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Startup gegen Stimmendiebstahl: So soll eure Privatsphäre geschützt werden

Das französische Startup Nijta hat es sich zur Aufgabe gemacht, Stimmen und vor allem private Daten vor KI zu schützen. Dabei ist künstliche Intelligenz selbst die Lösung für das Problem.

Von Marvin Fuhrmann
2 Min.
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KI kann bereits menschliche Stimmen imitieren. (Bild: Luckystep/Shutterstock)

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich Stimmen imitieren. Obwohl das Ergebnis bisher nicht immer perfekt ist, wirft das die Frage auf, wie wir uns künftig gegen den Diebstahl unserer Stimme schützen können.

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Diese Frage will das französische Startup Nijta beantworten. „Nijta“ bedeutet in Hindi „Privatsphäre“. In einem Interview mit Techcruch verrät CEO Brij Srivastava, was ihr Programm „Voice Harbor“ (zu Deutsch: Stimmhafen) auf dem Kasten hat.

KI gegen KI

Auf der Website von Nijta gibt es viele Beispiele für Voice Harbor. So etwa den englischen Satz „He built four Hotels, stables, and expanded the general store in Bourg“, der von einer weiblichen Stimme gesprochen wird. Die KI nimmt die Aufnahme und wandelt sie in eine männlich klingende Stimme um. Das allgemeine Sprachmuster und die Betonungen bleiben dabei fast komplett erhalten.

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Noch spannender ist die automatische Zensur von sensiblen Daten. Bei oben genanntem Beispiel zensiert die KI etwa die Anzahl der gebauten Hotels und den Ort Bourg. Die Informationen können entweder einfach aus dem Satz ausgelassen oder durch einen Piepton übertönt werden.

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Die Einsatzgebiete von Voice Harbor richten sich vorwiegend an Behörden und Callcenter, die mit sensiblen Daten umgehen. Müssen Personen etwa ihr Krankheitsbild per Telefon durchgeben, soll die KI die Aufzeichnungen davon anonymisieren.

Das passiert auch, wenn die Aufnahmen für Schulungszwecke genutzt werden. So können etwa Polizeibeamt:innen in ihrer Ausbildung Aufzeichnungen von Notrufen hören, die in wenigen Sekunden zensiert wurden. Eine händische Zensur ist nicht mehr nötig.

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Srivastava betont, dass die Änderungen irreversibel seien. Eine KI könnte sie also auch nicht mehr ins Original zurückverwandeln.

Diese Pläne hat das Startup

Bislang richtet sich das angebotene Produkt nur an Unternehmen. Künftig will Nijta aber auch das Geschäft mit Privatkund:innen in Betracht ziehen. Hier gibt es aber ganz andere Anwendungsgebiete, die noch ausgebaut werden müssen.

Für Privatkund:innen wäre beispielsweise eine Echtzeitverschlüsselung der Stimme denkbar. Eine Kopie der eigenen Stimme wäre somit nicht mehr möglich. Zudem denken die Verantwortlichen über den nächsten Schritt der Zensur nach, bei dem Details in Sätzen gegen andere Details ausgetauscht werden.

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Zu guter Letzt will Nijta noch andere Sprachen unterstützen. Bislang ist Voice Harbor nur für Englisch und Französisch verfügbar.

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