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Stationäre Händler verlieren online den Anschluss

Laut einem Vergleich verlieren stationäre Händler im E-Commerce zunehmend den Anschluss (Foto: Shutterstock).

Lesezeit: 2 Min.
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Stationäre Händler in Deutschland haben zunehmend Probleme, mit den Entwicklungen im E-Commerce Schritt zu halten. Vor allem im ländlichen Raum und in Klein- und Mittelstädten.

Dass der Onlinehandel von stationären Händlern nicht halbherzig als einer von vielen Vertriebskanälen bedient werden sollte, hat ein Vergleich durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) ergeben. Demnach sollen stationäre Händler in Deutschland seit 2017 zunehmend Onlinekundschaft verloren haben. Es droht ihnen daher, den Anschluss zu verlieren.

Mit Investitionen gegensteuern

E-Commerce wächst weiterhin und wird laut einer Schätzung des bevh 2019 die 70-Milliarden-Euro-Marke übersteigen. Laut dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer des bevh, Martin Groß-Albenhausen, käme das Wachstum jedoch zum größten Teil Online-Marktplätzen zugute. So sollen Online-Marktplätze und der klassische Versandhandel von 2017 bis 2019 Zuwächse um 5,4 beziehungsweise 0,5 Prozent erzielt haben. Bei Internet-Pure-Playern sei die Anzahl der Online-Kunden nach einem Anstieg im letzten Jahr in diesem Jahr um 1,2 Prozent zurückgegangen.

Die klaren Verlierer des Vergleichs sollen jedoch die stationären Händler sein. Deren Onlinekundschaft sei seit 2017 von 18,9 auf 13,1 Prozent gesunken sein. Dabei falle der Rückgang im ländlichen Raum und in Klein- und Mittelstädten am drastischsten aus und sei seit 2017 mit 54,78 Prozent zum Teil um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Nutzung nach Einwohnerzahl des Wohnortes 2017 2019 Veränderung
1-5.000 18,70% 11,00% -41,18%
5.001-10.000 17,80% 13,50% -24,16%
10.001-25.000 23,00% 10,40% -54,78%
25.001-50.000 19,70% 10,90% -44,67%
50.001-100.000 17,30% 14,90% -13,87%
100.001-250.000 16,80% 16,20% -3,57%
250.001-500.000 17,10% 15,70% -8,19%
500.001-1.000.000 18,20% 15,00% -17,58%
über 1.000.000 14,90% 14,20% -4,70%

„Die Erwartung, durch einen Onlineshop Rückgänge im Ladengeschäft einfach aufzufangen, wird enttäuscht. Der Multichannel-Händler braucht Exzellenz auf allen Kanälen, um die Sichtbarkeit trotzt des Sortimentsnachteils gegenüber Plattformen und möglicherweise einem Rückzug aus der Fläche zu erhalten“, fasst Martin Groß-Albenhausen die Ergebnisse des Vergleichs zusammen. Es sei daher wichtig, mit Investitionen gegenzusteuern – in Menschen (Fachkräfte), Systeme und neue Geschäftsmodelle. So würden zum Beispiel Kaufleute im E-Commerce, die jetzt ins zweite Ausbildungsjahr starten und die kommenden E-Commerce-Fachwirte, für die von Groß-Albenhausen angesprochene Exzellenz sorgen.

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Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Branchenvereinigung der Interaktiven Händler (das heißt der Online- und Versandhändler). Nach Fusionen mit dem Bundesverband Lebensmittel-Onlinehandel und dem Bundesverband der Deutschen Versandbuchhändler repräsentiert der bevh die kleinen und großen Player der Branche. Er vertritt deren Brancheninteressen gegenüber dem Gesetzgeber sowie gegenüber Institutionen aus Politik und Wirtschaft.

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