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SEO inhouse oder mit einer Agentur: Was ist besser?

(Foto: Shutterstock/SFIO CRACHO)

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Wer online erfolgreich sein will, setzt auf Suchmaschinenoptimierung. Doch sollten Unternehmen damit eine Agentur beauftragen oder lieber eigene Fachleute anstellen?

Dass es heute schon längst nicht mehr ausreicht, nur eine Unternehmenswebsite zu haben, sondern dass sie auch gepflegt und für Suchmaschinen optimiert werden muss, ist inzwischen den meisten klar. Wer sich noch ganz am Anfang seiner SEO-Arbeit befindet, steht oft vor der Entscheidung, ob dafür mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet werden soll oder man sich gleich einen festangestellten SEO-Manager ins Boot holt. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

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SEO inhouse: Pro und Contra

Eine gut ausgebildete SEO-Fachkraft mit der entsprechenden Expertise zu finden, ist nicht immer einfach. Inhouse-Suchmaschinenoptimierer müssen nicht nur das Fachwissen mitbringen, sondern auch verschiedene Abteilungen koordinieren können. Hat man den passenden Kandidaten oder die Kandidatin gefunden, ist diese oft Gold wert.

Vorteile von Inhouse-SEO

  • Kurze Kommunikationswege: Ein Inhouse-SEO ist in der Regel schneller greifbarer, sodass Fragen oft „auf dem kurzen Dienstweg“ geklärt werden können. Außerdem weiß euer eigener SEO auch genau, wen im Unternehmen er oder sie zu welchen Themen ansprechen kann. Dadurch ist eine enge Zusammenarbeit mit Produkt-, Entwicklungs- und Kommunikationsteams möglich.
  • Fokussierung: Festangestellte SEOs kümmern sich ausschließlich um eure Website und haben sie genau im Blick. Zudem sind sie bestens mit der Firmenkultur, dem Produkt und den Kunden vertraut.
  • Motivation: Für Inhouse-SEOs ist die Website des Unternehmens „ihr Baby“ und nicht ein Projekt von vielen. Der Erfolg der Website ist gleichzeitig auch ein persönlicher Erfolg, der für den eigenen beruflichen Werdegang wertvoll ist.
  • Glaubwürdigkeit: Geht es darum, wichtige Kooperationen einzufädeln, sind eigene Anstellte glaubwürdiger als eine Agentur, die euch vertritt.
  • Kosten: In den meisten Fällen ist eine festangestellte SEO-Fachkraft günstiger als eine Agentur.

Nachteile von Inhouse-SEOs

  • Weiterbildung: SEO ist im stetigen Wandel und SEO-Experten müssen sich daher ständig neu informieren, um auf dem Laufenden zu bleiben. Bei Inhouse-SEOs seid ihr dafür verantwortlich, die entsprechenden finanziellen und zeitlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
  • Betriebsblindheit: Einerseits ist es ein Vorteil, dass sich ein Inhouse-SEO allein um euer Unternehmen kümmern, andererseits kann das nach einiger Zeit auch zu Betriebsblindheit führen. Es fehlen die Einblicke in andere Branchen, von denen man sich wichtige Kniffe abschauen könnte.
  • Mitarbeiterwechsel: Muss die SEO-Stelle neu besetzt werden, ist eine detaillierte, strukturierte Übergabe notwendig. So können eventuell bereits angestoßene Prozesse und Projekte ins Stocken geraten, wenn sich die Nachfolge erst noch einarbeiten muss.

Was macht eigentlich ein SEO-Manager?

SEO-Agentur: Pro und Contra

Genau wie die Auswahl von passenden Angestellten ist auch die Suche nach einer geeigneten Agentur nicht unbedingt ein Kinderspiel. SEO-Agenturen gibt es wie Sand am Meer, darunter leider auch etliche schwarze Schafe. Hat man jedoch die richtige Partnerin gefunden, ist das mit etlichen Vorteilen verbunden.

Vorteile einer SEO-Agentur

  • Know-how und Weiterbildung: SEO-Agenturen bringen bereits gebündeltes Fachwissen mit. Außerdem ist die Agentur selbst für die Weiterbildung ihrer Angestellten verantwortlich.
  • Austausch: Suchmaschinenoptimierung ist dynamisch und ihr Erfolg lebt maßgeblich vom Wissenstransfer. In einer SEO-Agentur arbeiten viele Fachleute zusammen, die sich nicht nur untereinander austauschen, sondern in der Regel auch viele Konferenzen besuchen.
  • Tool: Anders als die meisten Unternehmen haben Agenturen das Budget, um mit verschiedenen SEO-Tools zu arbeiten.
  • Breite Expertise: SEO hat viele Facetten: Content, Linkbuilding, technische SEO und viele mehr. Während ein einzelner Mitarbeiter nicht alle Nischen zu gleichen Teilen abdecken kann, arbeiten in Agenturen viele unterschiedlich spezialisierte SEOs zusammen.
  • Zeitbudget: Nicht immer sind die anfallenden SEO-Aufgaben ausreichend für eine feste Stelle. Eine SEO-Agentur kann auch mit kleinen Zeitbudgets arbeiten und diese nach Bedarf hochfahren.
  • Blick über den Tellerrand: Agenturen betreuen viele verschiedene Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Learning aus einer Branche lassen sich oft auch auf andere Übertragen und können zu neuen Ideen führen.

Nachteile einer SEO-Agentur

  • Längere Kommunikationswege: Agenturen sind in der Regel schwerer greifbar als Mitarbeiterinnen, die direkt im Unternehmen sitzen. Andersherum haben Agenturen oft nur einen bestimmten Ansprechpartner im Unternehmen, der wichtige Anliegen und Entscheidungsfragen erst intern weiterleiten muss.
  • Weniger Marktkenntnis: Auch wenn es viele Agenturen gibt, die sich auf bestimmte Branchen spezialisieren, haben sie nicht die gleichen Kenntnisse über Produkte und Kunden eines bestimmten Unternehmens wie ein fester SEO-Mitarbeiter.
  • Schwarze Schafe: Wie bereits erwähnt, gibt es unter den zahlreichen SEO-Agenturen auch einige Vertreter, die wenig Leistung für viel Geld verkaufen. Wer mit veralteten SEO-Methoden arbeitet, richtet oft mehr Schaden als Nutzen an, lässt sich das aber teuer bezahlen.

Der goldene Mittelweg?

Die Entscheidung zwischen SEO-Agentur oder Inhouse-SEO hängt auf maßgeblich von den Ressourcen eines Unternehmens und dem benötigten Leistungsumfang ab. Auch die Frage, wie hoch der Stellenwert von SEO im Unternehmen eingeschätzt wird, beeinflusst die Entscheidung maßgeblich. Unternehmen, die stark auf SEO setzen, fahren oft mit einem eigenen Team besser. Wer SEO hingegen nur als kleineren Teil das Marketingmixes sieht und nur wenige regelmäßige SEO-Aufgaben umzusetzen hat, kann gut auf die Zusammenarbeit mit einer Agentur zurückgreifen.

Statt dem Entweder-oder sollten Unternehmen aber auch einen Mittelweg erwägen: ein festangestellter SEO, der mit einer Agentur zusammenarbeitet. Diese Kombination bietet einige Vorteile:

  • Der eigene SEO steht aufseiten des Unternehmens und kann die vorgeschlagenen Maßnahmen einer Agentur ehrlich einschätzen.
  • Der Inhouse-SEO hat mehr Möglichkeiten zum Austausch über aktuelle Branchenentwicklungen.
  • Die Agentur hat einen fachkundigen Ansprechpartner, der nicht erst von SEO überzeugt werden muss.
  • Übersteigen die anfallenden Aufgaben das Pensum festangestellter SEOs, können sie an eine Agentur abgegeben werden.
  • Verlässt die eigene SEO-Fachkraft das Unternehmen, kann die Agentur einspringen, bis die Nachfolge eingearbeitet ist.

Die Zusammenarbeit von Inhouse-SEOs mit Agenturen kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn neben den regelmäßigen SEO-Aufgaben größere Projekte wie ein Website-Relaunch gestemmt werden müssen. Außerdem kann eine Agentur mit ihrem breiten Fachwissen beratend tätig sein, während Inhouse-SEOs je nach Ressourchen und Schwerpunkten des Unternehmens die Umsetzung der Maßnahmen priorisieren und durchführen.

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4 Kommentare
Matthis

Aus meiner Erfahrung heraus ist es schwierig, als in-house SEO große Expertise zu sammeln. SEO ist ein sehr praktisches Feld. Man benötigt die Übersicht über viele Projekte und am besten einige Domains, an denen man sich austesten kann.

Antworten
Matthias
Matthias

Sorry, nur eine Fehlerkorrektur: ich vermute der Satz „die viel Leistung für wenig Geld verkaufen“ war genau andersrum gemeint, es geht ja um schwarze Schafe, oder?
Vielleicht habe ich es auch einfach nicht verstanden.
Ansonsten ein netter Pro-und-Contra-Artikel.

Antworten
Cornelia Erichsen

Hallo Matthias,

da hat sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen. Danke für den Hinweis! Ist jetzt korrigiert :-)

Antworten

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