Ratgeber

Produktiver arbeiten mit Workspace-Tools

(Grafik: Shutterstock)

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Wer viel mit cloud-basierten Apps im Browser arbeitet, wird irgendwann auf ein Problem stoßen: Die eigentlich produktiven und komfortablen Tools werden durch Tabs mit Katzenvideos und anderen Privatkram ergänzt. Um hier Ordnung und somit Fokus zu bewahren, gibt es Workspace-Tools, die die Cloud-Services unter ein Dach bringen.

Workspace-Tools kann man sich wie virtuelle Büros vorstellen, in denen man Collaboration-Apps, Filesharing, das Projektmanagement und Messenger integrieren kann. Die meisten der folgenden Tools bringen die Anbindung an eine Menge Dienste bereits mit, beispielsweise sämtliche von Google, Slack, Skype und viele mehr. Andere dagegen erlauben auch die Einbindung eigener Services. Denn im Grunde funktionieren Workspace-Tools wie geschlossene Browser-Container. Sie bringen eine Menge Komfort-Funktionen und Features mit und helfen euch dabei, euch auf euer Projekt, euer Startup oder das nächste große Ding zu fokussieren.

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Station

Das kostenlose Station bringt eine Menge Features mit und unterstützt zahlreiche Services. (Screenshot: t3n/Station)

Station wirbt ganz im Sinne des Ringgedichts aus Herr der Ringe damit, eine App zu sein, um sie zu knechten, alle zu finden, ins Dunkel zu treiben (Dark Mode) und ewig zu binden. Wie auch die anderen hier vorgestellten Apps erlaubt Station die Einbindung genau der Dienste, die ihr zum Arbeiten braucht. Nach der Installation schlägt euch Station die beliebtesten Dienste vor, zu denen die der G Suite gehören, also Gmail, Google Drive, Google Docs oder Hangouts, sowie Dropbox, Slack, Trello, Asana, GitHub und die gängigen Messenger. Jeder Service erscheint dann als Icon auf der linken Seite und muss jeweils einmalig mit eurem Passwort bestätigt werden. Also so, wie es im Browser auch funktioniert.

Station bietet hierbei eine sehr aufgeräumte Oberfläche im Material Design ohne wildes Geschnörkel und erlaubt die „Installation“ von mehr als 670 Cloud-Services. Von Collaboration- und Kommunikationstools bis zu CRM-Systemen oder Blog-Plattformen ist alles dabei, was cloud-basiert funktioniert. Zudem könnt ihr auch eigene URL einbinden und somit beispielsweise auch Dienste vom eigenen NAS mit Webserver laufen lassen, wenn ihr wollt.

Für die leicht Ablenkbaren hat das Workspace-Tool einen sogenannten „Focus Mode“, der auf Knopfdruck alle Benachrichtigungen ausschaltet und euch dann nicht mehr über eingehende Mails oder Nachrichten informiert. Sehr praktisch sind auch die „Boosted Apps“, die euch beispielsweise app-übergreifend nach Dateien suchen lassen. Was ebenfalls hilfreich ist, ist die Multi-Account-Funktion. Mit der könnt ihr euch etwa in mehreren Google-Accounts gleichzeitig anmelden, was im Browser nur mit einer Menge Tricks funktioniert.

Um das Problem der Unübersichtlichkeit von Cloud-Apps in Browser-Tabs zu lösen, fasst Station diese in einer Art Task-Manager zusammen. Das macht die Navigation zwischen den Apps tatsächlich sehr einfach. Der Hersteller wirbt zudem damit, Apps im Hintergrund automatisch „schlafen“ zu lassen, wenn sie eine bestimmte Zeit nicht genutzt werden, aber das machen Browser mittlerweile auch schon.

Wer Station ausprobieren will, kann sich die App hier für Windows, Mac oder Linux herunterladen. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern ist Station komplett kostenlos und zwar mit allen Features. Geld will das Unternehmen ab 2020 mit dem Support für Enterprises verdienen, Einzelpersonen dürfen die App weiter kostenlos nutzen.

Franz

Franz richtet sich an Unternehmen und Professionals. (Screenshot: t3n/Franz)

Das Workspace-Tool mit dem kernigen Namen Franz stammt aus Wien und macht im Grund das Gleiche wie Station: Es fasst Webdienste unter einem Hut zusammen, erlaubt den Login in mehrere Accounts eines Anbieters gleichzeitig und bringt eine aufgeräumte Oberfläche mit. Die Bibliothek der unterstützten Dienste ist jedoch deutlich kleiner und generell richtet sich Franz eher an Professionals und Unternehmen. In der kostenlosen Version lassen sich somit nur drei Dienste installieren und viele hilfreiche Features sind erst im Abomodell verfügbar.

In der Professional-Variante kostet Franz 5,99 Euro pro Monat und Nutzer, bietet dann aber die Möglichkeit, einzelne Workspaces innerhalb der App anzulegen. Das hat den Vorteil, dass ihr zum Beispiel für jeden Kunden einen Workspace mit genau den Apps anlegen könnt, die ihr in der Zusammenarbeit mit ihm nutzt. Das erhöht nochmal die Übersichtlichkeit und auch eine integrierte To-do-Liste am rechten Bildschirmrand ist nützlich, wenn man nicht eh schon einen externen Dienst oder ein Kanban-Board nutzt.

Die Integration eigener Dienste, die nicht von Haus aus von Franz unterstützt werden, ist ebenfalls erst im Professional-Paket verfügbar, dafür erhaltet ihr dann aber auch eine Team-Management-Funktion und dürft so viele cloud-basierte Services hinzufügen, wie ihr wollt. Die Enterprise-Version für 14,99 Euro pro Monat und Nutzer richtet sich dagegen eher an Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine maßgeschneiderte Version von Franz mit Firmenlogo und vorinstallierten Services sowie Active Directory oder LDAP anbieten wollen. Hier könnt ihr euch Franz ansehen und für Windows, Mac oder Linux herunterladen und hier findet ihr Infos zu den API, um eigene Dienste in Franz zu integrieren.

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2 Kommentare
Viki

Wir benützen „Franz“ bereits und sind sehr zufrieden damit. Wir sind der Meinung das die Produktivität tatsächlich erhöht ist, da man sich das hin und herspringen spart. Echt coole Idee!

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christian
christian

Habe in den letzten Wochen alle Tools ausprobiert und bin bei Station geblieben. Station ist das einzige Tool, welches die Nachrichten aus den diversen Applikationen (Whatsapp, Teams, etc) in einer Ansicht zusammenfasst.

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