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Solarenergie aus Dachziegeln: Diese Photovoltaik-Panels sind so gut wie unsichtbar

Den Altbau mit Solarzellen ausrüsten, ohne dass man es sieht? Das ist mit einer neuen Methode möglich. Die antike Stadt Pompeji macht es vor und der Denkmalschutz freut sich.

2 Min.
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Die Solar-Paneele in Pompeji sehen täuschend echt wie Terrokotta-Ziegel aus. (Foto: Dyaqua)

„Sie sehen genauso aus wie von den Römern verwendete Terrakottafliesen, aber sie erzeugen Strom“, sagt Gabriel Zuchtriegel. Der Direktor des archäologischen Parks von Pompeji spricht hier über die Solarzellen auf dem Haus des Cerere, die das Beleuchtungssystem des Tourismusmagneten mit Energie versorgen.

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3,5 Millionen Besucher ziehen die Ruinen jährlich an. Die Sonnenkollektoren stammen vom Familienunternehmen Dyaqua aus Italien, das sie in Handarbeit herstellt.

Einsparpotenziale erkennen

Zuchtriegel erklärt, die Terrakotta-Ziegel sind Teil einer umfassenden Strategie, Kosten in Einsparmöglichkeiten zu verwandeln und Nachhaltigkeit anzustreben. Die antike Stadt brauche ein umfangreiches Beleuchtungssystem, aber man wollte auf kilometerlange Kabel und Masten verzichten und dazu noch sparen.

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Das gelingt nun mit den „traditionellen PV-Ziegeln“ aus Camisano Vicentino. Dort lebt Giovanni Battista, der ursprünglich hässliche Scheinwerfer unsichtbar machen wollte. Heute besteht sein Unternehmen Dyaqua zusätzlich aus seiner Frau, ihren beiden Kindern und zwei Angestellten.

In Terracotta-, Stein- oder Holzoptik

Über ihr patentiertes Verfahren lässt sich auch Holz, Stein, Beton und Ziegel nachbilden. Der Clou: Die Zellen liegen selbst auf Ziegeln, sind also tragfähig und stehen nicht hervor.

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Die Altstädte von Rom und Split (Kroatien) wollen die „unsichtbaren“ Paneele einsetzen. Das europäische Projekt „Posityf“ hilft Städten mit geschütztem Kulturerbe beim Einsatz solcher Technologien, um auch sie klimaneutral aufzustellen.

Spezielle Solarpanels in Ziegelform

Die Solarzellen liegen auf Ziegeln und werden mit täuschend echt aussehendem Kunststoff abgedeckt. (Video: Dyaqua)

Nachhaltig kulturelles Erbe bewahren und aufwerten

Das Ziel der Initiative liegt darin, Städte mit historischem Stadtkern bei innovativen Lösungen zu helfen, sich nachhaltig aufzustellen. Ein weiteres Beispiel liegt in Portugal. Die historische Stadt Évora erhebt sich von einem Hügel in Richtung Süden. Man kann von überall aus auf jedes Dach sehen, weshalb sich das Aufstellen von herkömmlichen Photovoltaik-Modulen verbot.

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Nun kommen neben den „traditionellen“ Paneelen von Dyaqua besonders flexible Solarkomponenten vom Typ Tegosolar zum Einsatz. Die Solarschindeln sind sehr flach und lassen sich zwischen herkömmlichen Dachschindeln verbauen. Sie benötigen keine Hinterlüftung und können durch ihre Flexibilität auch bei starken Neigungen oder runden Dächern eingesetzt werden.

Der Italienische Hersteller Tegola Canadese stellt mit Tegosolar Bitumenschindeln mit Photovoltaik-Folie her. (Foto: Tegola Canadese)

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