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Welche Smartwatch trackt genau? Stiftung Warentest prüft die Fitnessfunktionen

Die allermeisten Smartwatches sind heutzutage mit Gesundheitsfunktionen ausgestattet. Aber wie gut sind EKG, Herzfrequenzmessung und Schlafaufzeichnung im Alltag? Ein Test von Stiftung Warentest gibt Aufschluss.

3 Min. Lesezeit
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Wie gut sind die Fitnessfunktionen bei der Samsung Galaxy Watch S5 Pro und anderen smarten Uhren wirklich? Die Stiftung Warentest hat es überprüft. (Foto: t3n)

Der Fokus auf die Fitnessfunktionen war es erst, der die Apple Watch zum Erfolg machte. Anhand vieler Sensoren sammelt die Uhr sportliche Leistungsdaten und trackt den Schlaf. Seit der Apple Watch Series 4 gehört (mit Ausnahme der günstigen SE) sogar ein EKG zur Ausstattung, mit dessen Hilfe die Smartwatch Vorhofflimmern erkennen soll.

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Auch andere Hersteller haben diese und weitere Extras in ihre Geräte eingebaut. Aber wie gut funktioniert das eigentlich und wie verlässlich sind die Daten? Für normale Nutzer:innen ist das kaum herauszufinden. Mithilfe von aufwendigen Tests hat die Stiftung Warentest deswegen nachgemessen. Zum Vergleich traten die Apple Watch Series 8 (Test), die Garmin Venu 2 Plus und die Samsung Galaxy Watch 5 Pro an.

Alle Uhren beherrschen die Basics gut

Getestet wurden die Funktionen aus den Bereichen Herz-Kreislauf, Schlaf, Familienplanung und Bewegung im Zeitraum von Mai bis September 2023. Das Ergebnis: Bei den Basics können alle drei Uhren überzeugen. So misst die Apple Watch die am Tag gelaufenen Schritte gut, die Samsung und die Garmin sogar sehr gut. Bei Informationen zu Strecken und Höhenmetern haben Apple und Garmin die Nase vor Samsung.

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Auch bei Daten, für deren Erhebung es eigentlich medizinisches Gerät braucht, schlagen sich die Uhren gut, denn für die Messung des Kalorienverbrauchs benötigt man laut Stiftung Warentest eigentlich eine Atemmaske. Die Smartwatches errechnen den Verbrauch dagegen anhand der eingegebenen Daten zu Größe und Gewicht.

Den besten Job macht hier die Apple Watch. Sie liegt im Vergleich zur wissenschaftlichen Messung im Schnitt nur 13 Prozent daneben. Bei Samsung waren es 17, bei Garmin 23 Prozent. Bei der Pulsmessung liefern die Venu 2 Plus und die Apple Watch präzisere Daten als die Galaxy Watch 5 Pro.

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Apple Watch Series 8 Temperaturerkennung

Sensor für die Temperaturerkennung bei der Apple Watch Series 8. (Bild: Apple)

Bei der Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut lag die Apple Watch vorn. Sie lieferte bei Tests im Tal sehr gute Messwerte, in 3.000 Metern Höhe schnitten alle drei Uhren befriedigend ab. Insgesamt wich die Series 8 aber weniger stark vom Referenzwert ab.

Herzensangelegenheiten

Die EKG-Funktionen der Uhren von Apple und Samsung lassen sich dem Bericht zufolge nicht ohne klinische Studie überprüfen. Experten von der Berliner Charité und der Schön Klinik in Neustadt schätzen die Funktion aber als sinnvoll ein.

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Nur die Samsung-Uhr kann zusätzlich noch den Blutdruck messen und das sogar gut. Das hatte Stiftung Warentest in einem Test mit Blutdruckmessgeräten ermittelt. Allerdings kommt es hier auch darauf an, mit welchem Blutdruckmessgerät die Uhr kalibriert wurde. Außerdem weisen die Tester:innen darauf hin, dass diese Kalibrierung für brauchbare Ergebnisse alle 28 Tage wiederholt werden müsse.

Bei Schlaf und Zyklus mit Schwächen

Beim Schlaf-Tracking wich die von den Uhren gemessene Gesamtschlafzeit teils deutlich vom Referenzwert ab. Im Mittel war Samsung mit einer Abweichung von 31 Minuten am dichtesten dran. Es folgten erst Garmin (34 Minuten) und dann Apple (41 Minuten). Außerdem erkannten die Uhren zu viele Leichtschlaf- und zu wenige Wach- und Tiefschlaf-Phasen.

Beim Schlaf-Tracking schnitten die Apple Watch Series 8 und die anderen Testkandidaten nur befriedigend ab. (Bild: Apple)

Größere Schwächen offenbarten die Apple Watch Series 8 und die Samsung Galaxy Watch 5 Pro beim Zyklus-Tracking. Anhand der Messung der Hauttemperatur und mithilfe eingegebener Daten sollen beide Uhren die fruchtbare Zeit im Zyklus errechnen können, lagen bei dieser Voraussage aber häufig daneben. Auch die Eingabe weiterer Daten half nicht, um die Verlässlichkeit zu erhöhen.

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Daten nicht zu hoch hängen

Am Ende kürt die Stiftung Warentest unter den drei Testkandidaten keinen Sieger. In vielen Bereichen schneiden die Uhren ähnlich gut (oder schlecht) ab. Die Tester:innen weisen zudem darauf hin, dass Smartwatches zwar teilweise präzise messen und die Daten als nützliche Informationen dienen können, Besitzer:innen schlechte Ergebnisse aber auch nicht zu hoch hängen und im Zweifel lieber einen Arzt aufsuchen sollten.

So hat Stiftung Warentest getestet

Pro Funktion waren unterschiedlich viele Proband:innen aus diversen Altersgruppen involviert. So wurde die Blutdruckmessung an je 16 Männern und Frauen in Einzelterminen in „ruhiger Atmosphäre“ überprüft, während fünf Proband:innen die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut im Tal und in großer Höhe durchführten. Sämtliche Ergebnisse der Smartwatches wurden bei den beiden Tests und bei denen zur Schlafanalyse und zur Bestimmung des Kalorienverbrauchs mit den Daten von Referenzgeräten verglichen.

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Zur Bestimmung des Zyklus setzte Stiftung Warentest auf drei Probandinnen mit Erfahrungen in einer Variante der symptothermalen Methode. Hier wurde der aufgezeichnete Zyklus mit den Daten der Uhren verglichen. Außerdem werteten die Testerinnen unter anderem aus, wie gut die Geräte und die zugehörigen Seiten die Anwenderinnen unterstützten.

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Dein t3n-Team

Helge-Michael Nielsen

Wieso wurde im Artikel der Schwerpunkt auf die Apple-Produkte gelegt? Garmin und Samsung Produkte sind im Preisvergleich nicht existent.

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