Interview

Was wir in der Schule leider nicht gelernt haben: 10 Menschen erzählen

Was wir in der Schule leider nicht gelernt haben. (Foto: Shutterstock-A3pfamily)

Lesen, rechnen, schreiben – darauf kann und will wohl niemand verzichten. Was sie in der Schule leider nicht gelernt haben, erzählen zehn t3n-Leser.

Die Schulzeit war für die meisten Menschen wohl eine schöne Zeit. Man hat nicht nur viel Spaß mit Mitschülern gehabt, sondern auch immer wieder Dinge fürs Leben gelernt. Naja, zumindest fast immer. Wer zurückblickt, denkt sich oft: „Das und das hab ich nie wieder gebraucht!“. Oder aber: „Das hätte mir sehr geholfen, leider wurde es nicht unterrichtet!“. Wir haben in unserer t3n-Community herumgefragt, was sie in der Schule nicht gelernt haben, im Job aber gebraucht hätten. Unsere Leser haben uns spannende Antworten geliefert, von denen wir euch zehn ausführlicher vorstellen wollen.

10 Dinge, die wir in der Schule leider nicht gelernt haben – aber im Job gebraucht hätten

Fehlerkultur, Programmieren, Problemlösungskompetenz: Dinge, die wir in der Schule leider nicht gelernt haben. (Foto: Shutterstock-Panitanphoto)

Fehlerkultur

Von Rachel Nashiba Zühlke

In der Schule werden wir dazu erzogen, möglichst keine Fehler zu machen. Das Ziel sind immer 100 Prozent, ein paar Zusatzpunkte schaden aber nicht. In der Welt der Erwachsenen sehen wir dann natürlich schnell, dass jeder Fehler macht. Wir haben aber den richtigen Umgang damit nie gelernt. Wir versuchen, Fehler zu vertuschen, anstatt aus ihnen zu lernen. Viele machen jeden Fehler mit sich selbst aus oder machen sich Vorwürfe. Dabei sind Fehler menschlich und wir können alle gemeinsam daraus lernen. Viele Unternehmen arbeiten aktuell an einer Fehlerkultur, um den Mitarbeitern einen gesunden Umgang damit beizubringen. Gründer feiern ihre größten Patzer in neuen Formaten wie den „Fuckup-Nights“. Wenn wir jedoch eine gute Fehlerkultur auch gesellschaftlicher etablieren wollen, müssen wir damit schon in der Schule anfangen. Nicht etwa in einer extra Unterrichtsstunde, sondern in jeder Stunde.

Teamwork

Von Gregor Ilg

Vernetzte Organisationen. Cross-funktionale Teams. Digitale Kollaboration. Wenn man sich die neue Arbeitswelt anschaut, dann geht es sehr oft um Teamwork. Kaum ein Beruf, der nicht in absehbarer Zukunft von Robotern übernommen werden könnte, kommt ohne die Interaktion mit Menschen aus. Und wie wurden wir im Unterricht früher darauf vorbereitet? Fast gar nicht. Ja, es gab die obligatorische Gruppenarbeit. Aber für das eigene Zeugnis war die Leistung meiner Mitschüler völlig egal.  Wie hätte der Schulalltag ausgesehen, hätte die beste Note maximal drei Punkte besser sein dürfen als die schlechteste? Wir wären ziemlich kreativ geworden, um sicherzustellen, dass niemand zurückbleibt. Wir hätten gelernt, dass Wettbewerb und Kooperation sich nicht ausschließen. Und vielleicht wäre auch Mobbing kein Problem gewesen. Schließlich wäre man selbst mit untergegangen, hätte man die anderen unterdrückt. Die Arbeitswelt wäre ein gutes Stück empathischer, wenn Teamwork in unserer Schulzeit eine wichtigere Rolle gespielt hätte.

Präsentieren

Von Sebastian Cario

Wir erinnern uns gut an die wenigen, aber umso qualvolleren Stunden, in denen wir Referate hielten und hörten. Ob gerast oder gestottert, abgelesen oder im Moment erdacht. Abgesehen von ein paar Naturtalenten war es unmöglich, inhaltlich zu folgen, zu verstehen und das Gesagte zu verarbeiten. Ein Gespür für die richtige Komprimierung der Inhalte, die perfekte Stimme und Körperhaltung sowie idealerweise die Schaffung einer Dramaturgie wurde uns leider nie beigebracht. Dabei wäre es ein Leichtes, damit schon frühzeitig zu beginnen. Bereits in der Unterstufe bieten sich Projekttage und Gruppenarbeit an, um den Umgang damit zu trainieren. In der realen Arbeitswelt sind wir täglich zum Präsentieren gezwungen. Ob gegenüber Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden. Kommunikation auf allen Ebenen ist elementar, um komplexe Zusammenhänge einfach und klar darzustellen. Es ist an der Zeit, dass Schulz von Thun und Paul Watzlawick sowohl theoretisch, aber insbesondere praktisch in jedes Klassenzimmer einziehen.

Programmieren

Von Michael Lanzensberger

In meiner Gymnasialzeit bis 2008 hatten wir zwar sehr viel Physik, Latein, Biologie und Chemie – also alle Grundlagen, die man fürs Leben oder zumindest für „Wer wird Millionär“ benötigt. Niemand hat uns jedoch erklärt, was der Unterschied zwischen Software und Hardware ist, wieso 1110110 nur wenig mit Programmieren zu tun hat und warum ein Architekt nicht zwangsläufig nur Linien auf Papier zieht. Das Fach IT war ein Witz. Klar, man hat uns in der Schule auch nicht beigebracht, wie man einen Verbrennungsmotor baut, aber es wurde zumindest erklärt, dass eine Verbrennung viel Sauerstoff benötigt. Wir haben Magnesium in Salzsäure gelegt, aber nie einen einfachen Countdown in Java oder Pascal programmiert. Jetzt sind wir technisch fast soweit, dass die KI ihren Code selbst schreibt und wir bringen unseren Kindern immer noch bei, wie die Tastatur bedient wird. Den Umgang mit SVerweis, Powerpoint, Prezi und wieso Strg+F nicht das Allzweckmittel ist – das lernt man dann doch eher im Selbststudium. Nichtsdestotrotz gehören grundlegende Programmierkenntnisse in die Ausbildung eines jeden Haupt-, Mittel- und Realschülers sowie Abiturienten.

Steuererklärung

Von Markus Franz

Egal ob Unternehmen oder Privatperson – jeder muss Steuern zahlen. In Deutschland lernt man das vor allem als Selbstständiger jedoch auf die harte Tour! Schon der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist gefürchtet, auch die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung ist ein Graus. Wer bei der Gründung seines Unternehmens nicht sofort einen Steuerberater hinzuzieht, lernt schnell das ganze Repertoire an Verspätungs- und Säumniszuschlägen der Finanzämter kennen. Auch nach dreizehn Jahren an einem bayerischen Gymnasium war ich nicht in der Lage, meine Einkommenssteuererklärung auszufüllen. Das örtliche Finanzamt war keine fünf Minuten Fußweg entfernt – und trotzdem hielt es niemand für nötig, die gedruckten Formulare mit den Schülern und Schülerinnen einmal durchzugehen. Dabei gäbe das Unterrichtsfach „Wirtschaft und Recht“ dafür den passenden Rahmen. Viel lieber als Latein hätte ich gelernt, wie eine Steuererklärung funktioniert.

Verhandlungsfähigkeit

Von Paula Hanke

Viele Lehrinhalte aus der Schule und meinem Studium nutze ich heute kaum in meinem Alltag. Vieles, was wichtig wäre, hab ich sogar nie gelernt. Dabei denke ich weniger an konkrete Dinge wie Steuererklärung, Versicherungen oder Vorsorge. Die hätte ich zwar gebraucht, aber bestimmt inzwischen genauso verlernt wie Winkelfunktionsberechnung, Entstehungsphasen einer Endmoräne oder die Hauptstadt von Madagaskar. Was mir geholfen hätte, wäre mehr Methodentraining. Als erstes kommt mir da gute Verhandlungsfähigkeit in den Sinn. Damit meine ich nicht nur Verhandlung über das Gehalt. Verhandeln fängt für mich bei der Verteidigung der Abschlussarbeit an, geht über das Bewerbungsgespräch bis hin zur Wohnungssuche. Und findet natürlich auch immer in Gesprächen statt, in denen es um kontroverse Ansichten geht. Es ist für mich jedes Mal eine Herausforderung, sachlich zu bleiben, meine Position zu vertreten und gleichzeitig offen gegenüber der Gegenargumentation zu sein. Für mich wären die Stunden in der Schule nachhaltiger gewesen, wenn ich gelernt hätte, wie man verhandelt, anstatt Winkel, Moränen oder Hauptstädte zu pauken.

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14 Reaktionen
Timm

Der Artikel ist extrem treffend, kann die Kritik nicht ganz verstehen.
Bis auf die gewisse Eigenverantwortung, die man nicht auf Schule oder Lehrer abtreten sollte, sich fehlendes Wissen während und vor allem nach der aktiven Schulzeit anzueignen, sind die 10 Punkte nachvollziehbar.

Vor allem das Verhandlungsfähigkeit - allgemein Psychologie - als Schulfach nicht eingeführt wird, ist mir unbegreiflich. Jeder der dort seine Fähigkeiten nicht ausbaut, oder überhaupt mal Grundlagen erlernt, hat sein Leben lang Nachteile.

Genauso die Teamfähigkeit, die von immer mehr Personalern als annähernd gleichbedeutend zu den fachlichen Fähigkeiten bezeichnet wird, wird im Berufsalltag im Gegensatz zu Inhalten vieler Schulfächer täglich gebraucht.

Antworten
Ralf

Danke für die Erwähnung, ich bin mir nicht sihcer, ob du bereits eine Fuckup Night besucht hast. Es geht nicht um das "Feiern" der Fehler, sondern um das Aufzeigen von gemachten Fehlern, dem Umgang damit und der Erkenntnisse daraus, die mit dem Publikum geteilt werden. Zudem ist das Ganze zumindest in Berlin über die Startup Szene hinaus.
Du bist natürlich herzlich zur nächsten Fuckup Night Berlin eingeladen, gib mir gerne Bescheid.
Ralf Kemmer, Initiator der Fuckup Night Berlin

Antworten
Stefan Pfeifer

Der Artikel geht fundamental am Schulalltag vorbei, fast jeder Punkt wird in der Schule gelernt und ist Teil des Lehrplans.

Fehlerkultur: Die Schule ist dafür da um Fehler zu machen. Fehlerkultur bedeute nicht, nicht auf einen Fehler hingewiesen zu werden. Macht man einen Fehler so wird man darauf hingewiesen und kann es besser machen.

Teamwork: Nur weil es Gruppenarbeit und nicht Teamarbeit heißt kann man nicht darauf schließen, dass es keine Teamarbeit gibt. Gruppenleistungen werden und wurden immer bewertet.

Präsentieren: Hat jeder, muss jeder machen und die meisten hassen es. Der Business Trend, dass nur noch präsentiert wird und es keine Inhalte mehr gibt muss nicht in der Schule passieren.

Programmieren: Hat man über Logik auch mal gesagt. Wenn eine K.I. in den nächsten 5 Jahre nicht zumindest Programmieren kann, dann frage ich mich was das I in K.I. bedeutet.

Steuererklärung: Wer lesen kann ist klar im Vorteil, das lernt man in der Schule, will man das selber machen, dann braucht man nichts weiter als Foren und die Hilfe-Seite des Finanzamtes ...

Verhandlungsfähig: Wie man aus einer Supplierstunde eine Freistunde macht, lernt man sehr sehr schnell.

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Gregor Ilg

Anspruch des Artikels war es offensichtlich nicht in erster Linie, den aktuellen Schulalltag zu bewerten. Die Frage war, was die jeweiligen Beitragsschreiber (aus Transparenzgründen sei erwähnt, dass ich ebenfalls einer davon bin) in ihrer eigenen Schulzeit vermisst haben. In meinem Fall war es definitiv der Punkt "Zusammenarbeit". Und wenn ich mir die heutige Gesellschaft anschaue, war ich vermutlich nicht der Einzige, der (zumindest in der Schulzeit) zu stark auf die individuelle Leistung fokussiert wurde. Silodenken, individuelle Boni, Ellenbogengesellschaft, ständiger Wettbewerb (wo Kooperation nachweislich erfolgversprechender wäre) sind nur einige der Auswirkungen unseres Bildungssystems.

Man kann froh sein, über alle, die in irgendeiner Weise Teamsport betrieben haben, da sie zumindest gelernt haben, unterschiedliche Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen und gemeinsam mit Erfolgen, Fehlern und Niederlagen umzugehen.

Unabhängig davon bin ich, zumindest was die Teamarbeit angeht, davon überzeugt, dass diese nach wie vor nicht ausreichend im Unterricht gefördert wird. Da ich selbst kein Lehrer bin, kann ich offensichtlich nicht aus eigenen direkten Erfahrungen sprechen. Aber ich habe eine schulpflichtige Tochter, zwei Lehrer in der Familie und weitere im engsten Freundeskreis. Und die Art von Zusammenarbeit, wie wir sie als Gesellschaft bräuchten, ist noch lange nicht im Unterricht verankert. Klar gibt es ab und zu die obligatorische Projektarbeit, die die Leistungsträger hassen (weil sie die "Faulen" mitziehen müssen). Dass man aber als Team kooperiert, wie man diese Teams organisiert, wie die Schüler unterschiedliche Fähigkeiten erfolgreich einbringen können, wie man die Vorteile von Teamarbeit schätzen lernt und verhindert, dass sich einige auf der Leistung anderer ausruhen und wie das vor allem auch sinnvoll bewertet wird, ist m.E. noch lange nicht in einer wünschenswerten Form umgesetzt. In einigen "Freien Schulen" vielleicht, teilweise sogar flächendeckend in Skandinavien. Und selbst das US-Amerikanische Bildungssystem (wo ebenfalls viele Punkte zu kritisieren gäbe) ist uns was das angeht voraus. Aber hier in Deutschland haben wir da m.E. noch einiges an Nachholbedarf.

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Albert

(Erwachsene) Menschen zu fragen, was in der Schule gelehrt werden sollte, wird unser Bildungssystem (in dem es sicher vieles zu verbessern und zu modernisieren gibt) kein Stück weiter bringen. Denn a) Schule soll Basiswissen vermitteln - ab Kl. 10 dann auf das Studium vorbereiten, also spezifischeres Wissen vermitteln. Beides ist eine Art kleinster gemeinsamer Nenner, mit denen Schüler auf etwas vorbereitet werden. Dennoch ist Schule keine spezifische Berufsvorbereitung, sondern eine Vorbereitung auf die Berufsvorbereitung!

Und b) werden die Antworten auf "Was brauche ich wirklich?" lediglich eine Momentaufnahme zu dem Zeitpunkt sein und immer den Zeitgeist widerspiegeln. Hätten wir diese Frage 1950 gestellt, wäre vielleicht so etwas wie Hausarbeit für Mädchen und Holzarbeit für Jungen herausgekommen. Dinge, die uns heute subjektiv wichtig erscheinen, sind für andere Zeitgenossen, spätestens aber für die nächste und übernächste Generation völlig irrelevant.

Fast alle der im Artikel genannten "Fertigkeiten" mögen für einige (vielleicht sogar viele) wichtig sein, aber längst nicht für alle. Stellen wir uns vor wir würden lernen, wie eine Umsatz-Steuererklärung zu machen ist, höre ich schon spätere Angestellte sagen "Wir haben Steuererklärungen für Unternehmer gelernt. Was für ein Quatsch - das hab ich nie gebraucht". Oder Präsentieren - hätte ich persönlich auch gut gefunden, aber z.B. für Handwerker völlig irrelevant. Und Programmieren. Wozu? Erstrecht, wenn die KI das bald können?! Gerade das zeigt den "Zeitgeisteffekt".

Fehlerkultur? - Die Schule von heute ist doch relativ fehlertolerant. Man darf eine Menge falsch machen und wird dennoch in die nächste Klassenstufe versetzt. Erst bei sehr vielen, gravierenden Fehlern (oder Unwissen), wird das nicht mehr toleriert. Das ist im Arbeitsleben ähnlich bzw. vielfach sogar deutlich strenger gehandhabt: Welcher Arbeitnehmer kann sich auf Dauer schon leisten, nur 60% abzuliefern? Fehlerkultur ist eher eine Sache des Elternhauses. DORT werden tatsächlich Fehler wenig/er toleriert und die Kinder "auf 1 getrimmt".

Antworten
Gregor Ilg

Wie bereits oben erwähnt, war die Frage nicht, was gelehrt werden soll, sondern was die Befragten vermisst haben. Natürlich dient dies als Diskussionsgrundlage, um zu hinterfragen, wie man das Bildungssystem anders gestalten könnte. Und ich finde, es sind ein paar sehr interessante Ansätze dabei.

Antworten
Albert

OK. Aber impliziert das nicht (wenn auch vielleicht indirekt), dass jemand wissen wollte, was man konkret besser machen könnte? Ansonsten hätte der Artikel keinen Nutzen. Die Antworten lesen sich jedenfalls so, aber das mag subjektiv sein.

Adrian Burkhart

Ich stimme dir da größtenteils zu. Lediglich beim Programmieren lernen bin ich der Meinung, dass das eine großartige Möglichkeit ist, um analytisches Denken und Logik zu schulen. Es MUSS nicht unbedingt unterrichtet werden, aber zumindest die Option finde ich nicht verkehrt.

Antworten
Silke

Sehr interessanter Artikel, das sehe ich auch so. Ich frage mich nur, wer diese umfangreichen und praxisnahen Inhalte unterrichten könnte? Lehrer werden dahingehend leider nicht ausgebildet.

Antworten
Adrian Burkhart

Ich kann absolut verstehen, dass man sich manchmal wünscht, jemand hätte einem erklärt, wie man eine Steuererklärung anfertigt. Aber ich glaube nicht, dass es praktikabel wäre, dies im Unterricht zu tun.

Zum Einen haben Steuererklärungen in der Schulzeit noch absolut keine Relevanz für die SuS und werden es für einige Zeit wahrscheinlich auch noch nicht haben. Das macht es wahnsinnig schwer, die Lernenden für dieses sehr trockene Thema zu motivieren. Und wieviel wird vom Stoff noch präsent sein, wenn dann Jahre später tatsächlich eine Steuererklärung gemacht werden muss?

Zum Anderen sind Steuerklärungen wahnsinnig komplex und werden nur dadurch machbar, dass sich jede*r nur die für ihn/sie relevanten Zeilen raussucht. Aber welche Zeilen bzw. Formulare würde man dann im Unterricht behandeln? Es macht deshalb meiner Meinung nach mehr Sinn, wenn sich da jede*r individuell einliest.

Dem Großteil der anderen Punkte stimme ich zu. Allerdings muss man fairerweise erwähnen, dass vieles davon bereits Teil der Curricula und Richtlinien ist und eigentlich unterrichtet werden soll. Insbesondere Kompetenzorientierung statt Wissensvermittlung soll eigentlich schon lange der Standard sein. In der Praxis wird das nur nicht von allen Lehrern umgesetzt.

Antworten
Ralf

Ich würde noch Experimentieren dazu nehmen. Neugierig sein und etwas ausprobieren.

Antworten
Markus

Etwas Selbstkritik .. es liegt viele im Bildungswesen im Dunkeln das ist meine Meinung und ich würde sie in Artikel so mittragen .. aber wer bildet sich heute fachlich und methodisch selbst weiter? Die Schule ist nur ein Bereich im frühen Leben, wo man was lernt .. es ist ein Fingerzeig um die eigene Verantwortung von sich zu weisen. Ich habe mit 14 ein fiktives und mit 18 ein reales Gewerbe gegründet um es besser verstehen zu können .. nicht um reich zu werden. Von diesem Wissen profitiert man sein Leben lang. In meinem Umfeld kenne ich nur wenige, die Zeit und Geld von sich aus in die eigene Bildung investieren.

Antworten
Paul

Wie wahr! Auf meiner Abschlussfeier haben meine Mitschüler angestoßen mit den Worten "endlich nicht mehr lernen!". Und genau dass sehe ich bei meinen Kollegen jeden Tag und besonders wenn eine Schulung vorgeschrieben wird. Nicht einmal Fachzeitschrift oder Fachnachrichten werden gelesen. Arbeit nach Dienstplan. Vielleicht sollte man versuchen in Schulen die Neugierde zu wecken. Hat bei mir geklappt und ich nutze jeden Tag zum lernen. Habe auch schon ein Startup gegründet und gescheitert. Die Erfahrung ist viel mehr wert als das verbrannte Geld! Leider habe ich erst gelern wie ich persönlich am besten lernen kann mit Anfang 20, davor war lernen eine reine Qual.

Antworten
Markus

Was das verbrannte Geld angeht .. ich habe es später mal in Relation zu den wirklich guten Weiterbildungen gesetzt. Unterm Strich war es nicht teurer .. nur mir viel mehr Wert. Wenn man noch mit einbezieht, dass ich heute beruflich ohne diese persönliche Weiterbildung gant wo anders stehen würde .. gut dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch erst auf den dritten Blick.

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