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Onlyfakes: So funktioniert das Geschäft mit gefälschten Ausweisdokumenten im Netz

Ausweisdokumente dienen auch bei Onlinebanking und Kryptohandel oft als Verifikation. Spezialisierte Plattformen nutzen jetzt KI, um solche Dokumente in kürzester Zeit zu fälschen.

1 Min. Lesezeit
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Kriminelle nutzen immer wieder gefälschte Ausweis­dokumente. Kommt dafür jetzt auch KI zum Einsatz? (Foto: Mega Pixel/Shutterstock)

Unter dem Namen Onlyfakes vertreiben Kriminelle eine nach eigenen Angaben KI-basierte Lösung zur Erstellung gefälschter US-Führerscheine. Das geht aus einer gemeinsamen Recherche des US-Mediums 404 Media und der investigativen Nachrichten­organisation Capitol Forum hervor.

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Im Rahmen ihrer Recherche konnten die beteiligten Journalist:innen nicht nur gefälschte Ausweisdokumente erwerben, sondern diese auch erfolgreich für die Account-Erstellung bei einer Kryptoplattform verwenden. Bei dieser Art der Verifikation müssen Nutzer:innen üblicherweise erst ihr Ausweisdokument und dann sich selbst fotografieren.

Gefälschter Ausweis und gefälschte Metadaten

Laut 404 Media erlaubt der Dienst auch die gezielte Anpassung von Metadaten. Darunter versteht man zusätzlich in der Bilddatei hinterlegte Informationen wie beispielsweise das für die Aufnahme genutzte Smartphone oder die genauen GPS-Koordinaten.

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Unklar ist derweil, ob die Seite wirklich KI für die Bildgenerierung einsetzt oder den Begriff nur aus Marketing-Zwecken verwendet. Zumal es weder einen Beweis dafür gibt, dass die Plattform wirklich KI-Bildgeneratoren einsetzt – noch eine technische Notwendigkeit dafür.

Klar ist indes, dass die Kriminellen eine äußerst niederschwellige Methode anbieten, um Ausweisdokumente zu fälschen. Die können dann wiederum dafür genutzt werden, um auf Banking- oder Kryptoplattformen Konten zu eröffnen, mit denen Geldwäsche oder andere illegale Tätigkeiten durchgeführt werden könnten.

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Mit Deepfakes kann Ausweis­verifikation auch andersherum ausgetrickst werden

Experimente von Cyber-Sicherheitsexpert:innen zeigen, wie sich Ausweis­verifikations­systeme mit etwas mehr Aufwand auch andersherum austricksen lassen. Statt wie in diesem Fall das eigene Foto auf einen gefälschten Ausweis mit ausgedachtem Namen zu übertragen, konnten Forscher:innen in der Vergangenheit bereits mithilfe von Deepfakes die Gesichter von Besitzer:innen echter Ausweisdokumente nachbauen.

Auf die Art konnten sie dann Konten erstellen, die auf die Namen echter Personen liefen. So können illegal erworbene Gelder hin- und hertransportiert werden, während ein etwaiger Verdacht auf unbeteiligte Dritte fällt.

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