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Signal: So viel kostet es pro Jahr, den Messenger zu entwickeln und zu betreiben

Signal zeigt Transparenz: Der Non-Profit-Nachrichtendienst hat bis ins Detail aufgelistet, wie teuer es ist, datenschutzgerechte Kommunikation zur Verfügung zu stellen. Die Aufstellung sollte auch allen zu denken geben, die Signal nicht nutzen.

Von Christian Weindl
2 Min.
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Seit 2013 setzt sich das Non-Profit-Unternehmen Signal für mehr Datenschutz ein. (Foto: DANIEL CONSTANTE/Shutterstock)

Meredith Whittaker, Präsidentin der Signal-Foundation hat in einem Blogpost die jährlich anfallenden Kosten des Non-Profit-Unternehmens aufgedröselt. Mit der Transparenz will Signal in erster Linie nicht nur für Spenden werben, sondern vor allem darauf aufmerksam machen, wie die Geschäftsmodelle anderer Messenger-Dienste funktionieren.

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Signal kostet Betreiber:innen bald jährlich 50 Millionen US-Dollar

Einen Nachrichten-Service zu betreiben, der die Privatsphäre der Nutzer:innen respektiert, ist nicht billig. So belaufen sich zum Beispiel allein die Ausgaben für Personal bei Signal im Jahr auf 19 Millionen US-Dollar. Die technische Infrastruktur, also Server, Bandbreite, Registrierungsabwicklung und Ähnliches kosten das Unternehmen jährlich 14 Millionen Dollar.

Die Verantwortlichen schätzen, dass sich die Gesamtkosten zum Betreiben der App und die Forschung an weiteren Datenschutzmaßnahmen bis 2025 auf stolze 50 Millionen US-Dollar steigern wird. Dabei wird im Blogpost deutlich darauf hingewiesen, dass diese Summe gemessen an den Ausgaben anderer Messenger-Dienste mit mehr User:innen noch äußerst gering sei. Dabei gebe Signal in Relation sogar teils mehr Geld aus, um Datenschutz zu gewährleisten.

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Sich diese Tatsache bewusst zu machen, ist mit einer der Hauptgründe für die Kostenaufstellung der Non-Profit-Organisation, die von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben wird und sich ausschließlich über Spenden finanziert.

Auch Messenger-Dienste wie Whatsapp sind schließlich für ihre Anwender:innen kostenfrei und schalten keine Werbung. Man muss sich also die Frage stellen, wie diese Unternehmen derart hohe Kosten decken – beziehungsweise darüber hinaus auch noch hohe Gewinne erzielen.

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Signal erklärt in dem Blogpost, dass dies natürlich über den Verkauf persönlicher Daten geschehe – eine Praxis, der das Unternehmen seit jeher entschieden entgegentritt.

Signal forscht für mehr Datensicherheit

Seit der Gründung 2013 hat Signal nicht nur für seine User:innen zur Verbesserung der Privatsphäre beigetragen. Die von der Organisation entwickelte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist mittlerweile auch in den meisten anderen Messenger-Diensten Standard geworden.

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Mit den eingenommenen Spenden forscht Signal deshalb weiter an Möglichkeiten, Datenschutz zu verbessern. So entwickelt man dort derzeit Möglichkeiten, sich gegen Überwachung durch Quantencomputer zu schützen und bessere Kontrolle darüber zu erlangen, welche Metadaten man im Internet mit anderen teilt.

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Kommentare (1)

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In der Quelle steht die haben 50 Mitarbeiter, die sollen denen also 19 Millionen kosten? Hat das mal wer pro Kopf ausgerechnet?! Das ist absurd.

Das ist aber auch egal, ich lese 19 Millionen für so eine App an Mitarbeiter und weis da stimmt was nicht.

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