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Nobelpreisträger warnt vor den Auswirkungen von KI auf die Kreativbranche

Michael Spence meint, KI könnte unsere Arbeitswelt drastisch verändern. Qualifikationen, die jetzt gefragt sind, könnten in Zukunft nicht mehr nötig sein. Bis dahin wird die Transformation allerdings träge vonstattengehen.

2 Min.
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KI könnte zum Beispiel in der Medizin helfen. (Foto: Shutterstock / Andrey_Popov)

Michael Spence, Ökonomie-Nobelpreisträger und ehemaliger Dekan der Stanford Graduate School of Business, warnt vor den Auswirkungen von KI auf die Kreativbranche und erwartet größere Veränderungen im Arbeitsmarkt. „Wir können davon ausgehen, dass ChatGPT eine Herausforderung darstellen wird für alle, die Inhalte kreieren. Ich denke dabei auch an Musik und Film“, sagte Spence in einem Interview mit dem Handelsblatt.

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Weiter sagte er, er mache sich am meisten Sorgen um Menschen, die kreativ arbeiten und Inhalte produzieren. Er könne sich vorstellen, dass in fünf oder zehn Jahren viele digitale Inhalte von ChatGPT und den Nachfolgeprogrammen verfasst werden.

Regulatorische Anpassungen sollen dem entgegenwirken

Laut Spence wird es regulatorische und juristische Anpassungen brauchen, um ChatGPT und anderen KI-Helfern entgegenzuwirken. Die sollen Erstellern von Inhalten helfen. Das könnte zum Beispiel geschehen, wenn offengelegt werden muss, welche Texte mithilfe der KI erstellt wurden.

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KI könnte in der Medizin und Forschung helfen

Zwei sinnvolle Anwendungsfälle sieht Spence in der Medizin und Forschung. „Programme könnten dabei helfen, die Visite im Krankenhaus zu protokollieren. Das würde Ärzten rund ein Drittel ihrer Zeit einsparen, und ich glaube, es hätte niemand was dagegen“, sagt er.

Weiter könnten KI-Programme im Biotech-Bereich helfen, wichtige Studien herauszusuchen. Das könnte Medizinern helfen, die immer auf dem neuesten Stand bleiben müssen. So hätten sie mehr Zeit für andere Dinge.

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KI ist keine Bedrohung für den Arbeitsmarkt

Auf die Frage, ob Jobs in Zukunft durch KI ersetzt werden, sagte Spence, er mache sich hier keine Sorgen. Ausgeschlossen sei es nicht, aber kein ernsthaftes Problem. „Im Moment haben wir es ja eher mit Arbeitermangel zu tun. Und es gibt viele Branchen, in denen die Menschen nicht mehr arbeiten wollen, weil die Arbeit zu langweilig ist oder gefährlich oder zu stressig – oder alles zusammen“, so Spence.

Außerdem müsse sich noch zeigen, ob die KI in Bereiche, in denen Löhne und Produktivität niedrig sind, vordringen kann. So könnten insgesamt Einkommen angehoben und die Einkommensungleichheit verringert werden.

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Veränderungen brauchen Zeit

Abschließend sagte Spence, dass große Veränderungen und Transformationen immer Zeit brauchen. Der Weg dorthin sei momentan wichtiger als das Endergebnis. Am Ende werden sich allerdings Jobs verändern und es wird Menschen geben, deren Qualifikation nicht mehr benötigt wird.

Bildergalerie: KI malt unsere Headlines

Dall-E malt unsere Headlines Quelle: DALL·E
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