Ratgeber

Steuererklärung: Mit diesen Apps und Cloud-Diensten gibt’s Geld vom Finanzamt zurück

Geld zurückholen vom Finanzamt? Gerade bei Anwendern, die zu einer Steuererklärung nicht verpflichtet sind, stehen die Chancen gut. (Bild: empics / Shutterstock)

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Wer seine Steuererklärung abgeben will, hat heute eine Vielzahl von Möglichkeiten. Wir stellen die wichtigsten Programme und App-Varianten vor und erklären die Vor- und Nachteile eines Cloud-Dienstes.

Die Steuererklärung ist für viele Arbeitnehmer ein lästiges Übel, das sie gerne so lange wie möglich verdrängen und aufschieben. Doch in einigen Wochen ist es wieder soweit. Aber aufgepasst – es gibt 2019 eine Neuerung: Denn erstmals hast du bis Ende Juli Zeit, deine Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln – es sei denn, du lässt dich vom Steuerberater vertreten, dann darfst du dir bis zum 28. Februar 2020 Zeit lasen. Doch so großzügig sind die Finanzämter nicht ohne einen Pferdefuß: War man bisher großzügig bei zu spät eingereichten Steuererklärungen, werden jetzt bei zu spät eingereichter Steuererklärung automatisch mindestens 25 Euro Versäumniszuschlag fällig. Weiterhin kann man aber eine Fristverlängerung beantragen, die in den meisten Fällen zumindest Angestellten auch gewährt werden dürfte.

Laut unterschiedlichen Statistiken bekommt jeder, der eine Steuererklärung macht, im Schnitt einen Betrag von gut 1.000 Euro zurückerstattet. Grundsätzlich lohnt sich eine Steuererklärung für fast jeden, der seitens des Finanzamts nicht dazu verpflichtet ist. Denn die Finanzbehörden achten schon darauf, dass sie bei jedem, der höchstwahrscheinlich nachzahlen muss, auch eine Steuererklärung einfordern. Gerade bei Steuerklasse 1 und einigen Vorsorgeaufwendungen sowie Pendlerpauschale ist es eigentlich immer sinnvoll, eine Steuererklärung abzugeben. Übrigens musst du nicht automatisch immer eine Steuererklärung machen, wenn du einmal eine erstellt hast. Es kann sich also beispielsweise lohnen, mal die Unterlagen zusammen zu suchen und für ein Jahr probeweise die Daten in eine der Apps einzugeben. Hier werden, anders als bei den Softwareprodukten, die Kosten erst bei tatsächlicher Abgabe fällig.

Für die Steuererklärung brauchst du meist keinen Steuerberater

Wer nicht auf einen (vergleichsweise teuren) Steuerberater oder einen (günstigeren, aber nicht für alle verfügbaren) Lohnsteuerhilfeverein setzen will, hat im Prinzip drei Möglichkeiten: Er kann die Steuererklärung mit der finanzamtseigenen Elster-Software erledigen, die aber kaum Tipps beim Ausfüllen und Ansetzen bestimmter Leistungen gibt. Er kann eine Software wie Wiso Sparbuch, Quick Steuer oder die Steuersparerklärung einsetzen oder auf einen Online-Service oder eine App setzen. Auf den folgenden Seiten stellen wir die wichtigsten Softwareprodukte vor.

Für die datenbasierte Lösung mit Software, App oder Online-Dienst spricht ab diesem Jahr noch ein weiteres Argument: Das Finanzamt fordert nur noch in Ausnahmefällen Belege an – diese sollte man daher aufbewahren, aber nicht ungefragt mitschicken. Am schnellsten und einfachsten geht die Steuererklärung daher zukünftig per Elster oder mit einer Software oder Online-Lösung, die via Elster überträgt. Was du in diesem Fall noch brauchst, ist ein Elster-Zertifikat samt Datei, das du relativ unkompliziert vom Finanzamt erhalten kannst – vorausgesetzt, du kommst nicht auf den letzten Drücker.

Elster: Einfach, aber nicht immer komfortabel

Irgendwie verrät es einen guten Sinn für Humor, wenn eine Finanzbehörde ihr IT-System für die Steuerabgabe Elster nennt. Elster ist im Prinzip nur eine IT-Schnittstelle mit Frontend, die du über www.elster.de erreichst. Elster ermöglicht die Eingabe der steuerrelevanten Daten, hilft aber im Gegensatz zu „richtigen“ Tools zur Steuererklärung nicht mit Ratschlägen weiter, was man wo wie absetzen könnte.

Deshalb reicht Elster grundsätzlich zur Abgabe der Steuererklärung aus; der niedrige zweistellige Betrag, den man für eine andere Lösung jährlich aufwenden muss, macht sich aber schon bezahlt, wenn man nur einen der zusätzlichen Tipps für sich verwenden kann. Abgesehen davon zählt Elster nicht zu den benutzerfreundlichsten Tools dieser Welt, sodass eine Steuererklärungssoftware sich schon in dieser Hinsicht bezahlt macht. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Anwendungen, die auf das Elster-Protokoll setzen, also eine rechtsgültige Steuererklärung ermöglichen. Allerdings ist die dortige Auflistung nicht komplett.

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