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Was sind Spacs? Das steckt hinter dem neuen Investment-Hype

Mit Spacs ist eine neue Art des Geldverdienens an der Börse verbunden. In den USA sind Special Purpose Akquisition Companies längst verbreitet, nun steigt auch das Interesse in Europa. Wir verraten euch, was hinter dem Investment-Hype steckt und warum Spacs für Investoren interessant sind.

Von Sébastien Bonset
2 Min. Lesezeit
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Was sind eigentlich Spacs? (Bild: Shutterstock / iQoncept)

Bei einem Spac handelt es sich um ein Akquisitionszweckunternehmen beziehungsweise eine Mantelgesellschaft. Die englische Bezeichnung lautet Special Purpose Akquisition Company. Im Prinzip handelt es sich um eine Art Blankoscheck-Unternehmen. Spacs können an die Börse gehen wie ein normales Unternehmen, sie gehen jedoch keiner wirtschaftlichen Tätigkeit nach. Das Ziel ist vielmehr das Einsammeln von Geldern beziehungsweise die Kapitalbeschaffung. Sind Spacs dabei erfolgreich, kann man daran als Investor partizipieren. Die IPO-Landschaft verändern Spacs bereits heute.

Wie funktionieren Spacs?

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Spacs treten selbst als börsennotierte Unternehmen auf, sammeln Geld bei den Anlegern ein und suchen sich dann Unternehmen, die sie übernehmen können. Daher stammt der Blankocheck-Charakter: Du investierst, ohne am Anfang zu wissen, in welchem Unternehmen das Geld am Ende landet.

Spacs sind sogenannte Special Purpose Acquisition Companies, die sich bei Investoren einer steigenden Beliebtheit erfreuen. (Bild: Shutterstock / Dmitri Demidovich)

Möglich ist auch, dass Spacs sofort in mehrere Unternehmen einsteigen. Das hängt unter anderem von der Höhe der eingezahlten Gelder ab. In der Praxis kann es unterschiedlich lange dauern, bis es zur Übernahme eines Unternehmens kommt, und es ist üblich, dass ein sogenannter Sponsor die Spacs auflegt.

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Welche Chancen und Risiken sind mit dem Investment verbunden?

Spacs sind aus Sicht von Unternehmen interessant, weil sie einen einfachen Weg der Finanzierung bieten. So sparen die Unternehmen zum Beispiel zeitraubende Roadshows ein. Für den Investor in das Akquisitionszweckunternehmen stellt sich die Frage nach dem Chancen-Risiko-Profil.

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Das größte Risiko besteht darin, dass das Management erst mit der Suche nach geeigneten Kandidaten beginnt, nachdem die Gelder bereits eingesammelt sind. Du weißt also nicht, in welches Unternehmen oder in welche Unternehmen du am Ende investierst. Damit fallen die normalen Instrumente der Analyse von Unternehmensaktien weg. Es ist noch wichtiger als bei anderen Anlageformen, dass du als Investor Vertrauen in das Management hast.

Interessant ist, dass das Management nach der Fusion oder Übernahme in der Regel eine aktive Rolle im Zielunternehmen spielt. So tritt das Management häufig in den Aufsichtsrat ein. Damit ist die Chance verbunden, auf wichtige Entscheidungen im Unternehmen Einfluss zu nehmen. Wie sich das Management später ausrichten möchte, das kann es dir und den anderen Investoren bereits in der Phase des Geldeinsammelns kommunizieren. Überzeugt das Konzept des Managements, kann sich die Investition lohnen.

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Wie investiere ich?

Im Jahr 2020 ist es Spacs gelungen, von Anlegern eine Summe von etwa 12,5 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Immer mehr Investoren setzen also auf das Modell. In Deutschland gibt es noch nicht sehr viele Spacs, doch die Zahl wächst. Zu nennen sind Germany 1 mit einem Börsengang im Jahr 2008 und 250 Millionen Euro Investitionssumme sowie Helikos, der 2010 200 Millionen Euro einsammeln konnte. Die spannendste Neuemission im Jahr 2021 ist der Lakestar Spac I. Er konnte bereits im Februar ein Volumen von 275 Millionen Euro erreichen.

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