Tool-Tipp

Push-Notifications: Das kann Cleverpush

Push-Benachrichtigungen gibt es längst nicht mehr nur auf dem Handy. (Foto: Just Viral)

Viele Unternehmen nutzen sie und viele Nutzer sind genervt von ihnen: Push-Notifications. Wir bei t3n nutzen für unsere Marketingzwecke das Tool Cleverpush und wollen euch die Vor- und Nachteile aufzeigen. Unser Erfahrungsbericht bewertet den Support, die Tarife und weitere Punkte.

Push-Notifications kennen die meisten nur vom Smartphone – man bekommt praktische Pushs über aktuelle Mitteilungen und Nachrichten, ohne dass eine App dafür geöffnet sein muss. Das Ganze lässt sich für den Desktop fortführen. Wie die Push-Nachrichten aussehen, variiert je nach Plattform:

Push-Notification Vorschau Windows

Push-Notification bei Windows. (Screenshot: t3n)

Push-Notification Mac OS

Push-Notification auf macOS. (Screenshot: t3n)

Push-Notification Android

Push-Notification auf Android. (Screenshot: t3n)

Tarife

Das Tool Cleverpush bietet Unternehmen verschiedene Tarife, deren Details dem Screenshot zu entnehmen sind. Das Gratis-Angebot „Free“ reicht für bis zu 1.000 Abonnenten völlig aus, ist allerdings auf einen Kanal begrenzt und bietet nur First-Level-Support. Alle Tarife ermöglichen Echtzeit-Tracking, die Push-Ausspielung auf Mobile und Desktop, One-Click-Unsubscribe, sowie HTTP- undHTTPS Support. Zusätzlich dazu kann mit dem Basic-Angebot für 29 Euro/Monat und bis zu 2.500 Abonnenten gezielt targeten. Der Premium-Tarif für 59 Euro/Monat ermöglicht es, Push-Benachrichtigungen für bis zu drei Kanäle auszuspielen und bietet neben Second-Level-Support auch viele weitere nützliche Online-Marketing-Tools wie Geo-Targeting, A/B-Testing, Follow-up-Kampagnen, Feed-to-Push und Opt-in-Design-Split-Tests. Für Verlage und Agenturen gibt es zusätzlich den Enterprise-Tarif, der mit einer unbegrenzten Anzahl an Kanälen nutzbar ist und Third-Level-Support bietet. Zusätzlich kann der Versand der Benachrichtigungen in diesem Tarif priorisiert werden und es wird eine API zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es eine spezielle Publisher-Verwaltung für Agenturen. Für jedes mittelständische Unternehmen reichen also der Free- und der Basic-Tarif völlig aus, wer tiefer ins Marketing gehen will, sollte auf den Premium-Tarif zurückgreifen.

Cleverpush Tarife

Cleverpush-Tarife. (Screenshot:t3n)

Was ist alles möglich?

Cleverpush bietet unzählige Möglichkeiten. Los geht es beim einfachen Erstellen einer Push-Benachrichtigung. Man gibt den gewünschten Header und Text ein, sowie die entsprechende URL. Optional können UTM-Parameter angehängt werden. Das Tool zieht sich anhand der eingegebenen URL Header, Teaser und Beitragsbild automatisch, allerdings erscheinen in der Push-Nachricht am Ende nur etwa 25 Zeichen pro Zeile, somit ist es sinnvoller, einen kürzeren Header und Text einzugeben. Auch Emojis können beigefügt werden.

Doch damit ist es noch nicht getan, Cleverpush macht außerdem A/B-Tests möglich, man kann also nochmal eine zweite Variante von allem oben Genanntem hinzufügen und einstellen, an wie viel Prozent der Abonnenten getestet werden soll. Zudem gibt es die Möglichkeit, nach 30 Minuten die Variante mit der besseren Klickrate an die restlichen Abonnenten zu senden.

Cleverpush (Screenshot)

Erstellen einer Push-Notification mit Cleverpush. (Screenshot: t3n)

Im nächsten Schritt werden die Versandeinstellungen getätigt und die Zielgruppe eingeschränkt. Die Push-Nachrichten können vorgeplant oder direkt gesendet werden. Bei aktuellen Inhalten kann man ein Auslaufdatum eingeben, ab wann der Push nicht mehr gesendet werden soll. Die Push-Notification kann an verschiedene Segmente gesendet werden. Diese können beispielsweise Viel-Klicker, Nicht-Klicker oder wiederkehrende Besucher sein, Segmente können aber auch selbst erstellt werden. Man kann zudem verschiedene Themenbereiche einrichten, was zum Beispiel bei unterschiedlichen Ressorts sinnig ist. Die Abonnenten werden in verschiedene Interessengruppen segmentiert, sie können beim Opt-in auswählen, welche Themenbereiche sie abonnieren wollen und werden somit nicht genervt und erhalten nur die Inhalte, die sie auch interessieren.

Optional können auch Tags angegeben werden, um nur bestimmte Abonnenten zu erreichen. Durch Tagging können die Abonnenten automatisiert in verschiedene Gruppen segmentiert werden, wobei mehrere Tags pro Abonnent vergeben werden können. Die Abonnenten müssen aber zuerst mithilfe eines Trackingcodes zu einem Tag hinzugefügt werden. Bei Bedarf können auch verschiedene Länder, Sprachen und Plattformen ausgewählt werden.

Doch all diese Punkte dienen nicht nur dem genauen Targeting, sie schränken die Zahl der Abonnenten, die letztendlich die Push-Nachricht erhalten, erheblich ein. So muss beispielsweise darauf geachtet werden, nicht zu viele Optionen gleichzeitig einzustellen, denn sonst wird der Push nur an eine sehr geringe Zahl der Abonnenten gesendet. Versendet man die Nachricht nicht sofort und plant sie auch noch nicht ein, gibt es auch die Möglichkeit, sie als Entwurf abzuspeichern. Bei ähnlichen Notifications, die regelmäßig versendet werden sollen, bietet sich das an, denn man kann die Nachricht dann einfach klonen und erneut bearbeiten und versenden.

Während des Erstellens einer Push-Nachricht kann man sich jederzeit einen Test-Push zusenden oder den Push an Test-Abonnenten senden. Je nach Breite des Browsers/Bildschirms wird das Vorschaufeld nämlich nicht korrekt angezeigt, weshalb diese Funktion vor dem Versand zu empfehlen ist. Clverpush informiert den Nutzer regelmäßig über neue Funktionen und Updates. So können wiederkehrende Nachrichten seit Kurzem in den Versandeinstellungen eingestellt werden und optional mit einem Enddatum versehen werden.

Cleverpush (Screenshot)

Erstellen einer Push-Notification mit Cleverpush. (Screenshot: t3n)

Dashboard

Das Tool erstellt automatisch ein Standard-Dashboard, man kann sich aber auch eigene Dashboards zusammenstellen oder jederzeit Dashboard-Elemente hinzufügen. Im Standard-Dashboard enthalten sind Übersichten und Grafiken über

  • Klicks
  • Klickrate
  • Eintragungen
  • Wachstum
  • Opt-in-Rate
  • Opt-in-Abfragungen
  • Letzte Benachrichtigungen
  • Top Benachrichtigungen
  • Follow-Up-Kampagnen
  • Plattform
  • Browser
  • Sprache
  • Land
Cleverpush (Screenshot)

Dashboard-Elemente. (Screenshot: t3n)

Man kann sich beispielsweise auch die Segmente in einer Grafik darstellen lassen, oder die Gesamtzahl der Zustellungen pro Tag. Das einzige Dashboard-Element, das nicht sofort korrekt angezeigt wird, sind die Top Benachrichtigungen: Hier werden immer nur Benachrichtigungen der letzten zwei Wochen angezeigt. Um dies zu umgehen, kann man oben rechts auf der Seite den gewünschten Zeitraum eingeben, anschließend ganz nach unten scrollen und „Statistiken aktualisieren“ klicken. Das gesamte Dashboard kann außerdem per CSV-Datei exportiert werden.

Cleverpush bietet zudem in den Kanaleinstellungen die Möglichkeit, mehr Informationen über die Tags, Themenbereiche und Segmente zu erfahren, sowie diese zu konfigurieren. Ebenfalls in den Kanaleinstellungen können Widgets, Banner, Follow-up-Kampagnen und mehr erstellt werden, sowie Einstellungen zum Opt-in getroffen werden.

Support

Ein auf der Website integriertes Widget ermöglicht die direkte Kontaktaufnahme zu Cleverpush. Man kann sein Anliegen und maximal fünf Anhänge beifügen und erhält in der Regel recht schnell eine Antwort per Mail mit problemlösendem und individuellem Feedback. Alternativ kann auch via Slack kommuniziert werden.

Fazit

Das Tool Cleverpush bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, Push-Notifications zu versenden. Besonders hervorzuheben sind die vielen Targeting-Aspekte, durch die die Abonnenten in verschiedene Interessengruppen segmentiert werden können und nur Push-Notifications zu Themen erhalten, die sie auch interessieren. Allerdings muss für A/B-Tests, Follow-up-Kampagnen und weitere Funktionen der Premium-Tarif gebucht werden. Das Tool enthält bereits eine Vielzahl an Dashboard-Elementen, die allerdings noch lange nicht vollständig ausgereift sind – man kann sich für die Zukunft noch viele weitere Updates in dieser Hinsicht vorstellen.

Zum Weiterlesen:

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