Patente zu generativer KI im weltweiten Vergleich: So schneidet Deutschland ab

Die UN-Organisation für geistiges Eigentum (Wipo) hat in einem Bericht veröffentlicht, welche Länder im Bereich generative KI am meisten Ehrgeiz an den Tag legen. Auf dem ersten Platz landet definitiv China, das zwischen 2014 und 2023 mehr als 38.000 KI-Patente angemeldet hat.
Das ist der Großteil der weltweit 54.000 KI-Patentanmeldungen und sechsmal mehr, als aus den USA kamen, die den zweiten Platz des Rankings belegen. Dort wurden im letzten Jahrzehnt 6.300 KI-Patente angemeldet.
In Europa liegt Großbritannien vorn
Die Plätze drei bis fünf gehen an Südkorea, Japan und Indien. Auf dem sechsten Platz folgt mit Großbritannien und 714 Patenten das erste europäische Land.
Dort gibt es gleich mehrere Unternehmen, die es unter die Top 20 der weltweit führenden Institutionen für wissenschaftliche Veröffentlichungen geschafft haben. Dazu gehören die Universitäten von Cambridge und Oxford sowie das Imperial College London und das University College London.
Mit 708 KI-Patentanmeldungen liegt Deutschland nur ganz knapp hinter Großbritannien. Dass Deutschland insgesamt aufholt, sieht man daran, dass die hiesigen Patentanmeldungen die britischen in den vergangenen Jahren überholt haben.
Die meisten davon kommen von Siemens. Der Konzern mit Hauptsitz in München belegt weltweit den 16. Platz und innerhalb Europas den ersten, was die Menge an Patentanmeldungen im Bereich generativer KI angeht.
2023 war das bisher produktivste Jahr
Als drittes europäisches Land ist Frankreich mit 305 Patentenanmeldungen gerade noch in den Top 10 der produktivsten Erfinderstandorte vertreten. Länderübergreifend hat die Wipo auch festgestellt, wie rasant die Entwicklung gerade in jüngster Zeit voranschreitet.
Die KI-Patentanmeldungen des vergangenen Jahres machen mehr als ein Viertel der Anmeldungen des vergangenen Jahrzehnts aus. „Generative KI hat sich als eine bahnbrechende Technologie herausgestellt, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir arbeiten, leben und spielen zu verändern“, fasste der Wipo-Generaldirektor Daren Tang die Ergebnisse zusammen.