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Riese Sandbatterie: So will Finnland Energie für lange Zeit speichern

Die Speicherung von erneuerbarem Strom ist eine der größten Herausforderungen rund um die Energiewende. In Finnland soll dies bald über Sandbatterien erfolgen. So funktioniert das spannende Projekt.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Die Speicherung erneuerbarer Energien ist eine große Herausforderung. (Foto: hrui/Shutterstock)

Ein Team junger finnischer Ingenieur:innen hatte bereits im Sommer 2022 die erste kommerzielle Installation einer Batterie aus Sand abgeschlossen.

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Sand wird auf 500 bis 600 Grad Celsius erwärmt

Dass sich in der Zwischenzeit einiges getan hat, sieht man am deutlichsten an der Dimension der neuen Anlage: Die neue Batterie wird etwa zehnmal größer sein als jene Pilotanlage, die seit 2022 in Betrieb ist.

Das Prinzip hinter der spannenden Technik, die erneuerbare Energien noch weiter voranbringen könnte, ist relativ simpel: Im Grunde handelt es sich um ein großes Stahlsilo voller Sand, der auf 500 bis 600 Grad Celsius erhitzt wird. Verwendet wird für diesen Vorgang überschüssiger Strom aus dem Netz, beispielsweise der, der an besonders sonnen- oder windintensiven Tagen gewonnen wird.

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Energie wird in das lokale Fernwärmesystem eingespeist

Die so gewonnene Energie kann laut dem Hersteller Polar Night Energy monatelang mit sehr geringen Verlusten gespeichert werden, bevor sie bei Bedarf über einen Wärmetauscher als Wärme entzogen wird. Dieser Punkt ist für ein Land im hohen Norden, in dem kalte und lange Winter die Normalität sind, besonders wertvoll.

Theoretisch kann die Energie auch wieder in Strom umgewandelt werden, dabei gilt es allerdings, einen Energieverlust miteinzuberechnen. Laut Polar Night Energy besteht die effizienteste Methode darin, die Wärme zu nutzen. Sie soll über das lokale Fernwärmesystem beispielsweise zum Einsatz kommen, um Häuser oder auch Schwimmbäder zu heizen. Der Sand, der für die Batterie verwendet wird, kann nachhaltig beschafft werden, da er ein Nebenprodukt lokaler Industrie ist.

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Kohlendioxidausstoß des Fernwärmesystems massiv gesenkt

Die 13 Meter hohe und 15 Meter breite Sandbatterie soll eine Heizleistung von einem Megawatt und eine Kapazität von 100 Megawattstunden Wärmeenergie habe. Das entspreche dem Wärmebedarf der finnischen Gemeinde Pornainen für eine Woche im Winter oder einen ganzen Monat im Sommer. Dort wird das System, das in 13 Monaten fertiggestellt sein soll, getestet.

Ein weiterer positiver Effekt der Sandbatterie ist ein stark verringerter Kohlendioxidausstoß des Fernwärmesystems. Er könne um 160 Tonnen pro Jahr verringert werden, was einer Reduzierung von knapp 70 Prozent entspricht, heißt es. Auch Microsoft möchte bei diesem Thema auch seinen Beitrag leisten, der US-Konzern speist laut Golem die Abwärme seines Rechenzentrums bei Helsinki in das Fernwärmenetz von Espoo ein.

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