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Steuererklärung: Diese Apps und Cloud-Dienste helfen dir dabei

Wer seine Steuererklärung abgeben will, dem stehen heute eine Vielzahl von Apps und Cloud-Diensten zur Verfügung. Wir stellen die wichtigsten Anbieter vor und erklären, warum du deine Steuer meist problemlos selbst erledigen kannst.

15 Min. Lesezeit
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Für die Steuererklärung brauchst du meist keinen Steuerberater. (Foto: Mehaniq / Shutterstock)

Hinweis: Wir haben in diesem Artikel Provisions-Links verwendet und sie durch "*" gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision.

Die Steuererklärung ist für viele Arbeitnehmer, aber auch für Freiberufler und Selbstständige ein lästiges Übel, das sie gerne so lange wie möglich verdrängen und auf die lange Bank schieben. Doch schon in einigen Wochen ist es wieder so weit: Im Jahr 2023 hast du bis zum 2. Oktober 2023 Zeit, deine Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln.

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Aber aufgepasst: Denn einerseits gibt dir der Gesetzgeber seit ein paar Jahren mehr Zeit, deine Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln, hat aber in anderer Hinsicht die Gesetze verschärft. War man bisher großzügig bei zu spät eingereichten Steuererklärungen, werden jetzt bei zu spät eingereichter Steuererklärung automatisch mindestens 25 Euro Säumniszuschlag fällig.

Weiterhin kann man aber eine Fristverlängerung beantragen, die in den meisten Fällen zumindest Angestellten auch gewährt werden dürfte. Vergleichbar viel Spielraum haben die Finanzämter, wenn du im Rahmen dieser Frist bis Ende Juli des Folgejahres Aufschub willst. Das ist nämlich der Zeitraum, zu dem dein:e Steuerberater:in, so du eine:n hättest, abgeben müsste.

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Für wen lohnt sich eine Steuererklärung?

Laut unterschiedlichen Statistiken bekommt jeder, der eine Steuererklärung macht, im Schnitt einen Betrag von rund 1.100 Euro zurückerstattet. Eine aktuelle Studie des Anbieters Buhl, der einen Steuerreport veröffentlicht hat, kommt sogar zu einem Wert von im Schnitt 1.674 Euro, was sich aber auf deren Nutzer bezieht. Grundsätzlich lohnt sich eine Steuererklärung für fast alle, die seitens des Finanzamts nicht dazu verpflichtet sind. Denn die Finanzbehörden achten schon darauf, dass sie bei jedem, der höchstwahrscheinlich nachzahlen muss, auch eine Steuererklärung einfordern. Gerade bei Steuerklasse 1 (respektive 3) und einigen Vorsorgeaufwendungen sowie Pendlerpauschale ist es eigentlich immer sinnvoll, eine Steuererklärung abzugeben, bei anderen kann die Homeofficepauschale sinnvoll sein, die inzwischen mehrfach erhöht wurde.

Übrigens musst du nicht automatisch immer eine Steuererklärung machen, wenn du einmal eine erstellt hast. Es kann sich also beispielsweise lohnen, mal die Unterlagen zusammenzusuchen und für ein Jahr probeweise die Daten in eine der Apps einzugeben. Hier werden, anders als bei den Softwareprodukten, die Kosten erst bei tatsächlicher Abgabe fällig.

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Gut zu wissen: Du kannst die Steuererklärung auch für bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen. Allerdings brauchst du dazu auch die jeweilige Version der Software. Achte darauf, dass du nicht nur immer dieselbe Software verwendest, sondern auch die entsprechende identische Version hast. So kannst du einigermaßen elegant die Daten aus dem jeweils vorigen Jahr importieren und beispielsweise für mehrjährige Abschreibungen einplanen.

Für die Steuererklärung brauchst du meist keinen Steuerberater

Wer nicht auf eine:n (vergleichsweise teure:n) Steuerberater:in oder einen (günstigeren, aber nicht für alle verfügbaren) Lohnsteuerhilfeverein setzen will, hat im Prinzip drei Möglichkeiten: Man kann die Steuererklärung zum einen mit der finanzamtseigenen Elster-Software erledigen, die aber kaum Tipps beim Ausfüllen und Ansetzen bestimmter Leistungen gibt. Neu ist hier, dass das altbekannte Tool „Elster Formular“ abgeschafft wird und durch das inzwischen verbesserte „Mein Elster“ ersetzt wird. Statt einer Software mit späterem Upload der fertigen Erklärung erstellst du das Ganze in einer Cloud-Lösung im Browser. Immerhin: Die wichtigsten Steuerdaten, die in „Elster Formular“ bereits angegeben wurden, lassen sich in das Nachfolger-Programm übernehmen oder zu einer anderen Software transferieren.

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Selbst wenn dein Fall besonders übersichtlich gelagert ist, wirst du dabei aber möglicherweise länger brauchen als mit einer der anderen Lösungen. Überlege daher, ob das die Zeit wert ist. Denn eine Software wie Wiso Sparbuch*, Quick Steuer* oder die Steuersparerklärung* ist ausgereift und lässt sich auch für komplexere Fälle einsetzen. Alternativ kann man auf einen Online-Service oder eine App setzen. Auf den folgenden Seiten stellen wir die wichtigsten Softwareprodukte vor.

Für die datenbasierte Lösung mit Software, App oder Onlinedienst spricht noch ein weiteres Argument: Das Finanzamt fordert nur noch in Ausnahmefällen Belege an – diese sollte man daher aufbewahren, aber nicht ungefragt mitschicken. Übrigens kann es laut Steuerberatenden sogar sein, dass die Einreichung mit unaufgeforderten Belegen in der Bearbeitung länger dauert als wenn du diese erst nachträglich einreichst.

Am schnellsten und einfachsten geht die Steuererklärung daher zukünftig per Elster oder mit einer Software oder Online-Lösung, die via Elster überträgt. Was du in diesem Fall noch brauchst, ist ein Elster-Zertifikat samt Datei, das du relativ unkompliziert vom Finanzamt erhalten kannst – vorausgesetzt, du kommst nicht auf den letzten Drücker. Denn ein paar Tage benötigen die Ämter, bis sie dir deinen Freischalt-Code per Brief zusenden.

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Elster: Einfach, aber nicht immer komfortabel

Irgendwie verrät es einen guten Sinn für Humor, wenn eine Finanzbehörde ihr IT-System für die Steuerabgabe Elster nennt. Elster ist im Prinzip nur eine IT-Schnittstelle mit einem für Normalsterbliche recht gewöhnungsbedürftigen Frontend, die du über www.elster.de erreichst. Das dazugehörige „Mein Elster“ ermöglicht die Eingabe der steuerrelevanten Daten, hilft aber im Gegensatz zu „richtigen“ Tools zur Steuererklärung nicht mit Ratschlägen weiter, was man wo wie absetzen könnte.

Alternativ ist Elster aber auch eine Lösung für den XML-Import anderer Steuerprogramme, über die du deine Erklärung abgibst. In der Regel kannst du über die Steuer-Software aber auch das Ergebnis des Finanzamts abrufen, sobald die Steuererklärung durch den Finanzbeamten bearbeitet wurde. Eine Steuer-Software zeigt dir dabei, welche Differenzen es zwischen der eigenen Berechnung durch die Software und dem Finanzamt gibt. Gegebenenfalls kannst du mithilfe von Musterbriefen Beschwerde einlegen, wenn du meinst, dass bestimmte Werte falsch angesetzt wurden.

Deshalb reicht Elster grundsätzlich zur Abgabe der Steuererklärung aus; der niedrige zweistellige Betrag, den man für eine andere Lösung jährlich aufwenden muss, macht sich aber schon bezahlt, wenn man nur einen der zusätzlichen Tipps für sich verwenden kann. Abgesehen davon zählt Elster, wie bereits gesagt, nicht zu den benutzerfreundlichsten Tools dieser Welt, sodass eine Steuererklärungssoftware sich schon in dieser Hinsicht bezahlt macht. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Anwendungen, die auf das Elster-Protokoll setzen, also eine rechtsgültige Steuererklärung ermöglichen.

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Steuererklärung per Software: Von Wiso bis Steuersparerklärung

In Deutschland gibt es vor allem drei große Unternehmen, die Jahr für Jahr Steuersoftware auf den Markt bringen: Wiso Steuer in zahlreichen Varianten von Buhl*, Quick Steuer* und Taxman* von Lexware* sowie die Steuersparerklärung* und Steuer Easy von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Bei allen drei Anbietern macht man nichts falsch, weil die Programme über inzwischen mehr als 20 Jahre immer weiterentwickelt wurden und sich auch im Errechnen der Steuer keine groben Schnitzer leisten.

Die Programmvarianten, die jedes der Unternehmen auf dem Markt hat, unterscheidet vor allem die Benutzerführung: Während etwa Wiso Steuer mit zahlreichen Videos, Erklärtexten und Zusatzfunktionen kommt und den Nutzer quasi an der Hand nimmt, ist Tax etwas weniger umfangreich und nüchterner und eignet sich daher gut für Nutzer, die zumindest ein Grundverständnis in Sachen Steuererklärung mitbringen und eher zahlengetrieben arbeiten. Ähnlich ist die Unterscheidung bei den anderen Anbietern.

Angesichts der langjährigen Erfahrung ändert sich bei allen Produkten nicht mehr allzu viel im Vergleich zur Vorgängerversion. Meist bemühen sich die Hersteller darum, ein paar Optimierungen in der Bedienung umzusetzen – nicht immer ist das im Sinne des Nutzers, der sich an bestimmte Bedienlogiken gewöhnt hat. In Sachen Apps für mobile Geräte und Erfassung der Belege bessern die Hersteller ebenfalls nach – das ist schon sinnvoller.

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Neben den Standardversionen mit und ohne umfangreicher Steuerfalldatenbank gibt es in einigen Fällen noch solche für Rentner und Pensionäre, für Lehrer oder für Freiberufler, die vor allem durch zusätzliche Informationsangebote und Datenbanken für die jeweilige Zielgruppe glänzen. Ob sich der jeweilige Mehrpreis bezahlt macht, musst du für dich prüfen, indem du die jeweiligen Feature-Listen vergleichst.

Steuererklärung: Billig-Software vom Discounter kann sich lohnen

Viele kleinere Projekte oder Sondereditionen, wie sie beim Discounter oder Kaffeeröster für wenige Euro verkauft werden, basieren übrigens auf einer dieser drei Lösungen/Engines. Dabei achten die Unternehmen peinlich darauf, dass nicht klar wird, welche Software dahintersteckt, da sie sich nicht ihr Kerngeschäft schädigen wollen. Diese Editionen – sie werden beispielsweise bei Aldi und Lidl rund um den Jahreswechsel für etwa fünf Euro angeboten – eignen sich auch für die Steuererklärung, haben aber einige Einschränkungen gegenüber der vollwertigen Originalsoftware. So lassen sich oft die Daten nicht aus dem Vorjahr übernehmen und auch der Import im Folgejahr in das Original-Vollprodukt ist nicht möglich. Dabei ist gerade dies ein wichtiges Feature, das dir mehr Überblick über deine steuerliche Situation verschafft und Tipperei erspart: Was habe ich im vergangenen Jahr wie hoch angesetzt? Habe ich auch nichts anzusetzen vergessen? Wie hat sich meine Steuerbelastung im Vergleich zum Vorjahr verändert?

Tipp: Steuerzahler, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen, also Studenten, Azubis und Berufseinsteiger, können zunächst prüfen, ob und in welcher Höhe sich die Erklärung lohnen würde. Außerdem hat Buhl hier einige wertvolle Grundsatzinformationen zusammengestellt, die das deutsche Steuersystem erklären. Das ist übrigens auch für Neubürger, die ein anderes Steuersystem kennen, hilfreich.

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Übrigens müssen auch Anwender mit Mac nicht traurig sein oder ihre Steuererklärung zwingend per Cloud-Service oder Web-App erledigen: Sowohl aus der Wiso-Reihe als auch von der Steuersparerklärung gibt es Versionen für die Apple-Welt. Linux-User dagegen schauen inzwischen zumindest bei nativer Software in die Röhre – gab es mal, war aber nach Aussage eines Herstellers kein Produkt, das in ausreichender Zahl nachgefragt wurde. Hier ist man inzwischen auf eine Wine-Lösung angewiesen oder kann einfach per Web-App arbeiten.

Steuererklärung vor allem online: Gerade einmal 8 von 29 Millionen deutschen Steuererklärungen wurden auf Papier erledigt. (Bild: JohannesS / Shutterstock)

Apps und Services: Steuererklärung auf Smartphone und Tablet

Würdest du deine Steuererklärung per Smartphone-App oder Cloud-Service im Browser erledigen? Immer mehr Nutzer beantworten diese Frage mit Ja – allen Befürchtungen in Hinblick auf Privatsphäre und Datenschutz zum Trotz. Und in der Tat richtet sich die Steuererklärung per App an eine etwas andere Zielgruppe als die Softwarepakete, die Jahr für Jahr in großer Zahl über die Ladentheken gehen. Jünger, besonders technikaffin sei diese Zielgruppe, verrät einer der Anbieter – und vor allem weniger bereit als andere Nutzer, mehr Zeit als unbedingt nötig mit der Steuererklärung zu verbringen.

Insbesondere wer nicht dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu erstellen, ist bei diesen Diensten gut aufgehoben. Denn trotz Anmeldung wird in allen uns bekannten Fällen eine Gebühr erst dann fällig, wenn man sich nach Eingabe der relevanten Daten dazu entschließt, auch wirklich eine Steuererklärung abzugeben. Und in einigen Fällen wie bei Taxfix* entfällt diese auch noch, wenn Kunden etwas nachzahlen müssen. Man sollte daher zumindest seine Daten in das entsprechende Formular eintragen und prüfen, ob man eine Erstattung zu erwarten hat. Das Kalkül der Hersteller: In den meisten Fällen haben die Verbraucher eine Erstattung zu erwarten und haben dann schon alle erforderlichen Daten eingetragen – man kann dann also mit geringen Kosten und vertretbarem Aufwand die Steuerklärung veranlassen und zu Ende bringen.

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Zugegeben, ein wenig befremdlich ist es schon, die Steuererklärung einfach über das Mobilgerät zu erledigen oder gar in einem Online-Speicher zu hinterlassen, doch die Idee ist überzeugend und findet inzwischen nicht nur bei jüngeren Zielgruppen Anklang. Denn alle hier beschriebenen Anbieter erklären, dass sie die Daten nach deutschem Recht auf deutschen Servern verschlüsselt ablegen.

Steuer-Web: Online-Service von Wiso

Weitgehend automatisch soll die Steuererklärung mit Steuer-Web* gehen. Der von Buhl* stammende Dienst liest, sofern der Steuerpflichtige bereits einen Elster-Zugang hat, die dort hinterlegten Daten automatisch ein und kann sich anhand der Vorjahreseintragungen, die sich beispielsweise von Wiso oder Tax importieren lassen, viele erneute Eingaben sparen. Selbst auf das eigene Bankkonto kannst du Steuer-Web zugreifen lassen – per Umweg über Finanzblick*, eine Finanzauswertungs-App, die ebenfalls zum Buhl-Sortiment gehört. Dazu wird auf die App Finanzblick zurückgegriffen, was allerdings ein hiermit kompatibles Bankkonto voraussetzt. Unterstützt werden hier 4.000 Banken deutschlandweit.

Insgesamt geht hier vieles in der Tat mit einem höheren Grad an Automatisierung einher, als man das bisher gewohnt war. Du kannst beim Start von Wiso Steuer festlegen, welche Bereiche du ausfüllen willst und was direkt übersprungen werden soll. Das setzt ein wenig Vorkenntnisse voraus – man merkt einfach, dass sich Steuer-Web mehr an den Softwareprogrammen aus dem Hause Buhl orientiert als eines der Startups, die die interviewbasierten Prozesse neu aufgesetzt haben. Das kann aber auch von Vorteil sein – denn Wiso-Steuer-Web profitiert auch von der engen Verzahnung mit der Wiso-Steuer-Software. So lassen sich Steuererklärungen mit Notebook und Tablet erledigen oder fortsetzen. Mit 35,95 Euro pro Jahr (im Abo zehn Euro günstiger) liegt Steuer-Web im üblichen Mittelfeld. Immerhin kann man bis zu fünf Erklärungen für ein Steuerjahr abgeben, also gegebenenfalls auch im Verwandtenkreis helfen.

Lohnsteuer kompakt: Aufgeräumt und übersichtlich

Einer der ersten Anbieter für Steuererklärungen via Web war Forium mit Lohnsteuer kompakt. Anders als bei vielen anderen Anbietern, bei denen man sich gleich mit persönlichen Daten anmelden soll, kannst du hier anonym testen, ob der Dienst für deine eigenen Bedürfnisse passt. Die Bedienerführung ist nüchterner und etwas weniger schick als bei vielen anderen Anbietern und orientiert sich an den jeweiligen Themen und Formularen, wirkt aber angenehm aufgeräumt. Neben der Datenübernahme aus dem Vorjahr ist die Übernahme von exportierten Daten aus den gängigen Steuerprogrammen möglich.

Praktisch: Die Steuerberechnung erfolgt in Echtzeit, sodass man direkt sieht, welche Auswirkungen eine bestimmte Eingabe hat. So lässt sich beispielsweise prüfen, wo bestimmte Kosten am sinnvollsten angesetzt werden können. Der Dienst eignet sich für nahezu alle Steuerpflichtigen und geht im Funktionsumfang um einiges weiter als andere hier vorgestellte Apps oder Services. Lediglich in absoluten Ausnahmefällen wie bei nur beschränkt Steuerpflichtigen oder der Begünstigung nicht entnommener Gewinne oder Ansparabschreibungen muss der Dienst passen. Auch hier wird der Kaufpreis erst bei Abgabe der Steuererklärung fällig – je nach gewünschtem Service und Funktionsumfang ab 29,95 Euro. Dafür bietet der Service einen nachträglichen Steuerbescheid-Prüfer mit Vorlagen für den Einspruch, falls das Finanzamt einen Teil der eingetragenen Ausgaben nicht anerkannt hat.

Smartsteuer: Auch für Einsteiger geeignet

Smartsteuer* ist eine browserbasierte Anwendung, die es bereits seit einigen Jahren gibt. Der Nutzer wird mithilfe eines Interviews durch die wichtigsten Fragestellungen geführt und muss, je nachdem ob Arbeitnehmer, Student oder Freiberufler, nur die jeweiligen Angaben machen. 39,99 Euro werden für die Erstellung und Übersendung einer Steuererklärung fällig (wobei du bis zu fünf Steuererklärungen für diesen Preis machen kannst, etwa auch für Familienmitglieder oder Freunde).

Stellt man bei nicht verpflichtender Abgabe der Steuererklärung fest, dass man nachzahlen müsste, kann man die Abgabe immer noch unterlassen. Daten lassen sich aus der Vorjahreserklärung übernehmen, wenn du diese ebenfalls per Smartsteuer erledigt hast. Auch hier wirst du während der Dateneingabe mit passenden Erklärfilmen versorgt. Alles in allem hat sich der Dienst in den letzten Jahren gut weiterentwickelt und macht einen zeitgemäßen Eindruck. Der wichtigste Vorteil, abgesehen von dem wirklich übersichtlichen und ansprechenden Bedienkonzept, ist die Tatsache, dass die Steuerfälle der Vergangenheit über Jahre hinweg in dem Dienst gespeichert werden. So kann man auch nach dem Wechsel des eigenen Rechners noch auf alte Daten der Vorjahre zugreifen. Gut gemacht und nicht nur etwas für Kunden von Smartsteuer sind die E-Books, Checklisten und weiterführende Informationen, die das Unternehmen kostenlos anbietet.

Taxfix: Steuererklärung am Smartphone, noch nicht für alle Fälle

Bei der App Taxfix* soll es im Idealfall ausreichen, einige Fragen zu beantworten und innerhalb von 22 Minuten alles erledigt zu haben, was erforderlich ist. Zur Beurteilung des Steuerfalls stellt die App je nach Kontext einige weitere Fragen. Das dürfte in den meisten Fällen tatsächlich in unter einer halben Stunde erledigt sein, wie der Anbieter verspricht.

Denn der Nutzer erfährt bei der Abfrage der wichtigsten Rahmendaten, dass er nur als klassischer Angestellter, Minijobber, Azubis oder Student die App auch wirklich nutzen kann. Sowohl bei Freiberuflern oder Selbstständigen als auch bei Rentnern muss die App bisher nämlich passen und verweist lapidar darauf, dass man in Zukunft entsprechende Gruppen unterstützen wolle. Auch wer Mieteinnahmen erzielt, fällt bisher aus dem Raster. Immerhin: Erst nachdem die App die Steuerschuld oder -rückzahlung errechnet hat, wird der Kunde, so er dann noch eine Steuererklärung abgeben will, mit 39,99 Euro zur Kasse gebeten. Das ist verglichen mit der Konkurrenz nicht wenig. Vorteil für alle, die ermitteln, dass sie eine Nachzahlung oder eine Erstattung von weniger als 50 Euro erwartet: Die Abgabe der Steuererklärung ist in diesem Fall kostenlos seitens Taxfix.

Wundertax: Im Idealfall schnell erledigt

Als schnelles Cloud-Tool, das die Steuererklärung innerhalb weniger Minuten erledigt, will sich auch Wundertax* positionieren. Die Bedienerführung wirkt aufgeräumt und führt den Nutzer mit einigen Fragen durch den Prozess der Datenerfassung. Schnell wird deutlich: Wer mehr als nur die Basics eintragen muss, wird mit einstelligen Minutenzahlen nicht hinkommen, das mit der halben Stunde kann aber klappen. Was man zugeben muss: Wundertax ist so niedrigschwellig und nutzerfreundlich, dass auch absolute Einsteiger damit klarkommen. Das erlebt man in vielen anderen Programmen anders. Positiv auch: Anders als beispielsweise das kostenlose Elster-Formular der Finanzämter füllt das Tool die geltenden Pauschalen, etwa bei Werbungskosten schon im Sinne des Nutzers aus, wenn der die entsprechenden Fragen korrekt beantwortet.

Anders als einige andere Anwärter kommt Wundertax bereits heute mit einigen Sonderfällen klar, beispielsweise bei nebenberuflichen selbstständigen Einkünften. Alles in allem sind die 34,99 Euro, die man pro Abgabejahr zahlen muss – möglich sind bis zu vier Jahre rückwirkende Steuererklärungen – gut angelegtes Geld, wenn man sich nicht zu tief in die Materie einarbeiten will.

Steuerbot: Das Frage-Antwort-Spiel

Es gibt noch eine weitere App, die Steuerzahlern das Leben leichter machen soll. Steuerbot ist eine App für Android und iOS (auch als Web-App verfügbar), die wie ein virtueller Chat aufgebaut ist und sich an Nutzer wendet, die keinerlei Vorwissen in Steuerfragen mitbringen. Dieser Frage-Antwort-orientierte Ansatz ist durchaus von vielen Nutzern geschätzt, wie uns das Unternehmen erklärte – „so einfach wie Whatsapp“.

Ähnlich wie bei einem Steuerberater fragt der Bot zunächst die wichtigsten Rahmendaten ab. Am rechten Rand sieht man in der Browseransicht die einzelnen Punkte und das aktuelle Ergebnis. Abdecken kann die App allerdings aber vor allem Standardfälle. Dinge wie Photovoltaik, Vermietung und Verpachtung, Landwirtschaft sowie Rentenbezüge oder ausländische Lohnzahlungen sind auch hier noch nicht vorgesehen (man wird in diesem Fall auf Smartsteuer verwiesen), ebenso bestimmte Spezialfälle, die Kapitaleinkünfte oder Vorsorgeaufwendungen betreffen. Dafür sind 39,95 Euro, die immer dann anfallen, wenn man eine Rückzahlung über mehr als 50 Euro errechnet bekommt, doch relativ viel.

Steuerfuchs: Wirkt inzwischen ausgereift

Ebenfalls schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist der Steuerfuchs. Mit knapp 20 Euro für die Übermittlung zählt der Dienst zu den günstigeren Angeboten, kann aber nach einigen Angaben durch den Steuerpflichtigen für alle Dinge, die man landläufig gegenüber dem Finanzamt erklärt, eingesetzt werden. Lediglich Spezialitäten wie Grenzgängereinkünfte, Einkünfte nach dem Doppelbesteuerungsabkommen oder Erträge aus Beteiligungen und Einkünfte aus Betriebsveräußerungen kann der Dienst nicht verarbeiten. Auch hier wird über ein Interview ermittelt, welche Daten der Steuerfuchs benötigt und welche Punkte übersprungen werden können.

Ebenfalls dabei: ein Belegabruf auf Elster-Basis, der lediglich einen entsprechenden Elster-Zugang erfordert. Neben einem Ratgeber mit Optimierungsvorschlägen gibt es eine Optimierungsfunktion, die nach Angaben des Herstellers Tausende Varianten durchrechnet. Hat man sich dazu entschlossen, die Steuererklärung tatsächlich abzugeben, erfolgt die Bezahlung über ein Ticket-System, mit dem der Dienst konkret die Abgabe der Erklärung freischaltet.

Blockpit: Übersichtlicher Krypto-Report als PDF

Immer mehr Verbraucher handeln mit Kryptowährungen. Doch diese zu versteuern, erfordert gegebenenfalls besonderes Hinschauen, insbesondere weil es hier viele verschiedene Möglichkeiten des Handels und der Ablage gibt und nur die wenigsten Handelsplätze deutsche Steuergesetze kennen dürften. Nur in den wenigsten Fällen, etwa bei einigen deutschen Handelsplätzen wie Bison, wirst du passende Unterlagen bekommen, wie du sie als Jahressteuerunterlagen von deinem regulären Depot kennst.

Ein Dienst, der dir in allen anderen Fällen hilft, ist Blockpit. Der Cloud-Service bietet einerseits ein übersichtliches Portfoliomanagement, über das du sämtliche Trades und Daten zur Portfolioentwicklung nachverfolgen kannst, andererseits sparst du dir aber auch richtig Zeit beim Erstellen der Steuererklärung. Denn Blockpit listet in einem Steuerreport sämtliche relevanten Daten auf, sodass du diese einfach beim Finanzamt einreichen oder die relevanten Zahlen in die Steuererklärung übertragen kannst.

Den Steuerreport stellt dir Blockpit als PDF zur Verfügung, die relevanten Transaktionen realisiert das Tool mithilfe einer API. Die Steuergesetzgebung für die jeweiligen Länder kennt der Service ebenfalls und achtet dabei auf Gesetzesänderungen im jeweiligen Heimatland des Nutzers. Damit ist das Tool einerseits für Anleger interessant, kann aber auch Compliance-Richtlinien von Unternehmen gerecht werden. Für die Einstiegsvariante, die bis zu 50 jährliche Transaktionen verarbeitet, werden 49 Euro jährlich fällig. Bis zu 1.000 Transaktionen schlagen mit 79 Euro zu Buche, mehr gibt es für 199 Euro, aber das dürfte die wenigsten Privatanleger betreffen.

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2 Kommentare
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Dein t3n-Team

Florian

Gut zu wissen, dass junge Berufseinsteiger die kostenlose Version der Steuer-Spar-Erklärung nutzen können. Ich werde mich definitiv weiter über Steuerhelden.de informieren. Danke für den Beitrag, sehr hilfreich! Ich habe einen guten Überblick über das Thema bekommen!

Antworten
Simon Tischler

Wichtig in dem Zusammenhang ist oft auch alle Dokumente, Belege etc. zu haben damit man die Sachen überhaupt absetzen kann. In dem Zusammenhang kann ich fileee(https://www.fileee.com) empfehlen, ist ne App um alle Dokumente digital zu verwalten, egal was. Nicht nur Papiere (dafür nutze ich es hauptsächlich), sondern halt auch aus dem Email Postfach oder aus Portalen oder so. Ich finde das immer sehr praktisch dann in Sekunden alles wiederzufinden. Ansonsten nutze ich Wiso Sparbuch, das kostet zwar bisschen was aber kann man auch absetzen. Bei den ganzen Apps finde ich oft nicht so gelungen das ich eigentlich eine Desktop Variante haben möchte. Handy und Tablet ist für mich nicht ausreichend. Die meisten haben auch eine Web Oberfläche aber ich gebe zu da habe ich keine Erfahrung wie ausgereift die sind.

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