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Stressbewältigung: Was eine regelmäßige Tasse Tee bewirken kann – laut Forschung

Tee soll auf den Organismus anregend und beruhigend zugleich wirken. Die Inhaltsstoffe machen es aus. Doch Teetrinken ist nicht gleich Teetrinken – das Aufgießen macht einen Unterschied.

2 Min. Lesezeit
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Tee reduziert Stress. (Foto: Shutterstock-Yulia Grigoryeva)

Kaffee-Fans hassen diesen Trick: Tee hat die merkwürdige Wirkung, gleichzeitig an- und abzuregen. Das hat zumindest ein Experiment der Universität Peking jetzt nachgewiesen. Eine Forschergruppe um den Psychologen Yi Jiang stellte 100 Probandinnen und Probanden die zeitlich begrenzte Aufgabe, ein Wort zu finden, das inhaltlich zu drei anderen Wörtern passt. Ziel war es, die Konzentration und Ausdauer von Gruppen zu messen. Eine Hälfte bekam warmen schwarzen Tee zu trinken, die andere entsprechend warmes Wasser. Die erste Gruppe erzielte in der Untersuchung bessere Werte. Tee steigerte die Leistung, allerdings nur bei denen, die regelmäßig gerne Tee tranken.

Stress: Der paradoxe Effekt von Tee

Stress bekämpfen: Tee beruhigt und macht konzentriert. (Foto: Shutterstock-DimaBerlin)

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Yi Jiang erklärt das wie folgt: Dieser Effekt, dass die Teilnehmenden sowohl an- als auch abgeregt seien, gehe auf eine Wechselwirkung von einflussreichen Inhaltsstoffen zurück. Der Aminosäure L-Theanin und dem Antioxidans Epigallokatechin sei es zu verdanken, dass Menschen sich beruhigen und nicht in Stress geraten. Die Kombination mit dem in Tee enthaltenen aktivierenden Tein verstärke anschließend die kognitive Leistung. Auch der Psychopharmakologe Andrew Scholey von der Swinburne University of Technology in Melbourne beschreibt diesen paradoxen Effekt in eigenen Studien schon 2019: Tee wirke auf den Organismus anregend und beruhigend zugleich.

Scholey und sein Team schlossen aus der Hirnaktivität von Probandinnen und Probanden, dass das L-Theanin die Teile des Gehirns entspanne, die gerade nicht gebraucht würden, was wiederum das Konzentrationsvermögen fördere. Im Zusammenhang mit Epigallokatechin stieg nicht nur die Aktivität der Alphawellen, die einen entspannten Zustand widerspiegeln. Auch die Beta- und Thetawellen, die bei gesteigerter Wachheit und Konzentration auftreten, nahmen zu. Beide Studien lassen insofern den Rückschluss zu, dass Teetrinker in Stresssituationen tatsächlich ruhiger und konzentrierter sind. Doch Tee ist nicht gleich Tee, wie diverse andere Forscherinnen und Forscher feststellen.

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Damit der als besonders gesund geltende Grüne Tee seine Wirkung voll entfalten kann, sollten die Blätter keinesfalls zu heiß aufgebrüht werden. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei Temperaturen über 70 Grad Celsius wichtige gesunde Wirkungsstoffe gehemmt oder sogar zerstört werden. Am besten sei es, das Wasser nach dem Aufkochen etwa zehn Minuten abkühlen zu lassen, bevor die Teeblätter damit übergossen werden. Dadurch schonen Teetrinkende die wirksamen Polyphenole im Grüntee. Deren Hauptbestandteil wiederum sind die in den obigen Studien thematisierten Epigallocatechine. Das simple Thema Tee, so zeigt sich, hat durchaus ein paar Überraschungen parat.

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