News

Warum Startups jetzt mehr Geld denn je in Werbung investieren

https://www.shutterstock.com/pic-141262156/stock-photo-finding-the-right-investment-opportunity-social-media-budget-pricing-green-dollar-money-sign-symbol-on-stick-note-over-speech-bubble-and-blue-background.html

Es ist eine gewagt These: „Startups investieren teilweise bis zu fünfmal so viel in die Produktion von Werbespots als noch vor wenigen Jahren“,  sagt Nils Seger, Chef der Berliner Agentur RCKT.

War es bis vor kurzem noch so, dass Unternehmen aus der digitalen Welt den Werbeblock mit billig produzierten Erklärbär-Filmen geradezu vollgemüllt haben, setzen sie jetzt zunehmend auf Qualität.

Die Gründer hätten erkannt, dass sie Marken aufbauen und dafür eine visuelle Welt schaffen müssen, die sich ins Digitale verlängern lässt. Sie legen zunehmend Wert auf qualitativ hochwertigen Content und sind auch bereit, darin zu investieren. Deshalb seien sechsstellige Produktionsbudgets heute eher die Regel als die Ausnahme. Die aufwendigen TV-Produktionen für Freeletics sind Beispiel für diese Entwicklung.

My Body Is My Buddy: Foodspring

Aber auch das Berliner Startup Foodspring hat die Messlatte höher gelegt. Deren CMO Marc Hermann sagt: „Wir haben uns von Beginn an als Consumer Brand gesehen und nicht als reiner E-Commerce-Shop.“ Deshalb seien solche Investitionen unumgänglich.

Werde mit Freeletics zur besten Version deiner selbst

Wer raus aus seiner Nische will, kommt um das Medium TV nicht herum, weil damit immer noch am schnellsten Reichweite und Resultate erzielt werden können.

Und da die Konkurrenz vor allem in den Bereichen Ernährung und Fitness groß ist, gilt es mehr denn je, ein konsistentes, kanalübergreifendes Markenbild zu etablieren.

Movinga-Kampagne 2016

Media-for-Equity-Deals oder Investorengelder helfen dabei, den Einstieg in die TV-Werbung zu schaffen. Wer glaubt, die junge, wilde Gründerszene stürze sich dank dieser Unterstützung kopflos in das Abenteuer TV, der irrt sich. Vor dem ersten On-Air-Termin stehen fast immer umfangreiche Marktforschungstests an. „Wir haben kaum Kunden, die ohne Pre-Tests ins Fernsehen gehen“ sagt Ewald Pusch, Geschäftsführer von Neverest. Auch er beobachtet den Trend zu aufwendigeren TV-Produktionen. „Zwischen 80.000 und 100.000 Euro muss man schon mindestens investieren, um im Werbeblock neben den großen Marken nicht völlig unterzugehen“, ist er überzeugt. Zu den aktuellen Kunden von Neverest zählt Outfittery, der Online-Pionier für kuratiertes Einkaufen.

Mit Outfittery online einkaufen

https://vimeo.com/202759476

Die ebenfalls auf Startups spezialisierte Berliner Agentur Try No Agency warnt davor, diesen Trend als allgemeingültig zu betrachten. Zwar realisiert das Team um die beiden Gründer Stefan Nagel und Friedrich Tromm inzwischen auch High-Value-Produktionen, zuletzt etwa für den Kunden Movinga, dennoch sei das (noch) nicht die Regel: „Junge Unternehmen aus der Gründerszene kommen von etablierten Agenturen zu uns, weil der für eine hohe sechsstellige Summe realisierte Film schlichtweg nicht verkauft hat“, sagt Tromm. Er wirft den etablierten Playern vor, dass sie bei Werbung für Startups gerne mal vergessen, dass es sich zuweilen um erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen handelt, denen L’art pour l’art nicht weiterhilft.

Ebenfalls interessant: 

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung