Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Tesla im Autopilot verursacht erneut Unfall mit Todesfolge

Ein Tesla-Fahrzeug, das mit dem Autopilot-System unterwegs war, hat in den USA bei einem Unfall einen Motorradfahrer getötet – und damit die Sicherheitsdebatte weiter angefacht.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Tesla im Autopilot-Modus. (Foto: Flystock/Shutterstock)

Passiert ist der tragische Vorfall im US-Bundesstaat Utah. Laut lokalen Medienberichten wurde der Motorradfahrer am vergangenen Wochenende von einem von hinten kommenden Tesla angefahren. Berichten zufolge hatte der Tesla-Fahrer den Motorradfahrer nicht gesehen, der laut Polizeiangaben noch an der Unfallstelle verstarb.

Anzeige
Anzeige

Der Unfall ist der nächste in einer mittlerweile langen Reihe von Vorfällen mit der umstrittenen Fahrerassistenzfunktion von Tesla. So wie die vorherigen wird auch dieser von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) untersucht werden.

Probleme mit Teslas Autopilot häufen sich

Die zivile US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit hat laut dem Technologieportal Futurism hierfür eine Liste namens Special Crash Investigations (SCI) erstellt, die mittlerweile 48 Unfälle beinhaltet. 39 davon betreffen Unfälle mit Tesla-Fahrzeugen – 19 von ihnen endeten tödlich.

Anzeige
Anzeige

Wie hoch der Anteil an Teslas, bei denen das Autopilot-System des Autos eingeschaltet war, daran ist, verdeutlicht die Statistik, dass 16 der 19 tödlichen Unfälle damit erfolgten. Das sind 84 Prozent. Und das sind nur die besonders tragischen Unfälle, sprich jene mit Todesfolgen. Laut NHTSA wurden alleine zwischen Juli 2021 und Mai 2022 273 Probleme mit dem Autopilot-System von Tesla registriert.

Steht ein Rückruf an?

All diese Zahlen verheißen nichts Gutes – laut Futurism steht sogar ein möglicher Rückruf „massiven Ausmaßes“ im Raum. Demnach untersucht die NHTSA derzeit 830.000 Teslas, darunter jedes einzelne Auto, das der Elektroautohersteller zwischen 2014 und 2021 verkauft hat – einschließlich der Modelle S, X, 3 und Y.

Anzeige
Anzeige

Wie ein eventueller Rückruf aussehen könnte, ist noch unklar. Müsste Tesla die Fahrzeuge physisch übernehmen, um Änderungen vorzunehmen, oder würde es reichen, ein sogenanntes Over-the-Air-Software-Update herauszugeben? Fakt ist, dass die höchst sensible Thematik nicht spurlos am Konzern vorübergeht. So hat Andrej Karpathy, Leiter der KI-Abteilung von Tesla, die die umstrittene Autopilot-Funktion des Unternehmens überwacht, Tesla im Juli abrupt verlassen.

Anzeige
Anzeige

Teslas Full-Self-Driving-Paket im Fokus

Besonders im Fokus steht Teslas Full-Self-Driving-Paket. Das ist ein optionales, 12.000 US-Dollar teures Add-on, das aktuell von einer ausgewählten Gruppe von Fahrern im Betatest auf öffentlichen Straßen getestet wird.

Die heiklen Tests erfolgen in einem Umfeld, in dem sich die Unfälle mit Teslas häufen – und damit wächst auch der Druck auf das von Elon Musk geleitete Unternehmen.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

MrX

Wenn der Fahrer den Motorradfahrer nicht gesehen hat, wäre der Unfall auch ohne Autopilot passiert?
Schade das Tesla nicht auf zusätzliche LIDAR Sensoren setzt. Kameras sehen zwar auch den Infraroten Bereich, nützt allerdings nichts, wenn die Sonne aus der gleichen Richtung strahlt.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige