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Parler-Hackerin nimmt sich Telegram-Gruppen zu QAnon vor

Die Hackerin, die Nutzerdaten der umstrittenen Twitter-Alternative Parler entwendet hat, kümmert sich nun um Telegram-Gruppen, die sie dem QAnon-Kosmos zurechnet.

1 Min. Lesezeit
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Telegram-Gruppen mit QAnon-Bezug gesucht. (Foto: Shutterstock).

Nach dem Ausfall des Kurznachrichtendienstes Parler suchen Nutzer nach Alternativen. Zumindest teilweise scheinen sie die in dem Messenger Telegram zu sehen, der sich bereits vielfach als Anlaufstelle für Menschen, deren Anliegen auf anderen Plattformen keine Heimat finden, erwiesen hat.

Donk_Enby sammelt Telegram-Gruppen aus dem QAnon-Umfeld

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Eine Hackerin, die auf Twitter unter dem Account Donk_Enby zu finden ist, war schon im Zuge der Parler-Abschaltung durch Amazon an – nach eigenen Angaben – 70 Terabyte Nutzerdaten gelangt und hatte diese öffentlich zugänglich gemacht. Dabei hatte sie Lücken im System ausgenutzt, die der Betreiber Parler selbst gerissen hatte.

Nun hat sie die von Parler zu Telegram gewechselten Nutzer ins Visier genommen und per Scraper öffentliche Invite-URL zu Telegram-Gruppen aus dem QAnon-Umfeld aggregiert. Das Feature mit den Invite-Links hat Telegram so umgesetzt, dass ein Klick auf den Link reicht, um der entsprechenden Gruppe beizutreten und am Gruppen-Chat teilzunehmen. Über 700.000 solcher Invite-Links hat Donk_Enby bereits gesammelt.

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Zugriff auf den Chatverlauf eröffnet verschiedene Möglichkeiten

Damit ist jeder, der den Link kennt, ruckzuck Teil der jeweiligen Gruppe und fortan in der Lage, den Chatverlauf zu lesen und mit entsprechenden technischen Skills auch zu kopieren und zu archivieren. Github-Nutzerin Alexis-Evelyn hat bereits eigens ein Script namens Telegram-Archiver dafür geschrieben.

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Der Gruppenzugriff erlaubt des Weiteren die Identifizierung der jeweiligen Gruppen-Admins, teils sogar mit Telefonnummer. Ebenso kann eine Identifikation der Gruppenmitglieder möglich sein. Donk_Enby äußert sich nur vage zum Sinn und Zweck der Aktion. Sicherlich könnten Strafverfolgungsbehörden Interesse an verschiedenen Inhalten haben. Das als Donk_Enbys Ziel zu bezeichnen, wäre allerdings Spekulation.

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2 Kommentare
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Hackmack

„Sicherlich könnten Strafverfolgungsbehörden Interesse an verschiedenen Inhalten haben.“ – Diese „Hackerin“ hat es also tatsächlich wieder geschafft öffentliche Informationen abzurufen und speichern!? Wenn das die Strafverfolgungsbehörden nicht können, wäre ich stark enttäuscht.

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Hackepeter

Was der genaue Sinn hinter der Liste sein soll, erschließt sich mir auch nicht, da dort alles vom iranischen Elektroniker-Chat bis hin zum Hotel-Kanal aus Usbekistan bei ist.

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