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Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen: Wo das Phänomen kaum auftritt

Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sind auf Rekordniveau. Doch es gibt Unternehmen, in denen das selten bis gar nicht vorkommt – laut einem Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

2 Min.
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Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen auf Rekordniveau. (Foto: Jacob Lund-Shutterstock)

Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen nehmen seit Jahren stetig zu. Die Zahl ist im vergangenen Jahr auf 132 Millionen Tage gestiegen. Das waren sechs Millionen mehr als 2021, wie aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht. Die Diagnosen F00-F99 gehören inzwischen zu den am häufigsten attestierten Gründen für eine Arbeitsunfähigkeit.

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Wie ein Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, steht damit häufig auch eine dauerhaft hohe Arbeitsbelastung ohne Ausgleich im Zusammenhang. Sie führt zu Stress und einem gestörten Schlaf und damit schlussendlich auch zu psychischen Erkrankungen wie einem Burnout und damit verbunden häufig sogar Depressionen. Vorsicht ist geboten, wo die mentale Erschöpfung zum Dauerzustand wird.

Psychische Erkrankung: Hier gibt es weniger Fehlzeiten

Wie der AOK-Report weiter zeigt, gibt es Firmen, in denen es offenbar weniger Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen gibt. In der repräsentativen Umfrage, in der rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihre Beteiligung ein Stimmungsbild zeichnen sollten, zeigt sich eindeutig, dass Firmen, die von den Berufstätigen als besonders sozialverantwortlich beschrieben werden, weniger derartige Ausfälle aufweisen.

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Doch nicht nur das: Die Identifikation mit dem Unternehmen ist bei 95,6 Prozent hoch, wenn die Unternehmensführung sich durch soziale Verantwortung auszeichnet. Etwa 96,5 Prozent der Befragten fühlen sich glücklicher im Job, wenn ein Unternehmen soziale Stärke zeigt. 96,7 Prozent derjenigen, die den Arbeitgebenden sozialverantwortlich finden, bringen eigenen Angaben nach mehr Leistung.

Zu den wichtigen Aspekten einer gesundheitsbewussten Führungskultur gehört, dass es keine zeitliche, emotionale und finanzielle Ausbeutung von Arbeitnehmenden gibt. Es herrscht dort ein übergeordneter Fokus auf die Work-Life-Balance und die Einhaltung der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden. Außerdem wird aktiv gegen die Stigmatisierungen, die mit psychischen Erkrankungen einhergehen, vorgegangen.

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Kommentare (3)

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Cpt.OYZO

Und welche Unternehmen sind das jetzt? Welche Branche?
Vermutlich kann ich das „Im Internet“ nachlesen.

Gabriel D.

…die Studie ist im Artikel verlinkt, aber okay.
Hier lässt sich der Teil mit allen Analysen zu den Fehlzeiten auch ohne SpringerVS-Zugang abrufen:
https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/Dokumente/Publikationen_Produkte/Buchreihen/Fehlzeitenreport/wido_fzr2023_zeitenwende_krankheitsbed_fehlzeiten_2022.pdf

Man muss dazu sagen, dass es sich um das wissenschaftliche Institut der AOK handelt, wobei der mögliche Bias eigentlich ein dreifacher Win wäre (bessere Arbeitsbedingungen, weniger Ausfälle für AG, weniger Kosten für KraKa).

Peter

Am besten schneidet da die Schneeflöcken AG in Hoyersweda ab und in Kassel die Agentur HARTZ4

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