Fundstück

Stress im Job: So lässt du deinen Ärger im Büro – und machst endlich Feierabend

Feierabend machen: In 3 Schritten zur besseren Work-Life-Balance. (Foto: Shutterstock-Oneinchpunch)

Sich einen dritten Raum zwischen dem Büro und dem Zuhause zu kreieren, so lautet ein populärer Work-Life-Balance-Trick. Ein Experte erklärt die Technik und verrät, wie du endlich Feierabend machst.

Was trägst du vom Büro mit nach Zuhause: Ärger mit einem Kunden? Probleme mit dem Chef? Stänkereien unter Kollegen? Oder eine To-do-Liste, die einfach nicht kürzer wird? Es gibt eine ganze Menge, das wir auch zum Feierabend hin nicht abschütteln können. In einer Befragung des Personaldienstleisters Manpower Group nahmen sich 37 Prozent der Befragten vor, im neuen Jahr nach der Arbeit mehr abschalten zu wollen. Knapp 29 Prozent möchten die Arbeit lockerer sehen und sich Stress nicht mehr so sehr zu Herzen nehmen. Wie das gehen kann, erklärt Adam Fraser, ein australischer Karriereberater, in unserem Fundstück.

Feierabend machen: In 3 Schritten zur besseren Work-Life-Balance

Karriere-Berater Adam Fraser erklärt eine Technik, mit der du entspannter in den Feierabend gehst. (Screenshot: TEDx / t3n.de)

Im Rahmen eines TED-Talks spricht der Experte von einem Trick, den er in seiner langjährigen Karriere von einigen Unternehmern gelernt habe. Fraser rät dazu, sich ganz bewusst einen dritten Raum zu kreieren – einen zwischen dem Büro und dem Zuhause. Der dritte Raum müsse kein echter Raum sein, so der Karriereberater. Er könne auch die Fahrt mit der Fähre oder dem Bus nach Haus sein. Oder ein Spaziergang mit dem Hund. Ein Besuch im Fitnessstudio. Es geht darum sich Zeit zu nehmen, um vom Tag abzuschalten und sich anschließend bewusst zu machen, wie man in seinen Feierabend übergehen möchte.

„Wir sind 45 Minuten lang einfach nur Idioten.“

Um sich auf einen erholsamen Abend vorzubereiten schlägt Fraser drei Dinge vor, die Berufstätige gedanklich durchgehen sollen, wenn sie in ihrem dritten Raum sind: Zunächst sollen sie reflektieren, was der Tag gebracht hat: Was war gut? Was war schlecht? Was kann man verbessern? Diese Fragen sollten an die Erfolge erinnern und dazu beitragen, aus Erfahrungen zu lernen. Anschließend heißt es, sich auf etwas zu konzentrieren, das im Jetzt stattfindet – Sudoku, Sport oder Meditation bieten sich an. Fraser selbst geht mit seinen Kindern und dem Hund in den Park, wo sie toben. „Wir sind 45 Minuten lang einfach nur Idioten“, sagt er lachend.

Zu guter Letzt sei es wichtig sich bewusst zu machen, wie man Zuhause auftreten möchte. Gut gelaunt oder missmutig? Statt einfach nur in die Tür zu kommen und es dem Zufall zu überlassen wie sich der Abend gestaltet, rät Adam Fraser dazu, achtsamer mit der Situation umzugehen und sich nicht von seiner Gefühlswelt überwältigen zu lassen. „Es reicht schon aus, wenn Anwender der Technik nur 15 Minuten in ihrem dritten Raum verbringen“, sagt Fraser. Wer den knapp 18-minütigen Vortrag selbst anschauen möchte, findet den Beitrag unten eingebunden oder an dieser Stelle auf Youtube verlinkt.

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Eine Reaktion
Kieran

I really like this strategy of having a 'third space' before coming home from work. I'm sure millions of families would love their Dads or Mums to do this. It really is practical advice on letting work be work and family be family. :-)

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