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Steuererklärung: Mit diesen Apps gibt’s Geld vom Finanzamt zurück

(Bild: Mehaniq / Shutterstock)

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Wer seine Steuererklärung abgeben will, hat heute eine Vielzahl von Apps und Cloud-Dienste zur Verfügung. Im Schwerpunkt „Geld und Finanzen“ stellen wir die wichtigsten Anbieter vor.

Die Steuererklärung ist für viele Arbeitnehmer, aber auch für Freiberufler und Selbstständige ein lästiges Übel, das sie gerne so lange wie möglich verdrängen und aufschieben. Doch in einigen Wochen ist es wieder soweit. Aber aufgepasst – wie schon im vergangenen Jahr hat der Gesetzgeber dir bis Ende Juli Zeit gegeben, deine Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln – es sei denn, du lässt dich vom Steuerberater vertreten, dann darfst du dir bis zum 28. Februar 2021 Zeit lasen. Doch so großzügig sind die Finanzämter nicht ohne einen Pferdefuß: War man bisher großzügig bei zu spät eingereichten Steuererklärungen, werden jetzt bei zu spät eingereichter Steuererklärung automatisch mindestens 25 Euro Versäumniszuschlag fällig. Weiterhin kann man aber eine Fristverlängerung beantragen, die in den meisten Fällen zumindest Angestellten auch gewährt werden dürfte. Vergleichbar viel Spielraum haben die Finanzämter, wenn du nur im Rahmen dieser Frist bis Ende Februar des Folgejahres Aufschub willst.

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Laut unterschiedlichen Statistiken bekommt jeder, der eine Steuererklärung macht, im Schnitt einen Betrag von gut 1.000 Euro zurückerstattet. Grundsätzlich lohnt sich eine Steuererklärung für fast alle, die seitens des Finanzamts nicht dazu verpflichtet sind. Denn die Finanzbehörden achten schon darauf, dass sie bei jedem, der höchstwahrscheinlich nachzahlen muss, auch eine Steuererklärung einfordern. Gerade bei Steuerklasse 1 (respektive 3) und einigen Vorsorgeaufwendungen sowie Pendlerpauschale ist es eigentlich immer sinnvoll, eine Steuererklärung abzugeben. Übrigens musst du nicht automatisch immer eine Steuererklärung machen, wenn du einmal eine erstellt hast. Es kann sich also beispielsweise lohnen, mal die Unterlagen zusammen zu suchen und für ein Jahr probeweise die Daten in eine der Apps einzugeben. Hier werden, anders als bei den Softwareprodukten, die Kosten erst bei tatsächlicher Abgabe fällig.

Gut zu wissen: Du kannst die Steuererklärung auch für bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen. Allerdings brauchst du dazu auch die jeweilige Version der Software. Achte darauf, dass du nicht nur immer dieselbe Software verwendest, sondern auch die entsprechende identische Version hast. So kannst du einigermaßen elegant die Daten aus dem jeweils vorigen Jahr importieren und beispielsweise für mehrjährige Abschreibungen einplanen.

Für die Steuererklärung brauchst du meist keinen Steuerberater

Wer nicht auf einen (vergleichsweise teuren) Steuerberater oder einen (günstigeren, aber nicht für alle verfügbaren) Lohnsteuerhilfeverein setzen will, hat im Prinzip drei Möglichkeiten: Er kann die Steuererklärung mit der finanzamtseigenen Elster-Software erledigen, die aber kaum Tipps beim Ausfüllen und Ansetzen bestimmter Leistungen gibt. Selbst wenn dein Fall besonders übersichtlich gelagert ist, wirst du dabei länger suchen als mit einer der anderen Lösungen (überlege daher, ob das die Zeit wert ist). Denn eine Software wie Wiso Sparbuch*, Quick Steuer oder die Steuersparerklärung* ist ausgereift und lässt sich auch für komplexere Fälle einsetzen. Alternativ kann man auf einen Online-Service oder eine App setzen. Auf den folgenden Seiten stellen wir die wichtigsten Softwareprodukte vor.

Für die datenbasierte Lösung mit Software, App oder Online-Dienst spricht noch ein weiteres Argument: Das Finanzamt fordert nur noch in Ausnahmefällen Belege an – diese sollte man daher aufbewahren, aber nicht ungefragt mitschicken. Am schnellsten und einfachsten geht die Steuererklärung daher zukünftig per Elster oder mit einer Software oder Online-Lösung, die via Elster überträgt. Was du in diesem Fall noch brauchst, ist ein Elster-Zertifikat samt Datei, das du relativ unkompliziert vom Finanzamt erhalten kannst – vorausgesetzt, du kommst nicht auf den letzten Drücker. Denn ein paar Tage benötigen die Ämter, bis sie dir deinen Freischalt-Code per Brief zusenden.

Elster: Einfach, aber nicht immer komfortabel

Irgendwie verrät es einen guten Sinn für Humor, wenn eine Finanzbehörde ihr IT-System für die Steuerabgabe Elster nennt. Elster ist im Prinzip nur eine IT-Schnittstelle mit Frontend, die du über www.elster.de erreichst. Elster ermöglicht die Eingabe der steuerrelevanten Daten, hilft aber im Gegensatz zu „richtigen“ Tools zur Steuererklärung nicht mit Ratschlägen weiter, was man wo wie absetzen könnte. Alternativ ist Elster aber auch eine Lösung für den XML-Import anderer Steuerprogramme, über die du deine Erklärung abgibst. In der Regel kannst du über die Steuersoftware aber auch das Ergebnis des Finanzamts abrufen, sobald die Steuererklärung durch den Finanzbeamten bearbeitet ist. Eine Steuer-Software zeigt dir dabei, welche Differenzen es zwischen der eigenen Berechnung durch die Software und dem Finanzamt gibt. Gegebenenfalls kannst du mithilfe von Musterbriefen Beschwerde einlegen, wenn du meinst, dass bestimmte Werte falsch angesetzt wurden.

Deshalb reicht Elster grundsätzlich zur Abgabe der Steuererklärung aus; der niedrige zweistellige Betrag, den man für eine andere Lösung jährlich aufwenden muss, macht sich aber schon bezahlt, wenn man nur einen der zusätzlichen Tipps für sich verwenden kann. Abgesehen davon zählt Elster nicht zu den benutzerfreundlichsten Tools dieser Welt, sodass eine Steuererklärungssoftware sich schon in dieser Hinsicht bezahlt macht. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Anwendungen, die auf das Elster-Protokoll setzen, also eine rechtsgültige Steuererklärung ermöglichen. Allerdings ist die dortige Auflistung nicht komplett.

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2 Kommentare
Florian
Florian

Gut zu wissen, dass junge Berufseinsteiger die kostenlose Version der Steuer-Spar-Erklärung nutzen können. Ich werde mich definitiv weiter über Steuerhelden.de informieren. Danke für den Beitrag, sehr hilfreich! Ich habe einen guten Überblick über das Thema bekommen!

Antworten
Simon Tischler
Simon Tischler

Wichtig in dem Zusammenhang ist oft auch alle Dokumente, Belege etc. zu haben damit man die Sachen überhaupt absetzen kann. In dem Zusammenhang kann ich fileee(https://www.fileee.com) empfehlen, ist ne App um alle Dokumente digital zu verwalten, egal was. Nicht nur Papiere (dafür nutze ich es hauptsächlich), sondern halt auch aus dem Email Postfach oder aus Portalen oder so. Ich finde das immer sehr praktisch dann in Sekunden alles wiederzufinden. Ansonsten nutze ich Wiso Sparbuch, das kostet zwar bisschen was aber kann man auch absetzen. Bei den ganzen Apps finde ich oft nicht so gelungen das ich eigentlich eine Desktop Variante haben möchte. Handy und Tablet ist für mich nicht ausreichend. Die meisten haben auch eine Web Oberfläche aber ich gebe zu da habe ich keine Erfahrung wie ausgereift die sind.

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