Interview

Telekom-Geschäftsführer Hagen Rickmann: „Mittlerweile geht es bei uns auch ohne Krawatte“

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t3n.de: Werden Sie noch einmal den Fehler machen, Anschlüsse drosseln zu wollen?

Es ging uns nie um eine plumpe Drosselung, sondern um eine Differenzierung. Allerdings brauchen wir eine Diskussion darüber, wie man bestimmte Anwendungen, zum Beispiel das autonome Fahren, ermöglicht und sicher macht, ohne jemand anderen dadurch zu benachteiligen. Das ist auch eine politische Diskussion.

t3n.de: Haben Sie Angst vor einer weiteren solchen Diskussion? Die angedrohte DSL-Drosselung hat 2013 ja einen ganz schönen Aufschrei verursacht.

Ja, das war durchaus eine heftigere Diskussion. Angst sollte man vor gesellschaftlichen Debatten aber nie haben.

t3n.de: Viele Kunden haben sich damals gefragt, welche politische Idee der Telekom dahintersteckt. Zumal man den Aufschrei ja hätte voraussehen können …

Dahinter stand keine politische Idee. Es ist nur so, dass es gerade im Businessbereich Anwendungsfälle gibt, bei denen man sehr spezielle Qualitätsparameter benötigt. Die Frage für uns ist: Wie ermöglichen wir das?

t3n.de: Aber es geht ja offensichtlich auch ohne künstliche Bandbreitenbeschränkung. Sie haben damals ziemlich schnell einen Rückzieher gemacht und das Thema Drosselung wieder aus den Verträgen entfernt. Das deutsche Internet funktioniert weiterhin …

Ja, das Netz funktioniert. Die Frage ist, ob es mit mehr Differenzierung noch besser funktionieren würde. Darüber ist eine gesellschaftliche Debatte schon sinnvoll. Unser Fokus liegt jetzt aber vor allem darauf, das Netz weiter auszubauen.

t3n.de: Vielen Dank für das Gespräch.

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Ein Kommentar
Bulls Hit
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„Start-up Kultur“ jetzt auch bei der Telekom – zumal manchmal (also wenn der Kunde auch keine trägt) ohne Krawatte! Da lässt man das Angebot von Google & Co. doch gerne sausen. Ja, reflektiert denn dort niemand?

Antworten

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