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Test

Mit sechs Cent durch Hannover: Das kann Moia, der Ridepooling-Service von VW

(Foto: t3n)

Seit letzter Woche laufen die Servicetests für den Ridepooling-Service Moia. Wir haben in Hannover eine Testfahrt gemacht und berichten über unsere Erfahrungen.

Die VW-Innovationstochter Moia mit Sitz in Berlin testet seit vergangener Woche den Shuttle-Service in Hannover. Moia will die Lücke zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxidiensten sein: Seit Mittwoch können 3.500 ausgewählte Nutzer einen von 20 VW-T6-Multivans per App bestellen und sich für nur sechs Cent pro Person und pro Kilometer zum gewünschten Ziel fahren lassen.

Die Shuttles bedienen einem Umkreis von 90 Quadratkilometern in Hannover. Die gute Infrastruktur der Stadt ermöglicht Moia mit derzeit nur 20 Fahrzeugen ihre Passagiere schnell vom einen zum anderen Ort zu bringen. Für das kommende Jahr sind bereits weitere Servicetests mit E-Multivans in Hamburg angekündigt.

Über drei Monate sollen vor allem Soft- und Hardware geprüft werden, bevor das Projekt weiter ausgerollt wird. Dass sechs Cent nicht wirtschaftlich sind, weiß Moia. Wie die Preise danach aussehen können sie allerdings noch nicht sagen. Sie werden zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis liegen, sagte ein Moia-Manager der Hannoverschen Allgemeinen.

Moia im t3n-Kurztest

Pünktlich zum Mittag starten wir unseren Test mit Moia und buchen uns über die App eine Fahrt zu einer naheliegenden Fastfood-Kette. In der App können wir sehen, wo sich die Shuttles befinden. Nach etwa zehn Minuten ist unser Fahrer da – auf die Minute genau wie in der App angekündigt. Dank unserer virtuellen Haltestelle direkt vor unserem t3n-Gebäude müssen wir nicht weit laufen. In Hannover gibt es ingesamt 1.800 virtuelle Haltestellen. Diese werden durch einen Algorithmus erstellt, sodass Nutzer laut Moia nie weiter als 250 Meter laufen sollten.

Der Multivan hat ingesamt Platz für fünf Mitfahrer und überzeugt uns mit schickem Interieur und unter anderem HDMI- und USB-Anschluss. Auf einem Bildschirm können wir unser Ziel und unsere Fahrtzeit sehen.

Da unser Fahrzeug voll ist, haben wir keine zusteigenden Gäste. Wer aber alleine unterwegs ist, muss mit Mitreisenden rechnen, die auf der Strecke eingesammelt werden. Für unseren Test fährt uns unser Fahrer sogar durch den Drive-through – zum Essen müssen wir selbstverständlich aussteigen. Wie das Bestellen der Shuttles erfolgt auch die Bezahlung über die App. Derzeit werden nur Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptiert.

Fazit

Wer zumindest für die nächsten drei Monate günstig durch Hannover fahren will, sollte sich einen Moia-Zugang zulegen. In unseren Augen ist der Ridepooling-Service von Moia ein funktionierendes Konzept. Allerdings könnten bei zunehmender Registrierung 20 Fahrzeuge schnell ausgebucht sein. Und auch eine Bezahlung via Paypal oder sogar via Bitcoin wünschen wir uns. Noch ist unklar, wie viel der Dienst am Ende kosten wird – bei den sehr günstigen sechs Cent pro Person und Kilometer wird es wohl nicht bleiben.

Hier kannst du dich für den Shuttle-on-Demand-Service für Hannover registrieren.

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Hinweis: In einer früheren Version des Artikels haben wir von 18 Fahrzeugen geschrieben, es sind aber 20 in Hannover. 

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Eine Reaktion
Ulrich Wengel

Typisch für schnellen (und nicht guten) Journalismus: eine Überschrift, die neugierig macht, aber einen Sachverhalt falsch wiedergibt.
"Mit sechs Cent durch Hannover" stimmt nicht, wie man dann im Text lesen muss: sechs Cent pro Person und Kilometer.
Viele Grüße
Ulrich Wengel

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