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Kommentar

Shopware bastelt sich ein wandelbares, zukunftssicheres E-Commerce-Universum

Shopware bastelt an seiner Zukunft. (Grafik: Shopware Montage: t3n)

Shopware rüstet sich für die Zukunft. Spannende Einblicke in die Zukunft des Anbieters, bei dem es mehr um Technologie, als um fertige Systeme gehen wird. Jüngste Neuerungen deuten auf eine wandelbare technische Plattform hin. 

Shopware hat in diesem Jahr darauf verzichtet, die neue Shopware-Version auf dem Community-Day zu launchen. Offiziell, weil die Version 5.4 erst vor kurzem gelauncht wurde, doch tatsächlich steckt mehr dahinter. Die vorgestellte Version 5.5 wartet zwar mit Features auf, die deutlich über reines Maintenance hinausgehen, trotzdem wirkt es, als würde Shopware mit angezogener Handbremse fahren. Wieso die Handbremse gezogen wird, zeigt die Vorstellung der neuen Plattform „Playground“: Hier wird an der Zukunft von Shopware gearbeitet, die weit über ein „simples“ neues System hinausgehen wird. Die komplett neue technische Basis für den Nachfolger der Shopware Generation 5 ist mehr als nur ein System.

Shopware auf dem Weg zur nächsten System-Generation

Die Handelswelt ist online noch schnelleren Erneuerungszyklen unterworfen als der stationäre Handel. Mittlerweile geht es dabei um mehr als nur noch um neue Softwareversionen. Für viele Händler sind der verwendete Technologie-Stack und die Kategorie einer neuen E-Commerce-Software entscheidende Kriterien: Neben den klassischen Shopsystemen, die ein Bundle aus Frontend und Backend in einem Guss anbieten, sind auch Software-as-a-Service oder gar Plattform-as-a-Service beziehungsweise E-Commerce-Frameworks eine mögliche Systemkategorie. Headless Commerce lautet das aktuell kursierende Schlagwort für die beiden letzteren Systemtypen: Der „Head“, also das Frontend, wird mit Plattformen oder Frameworks komplett selbst vom Händler entwickelt. Als Backend dient eine Plattform oder ein Framework, das die E-Commerce-Funktionalitäten über eine API zur Verfügung stellt. Software-as-a-Service stellt in der Regel ein klassisches Shopsystem in der Cloud als Dienstleistung gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Ein Blick auf die neue Plattform Playground und den neuen Shopware-Core zeigt: Shopware könnte mit der neuen technologischen Basis zukünftig einen Großteil dieses Systemspektrums selbst abbilden.

Der neue Shopware-Core

Der Experimente-Browser in der neuen Shopware-Plattform „Playground“. (Screenshot: Shopware)

2016 hat Shopware begonnen, eine komplette neue technische Basis für die nächste Shopware-Generation zu entwickeln: einen komplett gekapselten System-Core, der auch ein neues Admin-Backend bekommt. 2017 wurde ein erster Prototyp vorgestellt, der unter starker Einbeziehung der Community mit der Hilfe von User-Thinktanks und einem Hackathon entstand. Ein Trailer am Shopware-Community-Day gab ersten Vorgeschmack auf ein stark personalisierbares Backend. Im Herbst 2018 soll die finale Feedbackrunde der Community eingeholt werden, damit der neue Core fertiggestellt werden kann.

Die Shopware Plattform Playground

Für diese Feedbackrunde schafft Shopware eigens eine Plattform namens Playground auf Basis der neuen Shopware-Technologie. Dazu wird der Core, voraussichtlich mit der Virtualisierungslösung Docker, auf eine Cloud-Plattform gebracht. Jeder Nutzer kann dort eine eigene Instanz des zukünftigen Shopware-Systems einrichten. Dort können mit einem Klick online Experimentierprojekte angelegt werden – oder auf der „grünen Wiese“ komplett neue Projekte mit der neuen Shopware-Technologie entwickelt werden.

Entwickler, die Anwendungen nach dem API-first-Ansatz mit Shopware entwickeln wollen, bietet der API-Browser den Einstieg: Dieser Browser zeigt alle Funktionalitäten der neuen API. Daten aus Installationen der Version 5.5 können übernommen werden – damit Anwender auch mit echten Daten experimentieren können.

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