffentlicht wurde. Der Unterschied: Dank zusätzlicher Wellenlängenabdeckung bietet das Bild einen detaillierteren Blick auf den Planeten.

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Polkappe des Planeten enthüllt

In sichtbaren Wellenlängen, wie man sie vom Voyager 2 aus den 1980er-Jahren kennt, erschien Uranus als ruhige, feste blaue Kugel. Durch die Infrarotwellenlängen des James-Webb-Teleskops wird die dynamische Eiswelt des Planeten mit aufregenden atmosphärischen Merkmalen enthüllt.

Eines der spektakulärsten ist ohne Zweifel die saisonale Nordpolarkappe des Planeten, die prominenter scheint, wenn der Pol des Uranus zur Sonne zeigt und mehr Sonnenlicht erhält. Astronom:innen erwarten deshalb laut Nasa bereits mit Spannung die nächste Sonnenwende im Jahr 2028, da sie weitere Erkenntnisse in der Beobachtung dieser Polkappen liefern könnte.

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Dieses Bild zeigt auch 14 der 27 Monde des Planeten: Oberon, Titania, Umbriel, Juliet, Perdita, Rosalind, Puck, Belinda, Desdemona, Cressida, Ariel, Miranda, Bianca und Portia

Dieses Bild zeigt auch 14 der 27 Monde des Planeten: Oberon, Titania, Umbriel, Juliet, Perdita, Rosalind, Puck, Belinda, Desdemona, Cressida, Ariel, Miranda, Bianca und Portia. (Bild: Nasa, Esa, CSA, STScI)

Im Vergleich zur früheren Aufnahme sind einige Details der Polkappe in den aktuelleren Bildern leichter zu erkennen. Dazu gehören die helle, weiße innere Kappe und die dunkle Bahn am unteren Rand der Polkappe. In der Nähe der südlichen Grenze der Polkappe sind außerdem mehrere helle Stürme zu sehen.

Der „schiefste“ Planet unseres Sonnensystems

Uranus stellt die Wissenschaftler:innen seit jeher vor große Rätsel, da er im Vergleich zu anderen Planeten völlig aus der Reihe tanzt. Er umrundet die Sonne beispielsweise auf der Seite liegend: Das heißt, dass seine Rotationsachse um 98 Grad verdreht ist und er deshalb die extremsten Jahreszeiten im Sonnensystem hat.

Das bedeutet auch, dass fast ein Viertel eines jeden Uranus-Jahres die Sonne über einem Pol scheint und die andere Hälfte des Planeten in einen dunklen, 21 Jahre langen Winter stürzt. Wie die Nasa aufgrund von alten Daten kürzlich feststellte, scheinen 4 der 27 Monde des Eisriesen außerdem Wasser zu beherbergen.

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Die neue James-Webb-Aufnahme mit ihren ungewöhnlich klaren Details könnte den Astronom:innen nun etwas mehr Klarheit über den Planeten bringen.

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