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Roland Berger fordert europaweites KI-Ökosystem

Kein europäisches Land erreiche bislang im globalen Vergleich eine kritische Masse an KI-Startups, heißt es in der Studie von Roland Berger. (Bild: whitemocca / Shutterstock)

Europa müsse beim Thema künstliche Intelligenz endlich mit einer Stimme sprechen, fordert der CEO von Roland Berger. Derzeit würden Initiativen national vorangetrieben, eine von der EU getragene Strategie gebe es nicht.

Nicht große Konzerne, sondern Startups seien die „bestimmenden Innovationstreiber“ im Bereich künstlicher Intelligenz, die Forschungsfelder wie Bilderkennung, Sprachverarbeitung und autonomes Fahren bekanntermaßen maßgeblich prägt.

Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Studie „Artificial Intelligence – A strategy for European startups“, für die das Beratungsunternehmen Roland Berger und die Venture-Capital-Firma Asgard rund 3.500 Unternehmen und Startups im KI-Bereich analysiert haben.

Und eben weil die Startups so erfolgreich aufgestellt seien, liege es im Interesse aller Wirtschaftsnationen, ein starkes Ökosystem für diese jungen Unternehmen aufzubauen, heißt es von den Studienautoren.

Europa nur auf Platz 2

Stand heute hätten die USA eine „Führungsrolle“ übernommen: So seien dort fast 40 Prozent aller KI-Startups ansässig. Europa liege mit immerhin 22 Prozent an zweiter Stelle – und damit noch vor China und Israel. Dieser zweite Platz hinter den USA zeige, „wie dynamisch Europa in diesem Bereich“ sei, sagt Charles-Edouard Bouée, CEO von Roland Berger: „Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Initiativen national vorangetrieben werden und keine klare, von der EU getragene Strategie für ein europaweites KI-Ökosystem verfolgt wird. Europa muss beim Thema KI mit einer Stimme sprechen.“

Grundsätzlich sehe sich Europa zwei Herausforderungen gegenüber, sagt Fabian Westerheide, Gründer und CEO von Asgard: Zum einen gehe es darum, das aufzubauen, was er als „KI-Champions“ bezeichnet, außerdem darum, entsprechende Technologien schnell zu implementieren. Und zwar mit dem Ziel, „Wettbewerbsvorteile zu realisieren und nicht weiter Boden an die Konkurrenz aus den reiferen Märkten in Amerika und Asien zu verlieren“.

Keine „kritische Masse“ an KI-Startups

„Europa braucht dringend ein attraktives Ökosystem.“

Kein europäisches Land, heißt es in der Studie, erreiche bislang im globalen Vergleich eine kritische Masse an KI-Startups: Großbritannien liegt auf Platz vier (245 Startups), Frankreich auf Platz sieben (109 Startups) und Deutschland auf Platz acht (106 Startups). Diese Resultate würden klar aufzeigen, dass Maßnahmen auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene notwendig seien. Angesichts der amerikanischen und chinesischen Konkurrenz brauche Europa dringend ein attraktives Ökosystem, sagt Axelle Lemaire, Global Head von Terra Numerata, einem so bezeichneten „Partnernetzwerk“ von Roland Berger.

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