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Diese Startups solltest du 2022 im Blick haben

Wer wird 2022 zum neuen Unicorn? Welches Startup wird die Welt verbessern? Wir haben bei 14 bekannten Investor:innen nachgefragt, welche Startups man im Jahr 2022 auf dem Schirm haben sollte.

Von Insa Schniedermeier
8 Min.
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Marlon Braumann, Partner bei Elevat3 Capital. (Foto: Elevat3 Capital)

Die Startup-Szene ist so heiß wie nie. Erst letzte Woche zeigte der neue „State of European Tech 2021“-Report, dass die europäische Tech-Industrie schneller wächst als noch vor der Pandemie. Alleine in den ersten acht Monaten des Jahres 2021 konnte sie ihren Wert um eine Billion US-Dollar steigern. Laut den für den Report befragten VC-Geber:innen und Gründer:innen wird es auch so weitergehen. Zwei Drittel von ihnen blicken optimistisch in die Zukunft.

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Aber auf welches Pferd sollte man setzen? Das haben wir uns auch gefragt, und uns bei denen umgehört, die sich täglich mit der Abschätzung der Zukunft beschäftigen: Investor:innen. Hier sind ihre Antworten.

Xavier Sarras, Founding Partner von 4P Capital

„Mein Votum fällt auf Tomorrow’s Education, ein Startup, das eine Hochschule mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Unternehmertum und Technologie aufgebaut hat. Das ist so spannend, weil sie eine eigene Plattform und einen Campus im Metaverse für die Student:innen entwickelt haben. Sie bringen Spitzenforschung und die Startup-Welt zusammen und machen sie von überall aus zugänglich. Anstatt an Vorlesungen teilzunehmen, lernen die Student:innen vernetzt und anhand von Challenges, die relevanten Kompetenzen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. 2022 erweitern Tomorrow’s Education ihren Masterstudiengang um einen Bachelorstudiengang und offene Challenges. Bis 2030 wollen sie die führende globale Uni sein.“

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Xavier Sarras, Founding Partner 4P Capital

Xavier Sarras, Founding Partner 4P Capital. (Foto: 4P Capital)

Bettine Schmitz und Dr. Gesa Miczaika, Gründerinnen der Auxxo Fund Management GmbH 

Peers Solutions ist das erste Startup, das eine technische Lösung geschaffen hat, die skalierbar individualisierte branchenübergreifende Weiterbildung für alle anbietet. Mit ihrer Lösung für Skill-Analyse und Content-Beschaffung löst Peers ein Kernproblem unser Gesellschaft, denn laut World Economic Forum wird jede zweite Arbeitnehmer:in in den nächsten vier Jahren neue oder andere Skills benötigen. Das stellt Leader:innen und HR Expert:innen vor eine Mammutaufgabe, die sie mit den heutigen Tools nicht lösen können. Mittlerweile hat Peers genügend Daten, Content und Kapital gesammelt, um auch Großunternehmen anzugehen und kommt damit seiner Mission einen Schritt näher, Europa in eine neue, digitale Welt zu begleiten – mittels maßgeschneidertem Lernen für alle.“

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Bettine Schmitz und Dr. Gesa Miczaika, Gründerinnen Auxxo Fund Management GmbH 

Bettine Schmitz und Gesa Miczaika, Gründerinnen der Auxxo Fund Management GmbH. (Foto: Auxxo)

Marlon Braumann, Partner bei Elevat3 Capital

„Für mich ist das Unternehmen Gropyus sehr spannend, da sie gleich mehrere Megatrends miteinander verbinden. Mit ihren modularen Mehrfamilienhäusern in Holzbauweise schaffen sie bezahlbaren Wohnraum – und das auch noch nachhaltig. Die Häuser werden komplett aus einer Hand produziert und mit einer eigenen Gropyus-Software ausgestattet. ‚Living as a service‘, quasi. Dass es in der neuen Regierung zum ersten Mal seit 2013 wieder ein eigenes Bundesministerium für Bauen und Wohnen geben wird, unterstreicht die Wichtigkeit des Themas für 2022 und beyond.“

Marlon Braumann, Partner bei Elevat3 Capital

Marlon Braumann, Partner bei Elevat3 Capital. (Foto: Elevat3 Capital)

Judith Dada, General Partner bei La Famiglia VC

„Ich sehe großes Potenzial in Startups, die einer klaren Mission folgen und gesellschaftliche Probleme lösen. Für 2022 sehe ich drei große Trends:

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  1. Ein massiver Fokus auf die Dekarbonisierung unserer Industrie
  2. Die weitere Demokratisierung der Finanzwelt
  3. Softwarelösungen, die es Firmen ermöglichen, sich im Kampf um schwindendes Talent besser aufzustellen

Als Startup finde ich dabei Sweep besonders spannend. Sweep ist die einzige CO2-Management Lösung im Markt, die es Firmen erlaubt, ihren gesamten CO2-Fußabdruck in Angriff zu nehmen. Sie haben eine Plattform gebaut, die Firmen miteinander verbinden kann, sodass ganze Industrien zusammen an der Reduktion ihrer Emissionen arbeiten können. Im neuen Jahr wird der Markt an Geschwindigkeit gewinnen. Striktere Regulierungen werden 2022 in ganz Europa in Kraft treten. Für Konzerne wird CO2-Management so von einem nice-to-have zu einem strategischen Muss, und das bringt Geschwindigkeit in die Zusammenarbeit mit Kund:innen und Partner:innen.“

Judith Dada, General Partner La Famiglia VC

Judith Dada, General Partner bei La Famiglia VC. (Foto: La Famiglia VC)

Philipp Werner, Principal bei ProjectA

„Als das Berliner Startup Vay dieses Jahr im September aus dem Stealth-Modus kam, wurde bekannt, dass es bereits seit zwei Jahren mit seiner Teledriving-Lösung auf Berliner Straßen unterwegs ist. Mit ihrer futuristisch anmutenden Technologie entkoppeln sie Fahrer:innen und Fahrzeug, wodurch ferngesteuerte Mobilität als konkreter Schritt in Richtung autonomes Fahren möglich wird, was nicht nur effizienter als bestehende Carsharing- und Ride-Hailing-Modelle ist, sondern auch sicherer. Dafür konnte Vay namhafte Investor:innen für sich gewinnen und verkündete kürzlich eine Partnerschaft mit der Stadt Hamburg, wo das Startup 2022 mit seinem ersten kommerziellen Angebot und der Vision, urbane Mobilität zu revolutionieren, an den Start geht.“

Philipp Werner, Principal ProjectA

Philipp Werner, Principal ProjectA. (Foto: ProjectA)

Lena Röslmaier, Senior Investment Associate bei Picus Capital

„Als Antwort auf den wachsenden Druck der Gesellschaft und Umwelt bezüglich gesunder und nachhaltiger Lebensmittelproduktion, bieten verschiedene Player der Foodtech-Industrie pflanzenbasierte, auf Fermentations-Technologie basierende oder zellbasierte Lebensmittelalternativen. Ein Startup, das wir in 2022 im Auge behalten sollten, ist BettrEgg. BettrEgg produziert ein pflanzenbasiertes, veganes Ei, dessen Geschmack und Struktur dem herkömmlichen Hühnerei sehr ähnlich sind. Während schon zahlreiche Alternativen für Meeresfrüchte, Fleisch und Milchprodukte auf dem Markt zu finden sind, bietet der europäische Markt noch wenig vegane Alternativen für Ei.“

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Lena Röslmaier, Senior Investment Associate bei Picus Capital

Lena Röslmaier, Senior Investment Associate bei Picus Capital. (Foto: Picus Capital)

Sascha Günther, Principal bei Vorwerk Ventures

Pockid ist der erste Anbieter einer Banking-App in Deutschland mit Fokus auf die Generation Z, also Jugendliche im Alter von 12 bis 24 Jahren. Die App ermöglicht der jugendlichen Kundengruppe erste Schritte in der Welt des Online-Banking zu machen. Kund:innen können innerhalb von 15 Minuten ein vollwertiges Bankkonto inklusive einer virtuellen und physischen Debit Mastercard eröffnen. Nach erfolgreichem Start in Deutschland plant Pockid im Jahr 2022 die schnelle und fokussierte Expansionsstrategie innerhalb der digital affinen Zielgruppe europaweit fortzusetzen.“

Sascha Günther, Principal Vorwerk Ventures

Sascha Günther, Principal bei Vorwerk Ventures. (Foto: Vorwerk Ventures)

Maximilian Tayenthal, Founder und Co-CEO von N26

„Ich sage: Getquin. Warum? Das Jahr 2021 war geprägt von zahlreichen Spacs, medienwirksamen IPOs, Wallstreetbets, einer steigenden Inflationsrate und Bestmarken an den Börsen. Immer mehr Menschen haben sich dadurch dem Thema ‚Investments‘ zugewandt und der Trend wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Da es aber mittlerweile eine endlose Zahl an Investment-Möglichkeiten gibt, wird der Meinungs- und Wissensaustausch immer wichtiger. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass die Menschen andere Informationsformate brauchen. Man kann klar einen Trend erkennen, weg von langen Artikeln und langen Videos, hin zu Learning-by-doing und dem Abschauen bei anderen. Dabei kann die Investment-Community von Getquin helfen, denn dort bekomme ich schnell ein umfassendes Meinungsbild und habe dazu noch mein Portfolio im Blick.“

Maximilian Tayenthal, Founder und Co-CEO von N26

Maximilian Tayenthal, Founder und Co-CEO von N26. (Foto: N26)

Caroline Heil, CEO und Investorin bei The New Meat Co

„Als Investorin mit Fokus auf den rasant wachsenden Fleischersatzmarkt sind einige Startups im Bereich der alternativen Proteine im nächsten Jahr für mich sehr spannend: Global wird gigantisches Markt-Wachstum vorhergesagt und den Startups kommt hier als Innovationstreiber und Umwelt- sowie Klimaschützer:innen eine wichtige Rolle zu. Richtungsweisend für die Zukunft der Industrie wird sicherlich die Entwicklung von Beyond Meat im Bereich veganen Fleischersatzes und Eat Just im Bereich im Labor gezüchteten Fleisches im nächsten Jahr sein. Beide passen nicht in unsere Investmentstrategie, sind aber Indikatoren für den gesamten Markt.“

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Caroline Heil, CEO und Investorin bei The New Meat Co

Caroline Heil, CEO und Investorin bei The New Meat Co. (Foto: The New Meat Co)

Sebastian Stietzel, Serial Entrepreneur und Investor

„Wirtschaftlich total interessant dürfte im Zusammenhang mit der angekündigten Cannabis-Legalisierung der gesamte Bereich in und um die Anwendung von Cannabinoiden sein. Die Synbiotic SE als Plattform für die gesamte Wertschöpfungskette von Cannabinoiden war schon vor den Ankündigungen der neuen Bundesregierung sehr gut aufgestellt und gewachsen und wird den Rückenwind sehr gut nutzen können. Durch das Börsen-Listing in Deutschland ist eine Beteiligung für jedermann sehr einfach.“

Sebastian Stietzel, Serial Entrepreneur und Investor

Sebastian Stietzel, Serial Entrepreneur und Investor. (Foto: privat)

Simon Bartmann, Senior Investment Manager und Executive Director der EWE AG

„Die Welt steht vor der großen Aufgabe, die Klimakrise zu meistern, die auch zu einer massiven Gesundheitskrise werden wird. Das Climate-Fintech Bullfinch verbindet den weltweiten Kapitalmarkt mit lokalen Projekten von Energieversorger:innen und Entwickler:innen, um lokale, klimaneutrale Infrastruktur investierbar zu machen. Eine Art Klarna für die Energiebranche. Mit der neuen Ampel-Regierung steht Klimaschutz im Fokus des wirtschaftlichen Handelns. Dieser Rückenwind, in Kombination mit Bullfinchs technologischem sowie privatwirtschaftlichem Geschäftsmodell, wird das Climate-Fintech auf ein neues Level heben und Milliarden über die Plattform abwickeln.“

Simon Bartmann, Senior Investment Manager und Executive Director EWE AG

Simon Bartmann, Senior Investment Manager und Executive Director EWE AG. (Foto: EWE AG)

Noel Zeh, Managing Partner bei Alstin Capital

Nect aus Hamburg ist ein führendes Identity-Wallet-Startup. Sowohl die europäische Kommission als auch die neue deutsche Regierung haben digitale Identitäten auf ihre Agenda genommen. Nect wird in 2022 zur führenden Identity-Plattform in Europa wachsen, um jeder Bürgerin und jedem Bürger jegliche Rechtsgeschäfte digital anbieten zu können: Handyvertrag digital, Kreditvertrag digital, neues Konto digital, Wohnung ummelden digital – binnen Sekunden.“

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Noel Zeh, Managing Partner bei Alstin Capital

Noel Zeh, Managing Partner bei Alstin Capital. (Foto: Alstin Capital)

Bastian Hasslinger, Investor bei Picus Capital

„Steigender Druck von Konsument:innen, Finanzmärkten und strengere regulatorische Maßnahmen führen zu einer steigenden Relevanz des Themas Nachhaltigkeit für Unternehmen aller Branchen und Größen. Die Ermittlung des eigenen CO2-Fußabdrucks und die Ableitung von Maßnahmen stellt für nahezu alle Unternehmen eine große Herausforderung dar – Zugang zu verlässlichen Daten ist das Hauptproblem. Sourceful ermöglichen es Konsumgüter-Unternehmen, den Impact ihrer Produkte zu verstehen, und bietet Zugang zu vorausausgewählten, nachhaltig operierenden Lieferanten. Während das Thema Nachhaltigkeit in 2021 an Relevanz gewonnen hat, glauben wir fest daran, dass es im Jahr 2022 ganz oben auf der Prioritätenliste vieler Unternehmen stehen wird, woraus sich zahlreiche spannende Möglichkeiten für innovative Technologie-Lösungen ergeben!“

Bastian Hasslinger, Investor bei Picus Capital

Bastian Hasslinger, Investor bei Picus Capital. (Foto: Picus Capital)

Eckhardt Weber, General Partner von Heal Capital

„Der Praxisverbund von Avi Medical steht für einen neuen, modernen Behandlungsstil: patientenfreundlich, technologieunterstützt und mit besonderer menschlicher Note. Das Unternehmen betreibt drei Praxen in München, die vierte und fünfte sollen demnächst hinzukommen. Avi Medical will bundesweit Fuß fassen und strebt bis zu 100 Praxen an. Avi Medical wird die klassische Gesundheitsversorgung, so wie wir sie kennen, revolutionieren. Wir sind davon überzeugt, dass digitale Technologien die Gesundheitsversorgung neu definieren und eine bessere, kostengünstigere und einfachere Patientenversorgung garantieren können. Am Ende profitieren alle Beteiligten: Patienten, Ärzte und Versicherer.“

Eckhardt Weber, General Partner von Heal Capital

Eckhardt Weber, General Partner von Heal Capital. (Foto: Privat)

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