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Republica nur als Streaming-Event: Eine Netzkonferenz im digitalen Exil

So wie bei der Republica im letzten Jahr wird’s nicht werden, das Programm der rein digitalen Veranstaltung ist dennoch beeindruckend. (Bild: Republica/Jan Michalko)

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In diesem Jahr ist vieles anders, auch die Republica. Wie die Netzkonferenz im digitalen Exil aussehen wird und warum das für die Zuschauer dennoch spannend werden dürfte.

Die Republica in der gewohnten Form fällt aus – eine Nachricht, die schon vor einigen Wochen, als reihenweise Messen und Konferenzen abgesagt wurden, wenig überraschend kam. Doch anders als viele andere Veranstaltungen, die man auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschieben will, haben sich die Veranstalter für eine digitale, wenn auch nur eintägige Variante entschieden. Diese findet am kommenden Donnerstag über Republica.tv statt. Den geplanten Ersatztermin im August wird die Republica ohnehin nicht halten können, weswegen die Karten für 2021 ihre Gültigkeit behalten werden.

Die Republica für daheim

In rund sechs Wochen haben die Veranstalter ein Programm für einen Tag auf vier Kanälen zusammengestellt, das Interessierte kostenlos streamen können – eine Chance also auch für all jene, die es aus welchen Gründen auch immer nicht nach Berlin geschafft hätten. „Bei der Online-Konferenz wird es um die dringend notwendigen gesellschaftlichen Diskurse gehen und damit die aktuelle globale Situation, die das gesellschaftliche Miteinander neu definiert, abgebildet“, erklären die Veranstalter.

Neben den zwei virtuellen Bühnen Asap1 und Asap2 – das Motto „As soon as possible“, mit dem die Republica dieses Jahr an den Start gegangen ist, wird also auch in Coronazeiten aufrecht erhalten – gibt es eine Re-Work-Bühne, die sich mit dem Wandel der Arbeitsweit beschäftigt, der ja angesichts der Abstandsregeln so aktuell ist wie nie zuvor. Außerdem gibt es eine Bühne zur Media Convention Berlin, die seit Jahren parallel stattfindet und auch in der digitalen Form abgebildet werden soll.

Highlights der digitalen Republica

Auf der Asap1 diskutieren um 13 Uhr Rezo und Markus Beckedahl über „Ein Jahr Zerstörung der CDU und die Folgen“. Der frisch gekürte Henri-Nannen-Preisträger wird erzählen, was sich für ihn durch das Video verändert hat. Direkt danach um 13:30 Uhr spricht Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) über „Außenpolitik in Coronazeiten“ und erläutert, wie in diesen bewegten Zeiten internationaler Zusammenhalt hergestellt werden kann. Um 15 Uhr diskutiert Bundesministerin Svenja Schulze mit Constanze Kurz und Dirk Messner darüber, wie sich Klimaschutz und Digitalisierung auch angesichts der alles überschattenden Coronakrise realisieren lassen. Auf der anderen Bühne, Asap2, geht es dagegen eher um Lösungsansätze für die Krise – die Themen reichen vom Engagement der Zivilgesellschaft in der Krise (13:30 Uhr) über Fake News in Coronazeiten (14:30 Uhr) bis hin zu Medienerziehung (17:25 Uhr) und Protestkunst in Hongkong (18 Uhr) – die übliche überraschende Mischung, die eine Republica so spannend macht.

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Auf der Re-Work-Bühne werden unter anderem die Herausforderungen von Remote Working in Kreativteams (13 Uhr) thematisiert, RBB-Intendantin Patricia Schlesinger berichtet über die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Medien in der Coronakrise (14:25 Uhr) und Coworking-Veteran Ansgar Oberholz spricht über die Coronakrise als Turbolader für die Entgrenzung der Arbeit (18:25 Uhr). Last not least gibt es auf der Media Convention ein Panel zur Renaissance des Lokaljournalismus (14 Uhr) und auch hier ein Panel über die Verbreitung von Falschnachrichten (17 Uhr).

t3n meint:

Es ist bemerkenswert, was das Team, das ja Mitte März, als sich das Ausmaß der Coronakrise für Deutschland abzeichnete, bereits mitten im Planen war, auf die Beine gestellt hat. Wieder wird jeder von uns nur einen Teil der spannenden Inhalte sehen können – mit erstaunlich vielen Highlights. Und doch wird es in diesem Jahr eine gänzlich andere Republica werden – das Element des Sich-Treffens und Netzwerkens wird sicherlich fehlen. Anders als bei zahlreichen anderen Konferenzen, denen man das Improvisierte in der Programmplanung anmerkt, wirkt die digitale Version der Republica aber durchaus stimmig.

Tobias Weidemann

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