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Stil-Knigge der Geschäftswelt: Das steckt hinter dem Dresscode auf deiner Einladung

Die international gängigsten Stile: Ein Business-Dresscode folgt klaren Regeln. (Foto: Shutterstock-OPOLJA)

Wenn der Geschäftspartner zum Grillen oder einem Abend in die Oper einlädt, geht das oft mit einem Dresscode einher. Was verbirgt sich hinter „Smart Casual“, „Come As You Are“ oder „Black Tie“?

Wer über Dresscodes im Arbeitsumfeld spricht, rutscht schnell in Klischees ab. Dann heißt es, dass Frauen auf kurze Röcke und Männer auf Flip Flops im Büro verzichten sollten. Dabei hängt das sehr von der Branche, der Tätigkeit und der Unternehmenskultur ab und selbst dann sind die Erwartungen von Land zu Land unterschiedlich. Was in einer Tech-Bude im Silicon Valley als fesch gilt, könnte in Japan ein Affront sein. Allgemeingültige Aussagen gehören somit eher ins Reich der Mythen. Dennoch kommt es vor, dass auf Einladungen von Kunden und Geschäftspartnern ein Dresscode vorgegeben ist. Man liest dann Bezeichnungen wie „Casual“, „Informal“ oder auch mal „Black Tie“. Was ist damit gemeint? In diesem Dresscode-Guide erklären wir die international gängigsten Stile – aufsteigend von locker zu festlich.

Business-Dresscode: Was verbirgt sich hinter „Casual“, „Come As You Are“ und „Black Tie“?

Von locker bis festlich: Diese Business-Dresscodes musst du kennen. (Foto: Shutterstock-Sanneberg)

Casual: Hinter Casual verbirgt sich der vielleicht lässigste Bekleidungsstil, der zumeist mit einer Einladung eines Geschäftspartners zu einer Grillparty oder Sportveranstaltung einhergeht. Es gilt bequeme Freizeitkleidung zu tragen, in der man sich wohlfühlt. Wohlfühl-Kleidung heißt jedoch nicht, dass abgetragene oder aufreizende Kleidung getragen werden sollten. Herren fahren mit einem Poloshirt oder einer Baumwohlhose gut. Damen könnten zur einer Bluse sowohl eine Stoffhose oder einen Rock tragen – je nach Witterung.

Smart Casual: Der Smart-Casual-Dresscode ist häufig auf Einladungen zu legeren Abendveranstaltungen zu finden und beschreibt lässige Business-Outfits. Für Herren heißt das, dass die Krawatte im Schrank hängen bleibt. Eine elegante Freizeitkleidung mit Sakko, dunkler Jeans und dezentem Hemd gilt dann als totschick. Damen können ihr Kostüm oder Hosenanzug mit einem T-Shirt anstatt einer Bluse kombinieren. Generell gilt, dass das Outfit geschmackvoll und elegant sein sollte – bauchfrei fällt also aus.

Come As You Are: Hier besteht Verwechslungsgefahr: Die Come-As-You-Are-Aufforderung beutet nicht, dass pauschal ein Freizeit-Look ansteht. Sondern dass Eingeladene sich beispielsweise direkt nach Büroschluss oder im Anschluss an ein Meeting mit den Geschäftspartnern treffen, ohne sich vorher umziehen zu müssen. Erscheine einfach genau so, wie du im Büro gekleidet bist. Doch Achtung: In klassischen Branchen heißt das dann doch noch oft Anzug und Krawatte, wobei letzteres gelockert werden darf.

Business Casual: Dahinter steckt eine Mischung aus Freizeit- und Geschäftskleidung, wobei die Betonung auf Geschäft liegt. Der Stil kommt häufig bei informellen Anlässen zum Tragen, etwa bei einem lockeren Geschäftsessen. Herren tragen einen dunklen, aber nicht schwarzen Anzug, der leicht gemustert sein darf. Je nach Umfeld ist auch ein gutes Polohemd in Ordnung. Damen haben die Wahl aus Hosenanzug oder Kostüm in dezenter Farbe, die sich mit leicht farbigen Blusen kombinieren lassen. Knielanger Rock ist auch in Ordnung.

Business Attire: Dieser Dresscode gilt als Standard in der Old Economy und soll ebenso seriös wie elegant wirken. Klassische Farben: Dunkelblau, Grau, Anthrazit und Schwarz. Herren sollten auf einen dunklen Anzug mit Weste und Krawatte, farblich passende Strümpfe sowie gepflegte Lederschuhe setzen. Damen tragen einen dunklen Hosenanzug oder ein Kostüm und Feinstrumpfhosen. In der Regel werden einfarbige Blusen kombiniert. Die Schuhe sind geschlossen und die Absätze sollten weniger als sechs Zentimeter hoch sein.

Informal: Zu etwas gehobenen Abendveranstaltungen wird gern Informal geladen. Der Begriff „Informell“ könnte bei vielen den Eindruck erwecken, dass legere Freizeitkleidung angebracht ist. Pustekuchen! Stattdessen ist elegante Kleidung angesagt. Herren können sich an Business Attire orientieren, jedoch auf einen schwarzen Anzug setzen. Damen tragen idealerweise ein halblanges Kleid. Als No-Go gelten offene und flache Schuhe. Auch Absätze über acht Zentimeter sind untypisch.

Black Tie: Black Tie hießt übersetzt eigentlich „Schwarze Krawatte“. Und doch bedeutet das nicht, dass Herren mit dem Accessoire aufschlagen sollten. Stattdessen ist festliche Kleidung mit schwarzer Fliege angesagt. Konkret heißt das also: Führe den guten Smoking aus! Damen tragen wiederum ein langes Abend- oder ein elegantes Cocktailkleid. „Black Tie“ ist übrigens auch dann gemeint, wenn „Cravate Noire“ oder „kleiner Gesellschaftsanzug“ auf der Einladung zu lesen ist.

White Tie: Hinter White Tie verbirgt sich der wohl förmlichste Dresscode. Keine Abendgarderobe wird seltener ausgeführt. Im Deutschen versteht man unter „White Tie“ den sogenannten „vollen Gesellschaftsanzug“, also den Frack-Anzug. Für die Damenwelt bedeutet die Aufforderung ein bodenlanges Abendkleid. Doch Achtung: Tiefe Ausschnitte, zu enger Sitz und zu viel Strass gelten als Stilsünde. Solltet ihr es jemals bis zum Wiener Opernball oder den Bayreuther Festspielen schaffen: White Tie ist euer Freund!

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