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Nur Selbstdarsteller machen im Homeoffice Karriere

Im Homeoffice fallen vor allem diejenigen auf, die dominant und laut auftreten. Führungskräfte müssen introvertierte Menschen deshalb anders ansprechen.

Von jonas-hille
1 Min. Lesezeit
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Introvertierte fallen im Homeoffice deutlich weniger auf als Extravertierte. (Foto: Shutterstock)

Eines vorweg: Introvertiertheit und Schüchternheit sind nicht dasselbe. Introvertierte sind nicht unbedingt schüchtern, sondern eher leise, sensibel und beobachtend. Auf der anderen Seite ist nicht jeder extravertierte Mensch ein lauter Schwätzer. Studien zeigen aber, dass Extravertierte herausstechen und beruflich häufig erfolgreicher sind als introvertierte Menschen. Das sagt auch Wirtschaftspsychologin Ingrid Gerstbach aus Wien: „Extravertierte tun sich leichter, Ideen zu präsentieren, aufzustehen, Präsentationen zu halten und sind deshalb eher in der hierarchischen Liga weiter oben“, bestätigt die Expertin. Im Homeoffice können sich Selbstdarsteller darum deutlich besser präsentieren.

Selbstdarsteller dominieren in Videokonferenzen

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Klappern gehört zum Geschäft: Wer gute Arbeit leistet, sollte das an passender Stelle auch zeigen. Für introvertierte Menschen ist das ein riesiges Problem – im Homeoffice umso mehr. Zwar haben Introvertierte hier mehr Zeit für sich und können sich in vertrauter Umgebung zurückziehen. Dennoch haben sie insbesondere in Videokonferenzen große Nachteile: Manege frei für extravertierte Selbstdarsteller. Hier zählt meist nicht die Arbeitsleistung, sondern der Redeanteil im Meeting.

Homeoffice ist nicht das „New Normal“

Klar, die Coronakrise hat die Arbeitswelt verändert und auch verbessert. Viele Dienstreisen können Videokonferenzen und viele Meetings können E-Mails sein. Trotzdem sollte das Homeoffice nach der Pandemie nicht der Standard werden. Denn das benachteiligt vor allem die Menschen, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern, dies aber nicht so oft nach außen repräsentieren. Nicht jeder Mensch nutzt die Videokonferenz mit 20 Leuten als Showbühne für die eigene Selbstherrlichkeit.

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Ein Unternehmen braucht immer beide Persönlichkeitstypen: Die Macher und die Beobachtenden. Exravertierte hatten es schon vor der Coronakrise leichter Karriere zu machen. Nun erwarten einige, dass das Homeoffice nach der Krise zum „New Normal” wird. Das sollten Unternehmen und Führungskräfte im Sinne der Introvertierten verhindern.

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Dein t3n-Team

Peter Kiefer

Bin selbst introvertiert und Führungskraft und stimme dem Artikel voll zu. Aber es fehlt leider der Part, der die Möglichkeiten aufzeigt wie man dies umsetzen kann : „Führungskräfte müssen introvertierte Menschen deshalb anders ansprechen.“
Das HO wird nicht das neue Normal für alle werden, aber es wird ganz sicher viel mehr Platz einnehmen.

Antworten
Ned Flanders

Das „im Homeoffice“ könnt ihr streichen -> nur Selbstdarsteller machen Karriere

Antworten
Andreas

Inwiefern macht Homeoffice da irgendeinen Unterschied?
Der größte Schwätzer, der am freundlichsten zum Boss ist macht – unabhängig von der Arbeitsleistung – Karriere. Das Prinzips ist sicherlich so alt wie die Menschheit.

Ich vermute eher, das – zumindest manche – eher Introvertierte eher aufblühen oder eher gesehen werden, da sich nicht vor einem Publikum performen müssen.

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