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Shopware bastelt sich ein wandelbares, zukunftssicheres E-Commerce-Universum

Shopware rüstet sich für die Zukunft. Spannende Einblicke in die Zukunft des Anbieters, bei dem es mehr um Technologie, als um fertige Systeme gehen wird. Jüngste Neuerungen deuten auf eine wandelbare technische Plattform hin. 

Von Jochen G. Fuchs
4 Min.
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Shopware bastelt an seiner Zukunft. (Grafik: Shopware Montage: t3n)

Shopware hat in diesem Jahr darauf verzichtet, die neue Shopware-Version auf dem Community-Day zu launchen. Offiziell, weil die Version 5.4 erst vor kurzem gelauncht wurde, doch tatsächlich steckt mehr dahinter. Die vorgestellte Version 5.5 wartet zwar mit Features auf, die deutlich über reines Maintenance hinausgehen, trotzdem wirkt es, als würde Shopware mit angezogener Handbremse fahren. Wieso die Handbremse gezogen wird, zeigt die Vorstellung der neuen Plattform „Playground“: Hier wird an der Zukunft von Shopware gearbeitet, die weit über ein „simples“ neues System hinausgehen wird. Die komplett neue technische Basis für den Nachfolger der Shopware Generation 5 ist mehr als nur ein System.

Shopware auf dem Weg zur nächsten System-Generation

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Die Handelswelt ist online noch schnelleren Erneuerungszyklen unterworfen als der stationäre Handel. Mittlerweile geht es dabei um mehr als nur noch um neue Softwareversionen. Für viele Händler sind der verwendete Technologie-Stack und die Kategorie einer neuen E-Commerce-Software entscheidende Kriterien: Neben den klassischen Shopsystemen, die ein Bundle aus Frontend und Backend in einem Guss anbieten, sind auch Software-as-a-Service oder gar Plattform-as-a-Service beziehungsweise E-Commerce-Frameworks eine mögliche Systemkategorie. Headless Commerce lautet das aktuell kursierende Schlagwort für die beiden letzteren Systemtypen: Der „Head“, also das Frontend, wird mit Plattformen oder Frameworks komplett selbst vom Händler entwickelt. Als Backend dient eine Plattform oder ein Framework, das die E-Commerce-Funktionalitäten über eine API zur Verfügung stellt. Software-as-a-Service stellt in der Regel ein klassisches Shopsystem in der Cloud als Dienstleistung gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Ein Blick auf die neue Plattform Playground und den neuen Shopware-Core zeigt: Shopware könnte mit der neuen technologischen Basis zukünftig einen Großteil dieses Systemspektrums selbst abbilden.

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Der neue Shopware-Core

Der Experimente-Browser in der neuen Shopware-Plattform „Playground“. (Screenshot: Shopware)

2016 hat Shopware begonnen, eine komplette neue technische Basis für die nächste Shopware-Generation zu entwickeln: einen komplett gekapselten System-Core, der auch ein neues Admin-Backend bekommt. 2017 wurde ein erster Prototyp vorgestellt, der unter starker Einbeziehung der Community mit der Hilfe von User-Thinktanks und einem Hackathon entstand. Ein Trailer am Shopware-Community-Day gab ersten Vorgeschmack auf ein stark personalisierbares Backend. Im Herbst 2018 soll die finale Feedbackrunde der Community eingeholt werden, damit der neue Core fertiggestellt werden kann.

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Die Shopware Plattform Playground

Für diese Feedbackrunde schafft Shopware eigens eine Plattform namens Playground auf Basis der neuen Shopware-Technologie. Dazu wird der Core, voraussichtlich mit der Virtualisierungslösung Docker, auf eine Cloud-Plattform gebracht. Jeder Nutzer kann dort eine eigene Instanz des zukünftigen Shopware-Systems einrichten. Dort können mit einem Klick online Experimentierprojekte angelegt werden – oder auf der „grünen Wiese“ komplett neue Projekte mit der neuen Shopware-Technologie entwickelt werden.

Entwickler, die Anwendungen nach dem API-first-Ansatz mit Shopware entwickeln wollen, bietet der API-Browser den Einstieg: Dieser Browser zeigt alle Funktionalitäten der neuen API. Daten aus Installationen der Version 5.5 können übernommen werden – damit Anwender auch mit echten Daten experimentieren können.

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Der Experimente-Browser verfolgt einen anderen Ansatz, hier können Nutzer vorbereitete Projekte in ihre Cloud-Instanz übernehmen, um mit der neuen Technologie zu experimentieren. Wer keine eigenen „API-Experimente“ durchführen will, findet dort vermutlich einen besseren Einstieg.

Auch Shopware wird Projekte dort zur Verfügung stellen, beispielsweise mit Augmented-Reality-Ansätzen oder zum Thema Voice-Commerce. Als Beispiel für ein Projekt zeigte Shopware auf dem Community-Day eine Facebook-Shopping-Party: quasi eine Art Onlineversion einer Tupperparty. Ein Live-Shopping-Event im Onlineshop mit einem integrierten Facebook-Stream, über den die Moderation und Interaktion mit den vorab eingeladenen Kunden stattfindet.

Shopware stellt sich zukunftssicher auf

Es wäre ein Fehler, die Bezeichnung der Plattform Playground allzu wörtlich zu nehmen. Auch wenn Shopware vordergründig einen „Experimentierkasten“ für die neue Technologie vorstellt und mit der Community zusammen an der Weiterentwicklung arbeiten will: Playground ist mehr als „nur“ die Einbeziehung der Community in den Entwicklungsprozess. Es ist der Proof-of-Work für eine skalierbare Shopware-Cloud-Plattform.

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Der neue Core ermöglicht es offensichtlich, sowohl ein komplettes E-Commerce-System als installierbare Anwendung zu liefern als auch eine Art Plattform-as-a-Service-Integration oder eine SaaS-Implementierung. Damit könnte Shopware auch Softwareanbietern in die Suppe spucken, die bisher nicht im direkten Wettbewerb zu Shopware standen. Gleichzeitig öffnet es Händlern potenziell andere Entwicklungsmöglichkeiten: Wer an die Grenzen des mitgelieferten Frontends seines Shopware-Systems stößt, kann sich mit der neuen API oder einem potentiellen PaaS-Angebot auch für ein selbstentwickeltes Frontend entscheiden.

Das zeigt, wieso Shopware scheinbar mit „angezogener Handbremse“ fährt und diesmal kein Feuerwerk an neuen Features bei der jetzt vorgestellten Version 5.5 gezündet hat: Anscheinend sind maßgebliche Ressourcen an die Entwicklung der neuen Technologie gebunden.

Ob Shopware mit der nächsten Generation, der API und einer potenziellen Plattform an die Funktionstiefe und die Performance einer einzig als PaaS-Anwendung konzipierten E-Commerce-Lösung heranreichen wird, müssen die Praxis und das fertige Produkt zeigen. Vermutlich wird das aber keine ausschlaggebende Frage: Entscheidender ist die Systemflexibilität, die sicher hervorragend vermarktet werden kann.

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Passend zum Thema: Shopware Connect geht an den Start: Das neue Dropshipping-Betriebssystem

 

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