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Russland will Werbung am Himmel möglich machen

Forschende in Russland haben Satellitenwerbung getestet und sind zu dem Schluss gekommen: Die neue Methode könnte rentabel sein.

Von Christian Weindl
1 Min.
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50 solcher Cubesats mit Sonnensegeln könnten künftig Werbebotschaften auf dem Nachthimmel erstrahlen lassen. (Bild: Shutterstock/FoxPictures)

Es ist eine beunruhigende Vorstellung: Über ohnehin lichtverschmutzten Städten sollen künftig nicht mehr nur Sterne leuchten. Dazwischen sollen für Menschen unübersehbar die Logos bekannter Marken schwirren – Werbebotschaften so weit das Auge reicht.

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Satellitenwerbung: Sonnenreflektoren erzeugen leuchtende Pixel

Getestet haben dieses Konzept Forscher:innen am Moskauer Skolkovo-Institut und ihre Ergebnisse im Magazin Aerospace veröffentlicht. Demnach soll es mit durchschnittlich 50 Satelliten in den Maßen von 34 mal 20 Zentimetern, die das Sonnenlicht reflektieren, möglich sein, rentabel Werbebotschaften an den Nachthimmel zu pinnen. Das berichtet das Online-Magazin Ars Technica.

Sonnenreflektoren von 32 Quadratmetern, die größten, die an einem sogenannten Cube-Satelliten angebracht werden können, sollen ein einzelnes, leuchtendes Pixel am Himmel erzeugen, so Shamil Biktimirov, der Leiter der Studie.

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„Ausgehend von diesem Reflektor können wir auf die Landfläche schließen, die er abdeckt, ohne zu viel Strahlkraft einzubüßen, und das haben wir für die Berechnung der Rentabilität herangezogen“, so Biktimirov weiter.

Satellitenwerbung soll in 3 Monaten 11,6 Millionen Dollar einbringen

Die Kosten einer solchen Aktion beliefen sich laut Angaben des Skolkovo-Instituts auf 65 Millionen Dollar.

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Hypothetisch rechneten die Wissenschaftler:innen damit, jeweils eine Minute über eine größere Stadt zu fliegen, bevor die nächste angesteuert wird. Damit sollte maximale Rentabilität des Projekts erzielt werden. Die Wissenschaftler:innen schätzen den Nutzen der Werbemaßnahmen abzüglich der Kosten nach drei Monaten Lebenszeit der Satelliten auf rund 112 Millionen Dollar.

Kritiker warnen nicht nur vor unnötigem Weltraumschrott und sonstigen Nachteilen für die Umwelt, sondern auch davor, den Bestrebungen der USA in die Quere zu kommen, ein Test-Verbot von Anti-Satelliten-Waffen durchzusetzen und aufrechtzuerhalten.

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