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Schnellladesäulen für 5.000 Euro: Chinesisches Startup will Deutschland erobern

Schnellladesäule von XCharge. (Bild: XCharge)

Das chinesische Startup XCharge will in Deutschland beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos mitmischen. BMW und Total sollen an den Schnellladesäulen interessiert sein.

Startup XCharge: Schnellladesäulen für 5.000 Euro

In der chinesischen Stadt Shenzhen sorgt das 2015 gegründete Startup XCharge für die Versorgung von Elektroautos mit Strom. Jetzt will XCharge laut einem Bericht des Handelsblatts den deutschen Markt erobern. Das Startup habe schon Gespräche mit BMW und dem Tankstellenbetreiber Total geführt. Die XCharge-Schnellladesäulen sollen 5.000 Euro kosten.

Neben Schnellladesäulen baut das chinesische Startup XCharge auch E-Auto-Ladegeräte für zu Hause. (Bild: XCharge)

Der Preis soll aber nicht das einzige Merkmal sein, dass für XCharge und seine Ladesäulen spricht. XCharge COO Hou Yifei, einer der beiden Gründer des Startups, wirbt im Gespräch mit dem Handelsblatt für das Gesamtpaket. Das Unternehmen lege viel Wert auf Software und Kundenbetreuung. So werden die Autobesitzer etwa per Smartphone-App benachrichtigt, wenn ihr Auto aufgeladen ist. Auch die Bezahlung erfolgt über das Smartphone.

Hou und Mitgründer Ding Rui, CEO von XCharge, haben sich übrigens bei Tesla kennengelernt, wo sie mit den Ladesäulen beziehungsweise Ladegeräten bei den Kunden zu tun hatten. Derzeit arbeiten 90 Mitarbeiter bei dem Startup – XCharge operiere kostendeckend, erklärt Hou. In China sorgt nicht zuletzt der Plan, die Zahl der Ladesäulen von aktuell knapp 200.000 auf 4,8 Millionen aufzustocken, für volle Auftragsbücher.

XCharge: Startup sammelt frisches Geld für die Expansion

Die Produktion von Schnellladesäulen muss zudem vor dem Hintergrund der geplanten Expansion nach Deutschland und nach Frankreich angekurbelt werden. 2018 sollen 30.000 statt bisher 10.000 Ladesäulen hergestellt werden. Xcharge konnte dafür zehn Millionen US-Dollar von dem US-Investor GGV Capital einsammeln, weitere 50 Millionen Dollar an Investitionen sollen 2018 dazu kommen. Zu den Investoren der ersten Stunde gehört außerdem Samsung.

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Audi Q6 e-tron. (Foto: Audi)

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In Deutschland arbeiten gerade mehrere Unternehmen am Aufbau einer Ladeinfrastruktur für den geplanten Ausbau der Elektromobilität. So will etwa der deutsche Stromlieferant Eon gemeinsam mit dem dänischen Startup Clever ein europäisches Schnellladenetz für E-Autos errichten, das von Norwegen bis nach Italien reichen soll. 400 Schnellladestationen bis 2020 wollen zudem die Autobauer BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche errichten. Dazu wurde das Gemeinschaftsunternehmen Ionity gegründet. Auch die Deutsche Telekom arbeitet an einem flächendeckenden E-Ladenetz. Die RWE-Tochter Innogy wiederum kooperiert in puncto Schnellladesäulen mit Tank & Rast.

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