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Interview

Schluss mit dem Tabu: Wie Instahelp psychologische Beratung online möglich macht

Was die psychische Gesundheit der Menschen betrifft, spitzt sich die Lage seit Jahren zu. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass Betroffenen der Zugang zu professioneller Hilfe oft alles andere als leicht gemacht wird. Die psychologische Online-Beratung Instahelp will das jetzt ändern.

Von Noëlle Bölling
4 Min.
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(Foto: Instahelp)

Psychische Erkrankungen gelten in Deutschland noch immer als Tabu – und das, obwohl die Zahl der Betroffenen von Jahr zu Jahr steigt. Laut einer Erhebung der Krankenkasse AOK hat sich die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von Burnout allein innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als verdoppelt. Vor allem das empfundene Stresslevel spielt dabei eine wichtige Rolle, das für viele im Kontext der Homeoffice-Regelungen und Schulschließungen noch einmal rapide anstieg. Fast jede fünfte Frau fühlte sich durch diese Mehrfachbelastung mehr gestresst als vor dem Ausbruch der Pandemie, wie eine aktuelle Umfrage des internationalen Marktforschungsunternehmens Yougov belegt. Bernadette Frech, CEO der psychologischen Online-Beratung Instahelp, hat uns erzählt, wie digitale Alternativlösungen dieser gesteigerten Nachfrage entgegenkommen können und worin der Unterschied zu einem Gespräch vor Ort besteht.

t3n: Durch die anhaltende Coronakrise ist unsere psychische Gesundheit noch einmal stärker in den Fokus gerückt. Konnten Sie bei Instahelp einen entsprechenden Anstieg der Beratungsanfragen verzeichnen?

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Bernadette Frech: Ja, definitiv. Psychische Belastungen nehmen laut der WHO bereits seit Jahren zu, aber das Virus hat die Aufmerksamkeit für unser psychisches Wohlbefinden noch einmal besonders in den Vordergrund gerückt. In den vergangenen Monaten haben wir rund 30 Prozent mehr Beratungsgespräche durchgeführt. Besonders auffällig dabei ist, dass sich vermehrt Personen an uns wenden, die im Vorfeld noch keinerlei Erfahrungen mit psychologischer Beratung hatten. Abgesehen davon konnten wir feststellen, dass sich die Themen verändert haben. Zwar ist Partnerschaft nach wie vor das Thema Nummer eins, allerdings melden sich seit dem Beginn der Coronakrise auch vermehrt Menschen aufgrund von verschiedenen Ängsten, Einsamkeit oder depressiven Verstimmungen bei uns. Das passt auch zu den Ergebnisse einiger Studien die aufzeigen, dass die derzeitige Situation auch bei psychisch Gesunden eine Krise hervorrufen kann.

t3n: Bei welchen Problemen kann Instahelp helfen und wer kann sich an Sie wenden?

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Wir bei Instahelp sind für jeden da, dem es nicht gut geht. Der Alltag bringt manchmal Situationen mit sich, die sich als sehr fordernd herausstellen können. Das kann Stress bei der Arbeit sein, genauso wie Schwierigkeiten und Streitereien in der Beziehung. Bei diesen oder ähnlichen Sorgen ist oft schneller und vor allem professioneller Rat wichtig. Wir bieten genau diese qualifizierten Ansprechpartner für Menschen, die sich besonders gefordert fühlen oder ihre Lebensqualität im Allgemeinen verbessern wollen – und das auf digitale und unkomplizierte Weise.

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t3n: Wie kam es überhaupt dazu, eine psychologische Beratung wie Instahelp online auf die Beine zu stellen?

Wir sind aus dem Exit eines erfolgreichen Startups im Bereich der Kommunikationstechnologie heraus entstanden und haben uns überlegt, wie wir die bestehenden Kompetenzen aus unserem Team bestmöglich nutzen können. Dabei haben wir festgestellt, dass es im psychischen Bereich eine enorm große Versorgungslücke gibt und so waren mit unserem Angebot sogar First Mover in der gesamten DACH-Region. Gerade im ländlichen Bereich ist oft nur eine sehr geringe Auswahl an Psychologen vorhanden. Diese Lücke wollen wir mit unserem digitalen Angebot dauerhaft schließen.

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t3n: Welche Unterschiede gibt es zu einem klassischen Beratungsgespräch vor Ort?

Das Gespräch mit dem Psychologen unterscheidet sich im Grunde überhaupt nicht zu einem klassischen Beratungsgespräch vor Ort – lediglich der Kommunikationsweg ist ein anderer, da die Online-Beratung zum Beispiel über Videochat am Computer oder Smartphone erfolgt.

t3n: Hat das bestimmte Vorteile für die Patienten?

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Ja, absolut. Vorteile der Online-Beratung sind der niederschwellige Zugang, denn die Online-Beratung kann ganz bequem von zuhause aus wahrgenommen werden – egal, ob vom Schreibtisch oder vom Sofa aus. Außerdem bieten wir ein sehr viel größeres Maß an Flexibilität: Während andere Praxen bereits geschlossen haben, findet die Prime-Time von Instahelp zwischen 17 und 21 Uhr statt. Und auch die Verfügbarkeit ist eine ganz andere als beim Psychologen vor Ort. Während man hier oft mehrere Wochen auf einen Termin warten muss, erhält man bei uns „Instant Help“, was bedeutet, dass die Beratung garantiert innerhalb von 24 Stunden erfolgt.

t3n: Und wann ist es besser, eine „richtige“ Praxis aufzusuchen?

Bei psychischen Störungen ist die Online-Beratung nicht geeignet. Hier empfehlen wir dringend, sich an eine Praxis vor Ort zu wenden.

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t3n: Was meinen Sie: Werden auch Unternehmen generell aufmerksamer, was die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter betrifft?

Ja, die mentale Gesundheit ist ein absolutes Zukunftsthema. Unternehmen erkennen zunehmend, dass die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig für deren Zufriedenheit ist und dass die Belastungen im psychischen Bereich steigen, weshalb sie mehr und mehr auf das Thema Employee-Wellbeing setzen. Wir sehen, dass vor allem die Corona-Pandemie dabei eine wichtige Rolle spielt und die Sensibilität und daraus resultierend auch die Anfragen seitens der Unternehmen steigen. Bisher kooperieren wir beispielsweise mit Unternehmen wie Lidl oder Renault.

t3n: Warum ist ihrer Meinung nach eine solche Sensibilität seitens der Arbeitgeber heute besonders wichtig?

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Mitarbeiter sind aufgrund der veränderten Arbeitsbedingungen und Mehrfachbelastungen sehr gefordert. Während es im Bereich Bewegung und Ernährung bereits zahlreiche Apps und Online-Programme gibt, braucht es im psychischen Bereich noch effektive Angebote, die sich schnell und einfach implementieren lassen. Mit Instahelp versuchen wir, den Unternehmen und damit auch ihren Mitarbeitern genau das zu bieten.

t3n: Danke für das Gespräch!

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