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Ratgeber

Steuern sparen: So senkst du auf den letzten Drücker deine Steuerlast

(Foto: Shutterstock / Jirapong Manustrong)

Du willst dem Finanzamt nicht mehr Steuern zahlen als unbedingt nötig? Hier erfährst du, wie du vor Silvester mit ein paar geschickten Ausgaben noch die Steuerlast fürs ganze Jahr senken kannst.

Wohl kaum jemand zahlt gerne mehr Steuern als nötig – doch schon bei moderaten Gehältern stellt man fest, dass man im Vergleich zum Rest der Bevölkerung ganz schön viel zahlt. Dieser Rechner geht dieser Tage durch die Medien, mit dessen Hilfe du sehen kannst, wie viele Deutsche mehr oder weniger Steuern zahlen als du und wie sich das Steueraufkommen in der Bevölkerung verteilt. Dabei wird vor allem eines deutlich: Gerade wer vom Einkommen her nicht zu den niedrigsten Gruppen gehört, wird ordentlich zur Kasse gebeten. Das gilt nicht nur für Angestellte, sondern auch für Freiberufler, Selbstständige und Gründer.

Doch es gibt etwas Spielraum. Was du im Dezember noch tun kannst, um den Fiskus nicht übermäßig an deinen Einkünften zu beteiligen, erklären wir in diesem Beitrag. Doch zunächst einmal solltest du errechnen, wie viele Steuern du im kommenden Jahr zahlen musst. Dazu ist es ein guter Rat, sich zeitnah die passende Steuersoftware zuzulegen. Egal ob du dich für Wiso-Steuer, die Steuer-Spar-Erklärung oder Lexware-Quick-Steuer entscheidest – alle drei Systeme ermöglichen dir schon vor Jahresende einen Überblick über die zu erwartende Ausschöpfung bestimmter Töpfe. Du kannst so sehen, ob du beispielsweise bei den Vorsorgeaufwendungen noch etwas Spielraum hast und sich etwa eine Sonderzahlung lohnt oder ob du bei den Werbungskosten noch etwas absetzen könntest.

Wenn du also ohnehin in den letzten Jahren damit deine Steuererklärung erledigt hast, ist es nur vernünftig, die Version zeitnah zu kaufen, um noch vor Weihnachten entsprechende Gestaltungsspielräume im alten Jahr auszunutzen. Außerdem gibt es im Internet eine Vielzahl von Rechnern, die dir zumindest zeigen, wie viel Netto- du von deinem Bruttogehalt bekommen kannst, wo dein Grenzsteuersatz liegt oder was du im kommenden Jahr sinnvollerweise in Sachen Firmenwagen machen solltest.

Steuern sparen auf den letzten Drücker

Das sind die Stellschrauben, an denen du noch drehen kannst, wenn du bei der Steuererklärung im kommenden Jahr möglichst viel herausbekommen willst:

Notebook und Smartphone erneuern

Ist deine Hardware aktuell, hast du die nötige Software? Auch wenn du angestellt bist, kannst du die berufliche Nutzung gegebenenfalls prozentual angerechnet bekommen, etwa, wenn du in deiner Freizeit dienstliche Inhalte recherchierst, Bewerbungen schreibst oder ein nebenberufliches Kleingewerbe hast. Du solltest in diesem Fall das Equipment prozentual ansetzen. Während du hier die Eintragungen unter den Werbungskosten vornimmst, handelt es sich beim Freiberufler oder Gründer um Daten, die meist ins Geschäftsergebnis einfließen.

Das eigene Arbeitszimmer und dessen Ausstattung

Noch mehr Gestaltungsspielraum hast du als Freiberufler, Gründer und Selbstständiger, der über die Ausstattung seines Arbeitszimmers selbst entscheiden kann (aber den ganzen Kram tatsächlich auch nicht durch seinen Arbeitgeber gestellt bekommt). Wichtig ist dabei grundsätzlich, dass das Arbeitszimmer den inhaltlichen (meist auch zeitlichen) Mittelpunkt deines Schaffens darstellt. Die bereits in die Jahre gekommene Einrichtung, der quietschende Rollcontainer, der unbequeme Schreibtischstuhl – all das solltest du vorm Silvesterböllern noch erneuern.

Geringwertige Güter – das ändert sich

Eine wichtige Neuerung gibt es bei den geringwertigen Gütern, also jenen Dingen, die du gleich absetzen kannst und nicht mühevoll über mehrere Jahre (gemäß Afa-Tabelle) abschreiben musst. Lag die Grenze hier bisher bei 410 Euro, liegt sie seit 2018 bei 800 Euro – jeweils zuzüglich Umsatzsteuer beziehungsweise Mehrwertsteuer. Zu beachten ist, dass es sich dabei um einzeln / für sich nutzbare Güter handeln muss, sodass das Notebook zwar darunter fällt, der Desktop-PC aber alleine nicht, der Schreibtischstuhl schon, der teure Einsatz für deinen Rollcontainer eher nicht. Etwas kompliziert und oftmals nicht lohnend ist die Zusammenfassung von Posten in einem Sammelposten – mehr dazu in diesem Beitrag

Nochmal zum Mitschreiben: Wenn du jetzt also ein Smartphone kaufst, kannst du’s besser absetzen, wenn es kostenmäßig unterhalb 952 Euro brutto bleibt. Bei den meisten aktuellen iPhones dürfte das schwer werden, bei allen anderen durchaus machbar sein. Hier hast du insbesondere als Selbstständiger aber die Möglichkeit, das Ganze über einen Vertrag mit Gerät, der einen monatlichen Betrag kostet, abzusetzen. Das ist vom Cashflow her auch deutlich eleganter zu lösen – und auch im Bereich der Software ein gangbarer Weg.

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