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Schneller, sicherer: Geckoview erreicht Firefox für Android

Firefox Daylight kommt mit modernerer UI. (Screenshot: t3n)

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Nutzer in Europa können ab sofort den neuen Firefox Daylight auf ihren Android-Smartphones installieren. Der kommt mit der neuen Geckoview-Engine unter der Haube und will auch ansonsten punkten.

Die bedeutendste Änderung des neuen Firefox Daylight für Android dürfte die Integration der Geckoview-Engine sein. Damit stellt Mozilla erstmals eine Alternative zur Standard-Engine Blink bereit. Geckoview war in den Nightlies des Firefox schon seit Januar enthalten. Ursprünglich hatte Mozilla angekündigt, einen Android-Firefox mit der neuen Engine in der ersten Jahreshälfte 2020 zu bringen. Das ist nicht ganz geglückt.

Jetzt aber ist es soweit, und Firefox, der den frischen Beinamen Daylight erhält, zieht mit dem Privatsphäre-Browser Firefox Klar gleich, von dem er noch weitere Features übernimmt. So kann etwa der private Modus direkt über die Startseite von Firefox für Android gestartet werden. Zudem kann der private Modus über eine direkte Verknüpfung auf dem Android-Home-Bildschirm schnell gestartet werden.

Firefox Daylight: Schneller und frischer

Nutzer sollten den Umstieg auf die neue Engine, die jetzt als Bibliothek umgesetzt ist und so auch Drittanbietern zur Verfügung steht, deutlich merken. Zwar basierte Firefox für Android schon bisher auf Gecko, jedoch nicht in der Form einer Bibliothek. Geckoview soll nun weitaus schneller als die bisherige Implementation sein. Zudem wurde der Browser mit einer moderneren UI und zusätzlichen Navigationselementen ausgestattet.

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So begrüßt euch der neue Firefox für Android. (Screenshot: t3n)

Nutzer können die URL-Leiste nach Wunsch am unteren oder oberen Bildschirmrand platzieren. So kann sie besonders für Verwender großer Smartphones so platziert werden, wie sie am besten zu erreichen ist. Vom Desktop-Firefox übernimmt Daylight die Bild-in-Bild-Funktion, die es erlaubt, Videos aus der Website zu lösen und als schwebendes Fenster auf dem Bildschirm zu platzieren.

Tracking-Schutz standardmäßig mild

Funktional haben sich die Mozilla-Entwickler nun doch für die weniger strenge Umsetzung des erweiterten Tracking-Schutzes als Standardeinstellung entschieden. Der sogenannte Strict Mode, der die meisten Tracker und Tracking-Cookies und das Browser-Fingerprinting blockt, muss von den Nutzern explizit aktiviert werden. Zunächst wollte Mozilla den Strict Mode zum Standard erheben. Wahrscheinlich hat der Umstand, dass manche Seiten dann nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren könnten, zu einem Umdenken geführt.

Auf längere Sicht soll Firefox Daylight mit dem Desktop-Strang Firefox Quantum funktionsgleich werden. Das ist schon in vielen Bereichen, etwa dem erweiterten Tracking-Schutz, gegeben. Bei den Add-ons hakt es noch etwas. Hier startet Mozilla zunächst mit den neun beliebtesten Add-ons für verbesserten Datenschutz und Nutzererfahrung aus dem „Empfohlene Erweiterungen“-Programm.

Firefox Daylight kann ab sofort über den Google-Play-Store installiert werden. Nutzer in den USA müssen sich noch bis zum 27. August 2020 gedulden.

Passend dazu: Mozilla vs. Werbeindustrie: Firefox verschärft Kampf gegen Tracking-Cookies

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